#meetup.MG 09/19: Auf ein Neues II

Welche spannenden Startups erwarten Euch bei unserem nächsten next.mg Meetup? Unser neues Format ist auch beim Mobility-Meetup wieder mit am Start.  Jeder Pitcher stellt sich kurz vor, in dem er unsere 10 Fragen beantwortet. Heute stellt sich Jan Philipp Harmes, Mitbegründer der Roadfans GmbH vor. Das Startup entwickelte die Idee der 24/7 Wohnmobilvermietung, als sie selbst mit Freunden einen Roadtrip planten und sich das Mieten eines Campers als ein schwieriges Unterfangen darstellte. Lieber Jan Philipp, wir freuen uns auf Eure ausführliche Gründungsgeschichte beim nächsten Meetup am Donnerstag, dem 19.09.2019 um 18:30 Uhr im Gelenkbus der NEW, Gladbacher Straße 731, 41748 Viersen.

Beschreibe Dich in drei Hashtags.

#coffee #facts #execution

Was ist deine Vision?

Create millions of unforgettable days

Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Mein Mitgründer wollte ein Wohnmobil mieten

Wie war dein Werdegang, wo kommst Du her?

Geboren in Kempen, also gebürtiger Niederrheiner, 27, seit 2018 wohnhaft hier in MG. BWL-Studium in Münster und Köln, im Studium Konzern- und Beratungserfahrung gesammelt. Dann Promotion in Supply Chain Management begonnen bis Roadfans dazwischenkam.

Wie wird dein Angebot angenommen? Wie waren die Reaktionen auf deine Idee?

Zweigeteilt. Die Endkunden finden es klasse, unsere anfänglichen Kooperationspartner, die Wohnmobilhändler, dagegen nicht. Also machen wir es jetzt ohne die und mit eigenen Fahrzeugen.

Was waren dein größter Misserfolg oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Das Gründungsvorhaben ist über knapp 6 Monate gewachsen. In diesen 6 Monaten haben wir uns viel mit den Bereichen beschäftigt, aus denen wir kamen (kurz: Logistik/OR und Marketing). Im Nachhinein denke ich, dass man sich als Gründer in der Anfangsphase sehr leicht auf seine Lieblingsthemen konzentriert, die nicht unbedingt mit den wirklich wichtigsten übereinstimmen müssen.

Was bedeutet es für dich, dein eigener Chef zu sein?

Freiheit, Verantwortung, Freude. Gleichzeitig ist es unglaublich wichtig, sich regelmäßig Feedback von Coaches und anderen Externen einzuholen, um nicht zu sehr im eigenen Saft zu schmoren. Und: Du machst Fehler. Jede Menge. Einige davon hätte ein klassischer Chef über einem vielleicht aufgrund seiner größeren Erfahrung nicht in die Execution durchgelassen.

Was steht als Nächstes für dein Startup an?

Naja bislang haben wir gelernt wie man Wohnmobile aus Kundensicht besser vermietet als der Wettbewerb. Jetzt müssen wir lernen wie man gebrauchte Fahrzeuge verkauft.

Mit wem würdest Du gerne mal ein Bier trinken?

Michael Jordan. Tony Robbins. Bill Gates.

Deine Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

Focus!

Priorisiere dein Budget. Brauche ich z.B. diese Function WIRKLICH SOFORT?

Banker haben oft Recht.

#meetup.MG 09/19: Auf ein Neues

Welche spannenden Startups erwarten Euch bei unserem nächsten nextMG Meetup? Unser neues Format ist auch beim Mobility-Meetup wieder mit am Start. Jeder Pitcher stellt sich kurz vor, in dem er unsere 10 Fragen beantwortet. Heute hat sich Daniel Dietze, Mitbegründer des Familien-Startups movever unseren Fragen gestellt. Movever bringt die Mobilität von Arbeitnehmern und die gesamte Abrechnung von Reisekosten auf ein neues Level und bespielt so eines der Trendthemen der Zukunft. Lieber Daniel, wir freuen uns auf Euren Pitch beim nächsten Meetup am Donnerstag, dem 19.09.2019 um 18:30 Uhr im Gelenkbus der NEW, Gladbacher Straße 731, 41748 Viersen.

Beschreibe Dich in drei Hashtags.

#offen #neugierig #Netzwerker

Was ist deine Vision?

movever soll ein wesentlicher Bestandteil für die Incentivierung von nachhaltiger und intelligenter Arbeitnehmermobilität in Unternehmen werden und eine zentrale Funktion zur Steuerung von Arbeitnehmerincentives einnehmen.

Wie bist Du auf die Idee gekommen?

movever ist ein Familien-Startup. Gemeinsam mit meinem Vater und meinem kleinen Bruder Tim haben wir uns im April 2018 über den Trend ausgetauscht, dass das eigene Fahrzeug immer mehr an Bedeutung verliert. Der Gedanke, innerhalb der Familie ein eigenes Unternehmen zu gründen, reifte schon länger in den Köpfen. Kurzerhand haben wir entschlossen sehr bald zu gründen und sind direkt in die Vorbereitung gestartet.

Wie war dein Werdegang, wo kommst Du her?

Geboren in Neuss und mittlerweile stark verwurzelt in Mönchengladbach habe ich nach meinem Abitur eine Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert, worauf ein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen folgte. Bis Ende Q1 2019 habe ich als Projektmanager im Bereich Business Development Mobility für die Santander Consumer Bank AG gearbeitet. Dort war Trendscouting ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit, wodurch ich den Mobility-Markt tiefer kennenlernen konnte.

Wie wird dein Angebot angenommen? Wie waren die Reaktionen auf deine Idee?

Wir haben noch vor dem eigentlichen Markteintritt eine Fuhrparkmesse in Düsseldorf besucht und dort unseren Prototypen vorgestellt. Vom Start weg haben wir bis heute fast nur positives Feedback bekommen und sind guter Dinge, den laufenden Feinschliff erfolgreich umzusetzen. Wir belegen ein Trendthema und sind definitiv zur richtigen Zeit gestartet.

Was waren dein größter Misserfolg oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Einen richtigen Misserfolg gab es bei uns bislang nicht, wenngleich das Glas bei uns sowieso eher halb voll ist. Es ist wichtig die Aufgaben direkt zu Beginn gut zu priorisieren, um die sehr geringen personellen Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.

Was bedeutet es für dich, dein eigener Chef zu sein?

Der Arbeitsplatz ist dort wo der Laptop ist und Raum und Zeit verschieben sich. Jeden Morgen aufzustehen und die eigene Zukunft maßgeblich zu beeinflussen, ist ein tolles Gefühl. Anders als im Konzern passiert Nichts, wenn man selbst nicht aktiv wird. Neben dem vollen Backlog ist es wichtig Teilerfolge zu feiern und die Motivation auf das Unternehmensziel hoch zu halten.

Was steht als Nächstes für dein Startup an?

Derzeit bereiten wir uns für einen Finanzierung vor. Zudem wird die Vertriebsmaschine auf die nächste Stufe gestellt, um möglichst viel für 2020 in Gang zu bringen.

Mit wem würdest Du gerne mal ein Bier trinken?

Mit dem Geschäftsführer von der movever GmbH in 2029. Die Person könnten mir dann erzählen, wie es mit movever nach 2019 hoffentlich erfolgreich weiterging

Deine Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

Tipp 1: Schreibe ganz zu Beginn Deinen Businessplan! Das schärft das eigene Verständnis von Deinem Produkt.

Tipp 2: Gehe so früh wie möglich mit Deiner Idee raus und sammle Feedback ein. Sei es von potentiellen Kunden oder von Freunden und Familienmitgliedern.

Tipp 3: Zögere nicht, mache es einfach. Eine Gründung lässt sich oftmals gut neben dem derzeitigen Hauptjob vorbereiten und durchführen.

#meetupMG macht mobil: Meetup Spezial zur Europäischen Mobilitätswoche

Liebe Freunde, Unterstützer und Mitglieder von nextMG,

wir sind zurück. Unsere Sommerpause ist zu Ende und wir starten in einen veranstaltungsreichen Jahresendspurt mit unserem #meetupMG!

Für das nächste Meetup am 19.09.2019 haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Als Location stellt uns unser Mitglied NEW Energie einen Gelenkbus am Sportheim „Am Wegweiser“, Gladbacher Straße 731, 41748 Viersen zur Verfügung. Hintergrund ist die Europäische Mobilitätswoche, die diesmal den Rahmen für unser Meetup bildet. Mehrere Gründer und Unternehmen stellen euch ab 18:30 Uhr innovative, zukunftsgerichtete Mobilitätsansätze vor.

#meetup.MG 07/19: Künstliche Intelligenz trifft auf kölsche Geschenkgutscheine

Was hat ein Elefant mit künstlicher Intelligenz zu tun? Dazu später mehr. Eine ungewöhnliche Kombination jedenfalls erwartete die Teilnehmer des Juli-Meetups von nextMG, bevor die Reihe sich bis zum 19. September in die Sommerpause verabschiedete. Zunächst stellte sich Masasana vor, das KI-Start-up von Jonas Becher. Der Mönchengladbacher hat 2018 gegründet und arbeitet als Software-Consultant für maschinelles Lernen und Data-Science. Jonas Becher hat erkannt, welche enormen Potenziale in der Branche liegen. Die Umsätze von KI-Geschäftsanwendungen haben in den letzten Jahren einen riesigen Schub gemacht und die prognostizierten Umsätze für die kommenden Jahre sind weiter stark wachsend. Mit der hauseigenen künstlichen Intelligenz MAI erarbeitet Masasana Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Datensicherheit und Datenschutz werden dabei großgeschrieben. Auf der Roadmap der nächsten Schritte des ambitionierten Startups steht deshalb auch die ISO 27001-Zertifizierung.

Als zweites Start-up des Abends stellte sich Qdega mit der Marke „Schenk Lokal Köln“ den rund 40 Teilnehmern vor. „Lokal statt online“ ist das Motto des geschäftsübergreifenden Geschenkgutscheins aus der Domstadt. Der Fokus wird dabei auf den inhabergeführten stationären Einzelhandel gelegt, welcher unter anderem durch die Konkurrenz des Onlinehandels und großer Shoppingzentren immer weiter aus den Städten verschwindet. Ziel des Start-ups ist es, die Kundenbindung sowie das Ausgabeverhalten zu stärken. Zusätzlich sollen die Verweildauer erhöht und Zugangsbarrieren wie z.B. zu hohe Parkgebühren reduziert werden. Hierzu hat das Start-up den Schenk-Lokal- Geschenkgutschein inklusive eigener Software und einem Abrechnungssystem entwickelt. Bisher gibt es in Köln ca. 200 Akzeptanzstellen. Ein großer Vorteil für die Einzelhändler sei, so Co-Geschäftsführer Thomas Hoffmann, dass keine Vorabkosten entstehen. Erst wenn ein Gutschein eingelöst wird, werden 5 % des Umsatzes als Provision fällig. Außerdem legt das Start-up Wert darauf zu betonen, dass die Gutscheine keinesfalls als Rabatt gelten, sondern der Beschenkte einen Gegenwert in Höhe des Gutscheinwertes von z.B. 10 € erhält.

Auf beide Pitches reagierten die Teilnehmer im WESTEND.MG interessiert und mit etlichen Rückfragen, welche zu einer angeregten Diskussion führten. Auch im Anschluss tauschten sich die Teilnehmer noch lange mit den Pitchern aus und nutzen die Zeit für intensives Netzwerken.

Und was hat es nun mit dem Elefanten und der künstlichen Intelligenz auf sich? Masasana, ein Elefant aus dem Krueger-Nationalpark in Südafrika, war der Namensgeber für Jonas Bechers Startup. Masasana ist nämlich Tsonga und heißt übersetzt „One can always make a plan“ (sinngemäß: Man kann sich immer etwas einfallen lassen).

Wir wünschen allen eine erholsame Sommerpause und freuen uns auf unser nächstes Meetup am 19. September im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, über das wir rechtzeitig informieren werden. Infos zu den Meetups gibt es immer unter www.meetup.com/de-DE/meetupMG/ sowie unter www.facebook.com/nextMG.eV/events.

#meetup.MG 07/19: Auf ein Neues

Welche spannenden Startups erwarten Euch bei unserem nächsten next.mg Meetup? Um die Frage zu klären, haben wir ein neues Format für Euch. Jeder Pitcher stellt sich kurz vor, in dem er unsere 10 Fragen beantwortet. Den Anfang macht heute Jonas Becher von Masasana , einem Mönchengladbacher Software-Consultant für maschinelles Lernen und Data Science. Er entwickelt persönliche KI-gestützte Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen.

Jonas, wir freuen uns auf Dich beim Juli Meetup am 11.07 um 18:30 Uhr im WESTEND.MG.

Beschreibe Dich in drei Hashtags.

#Balanced #MachineLearningExpert #NatureHigh

Was ist deine Vision?

Ich lasse mich von meinen Träumen leiten und versuche, im Leben nur das zu machen, worauf ich auch wirklich Bock habe. Was natürlich nicht heißt, nicht auch mal in den sauren Apfel zu beißen. Denn das gehört definitiv dazu! Es ist vielleicht etwas altbacken, aber am Ende seines Lebens auf dies zurück zu schauen und sagen zu können „F**k war das geil“.

Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Während meiner Ausbildungen und meines Studiums habe ich mich immer wieder mit der Entwicklung verschiedener Anwendungen beschäftigt und habe daher erste Erfahrungen in der Programmierung sammeln können. Viele Gespräche mit meinem jetzigen Head of Development, Tobias Freund, haben mir die Möglichkeiten und Risiken von künstlicher Intelligenz nähergebracht. Um so mehr ich mich mit der Thematik beschäftigt habe, um so mehr wurde ich von einem unsichtbaren Band gefangen. Die Welt um mich herum bestand nur noch aus Prozessen, die geradezu danach schrien durch KI optimiert zu werden.

Wie war dein Werdegang, wo kommst Du her?

Ich bin gebürtiger Gladbacher und stolz drauf. Meine Heimatstadt hatte immer sowohl beruflich als auch privat einiges zu bieten und so bin ich nie dazu gekommen, sie zu verlassen. Für die Informatik entschied ich mich, nachdem ich meine Mittlere Reife nach der zehnten Klasse erhalten habe. Ein normales Abitur war mir zu langweilig und so entschloss ich mich, eine duale Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten inkl. Fachabitur zu absolvieren. Direkt im Anschluss habe ich eine Berufsausbildung zum Fachinformatiker begonnen und erfolgreich beendet. Die kommenden Jahre habe ich als Projektmanager bei einem lokalen Payment Service Provider, CommDoo GmbH, gearbeitet, bevor ich beschloss ein Studium zum Wirtschaftsinformatiker nachzuholen. Die Möglichkeiten an der Hochschule Niederrhein und viele Gespräche mit Professoren, wie z.B. Herrn Prof. Brell und Herrn Prof. Freund, haben mich neu beflügelt und so beschloss, ich mein eigenes Unternehmen zu gründen.

Wie wird dein Angebot angenommen? Wie waren die Reaktionen auf deine Idee?

Viele, denen ich von meiner Idee berichtete, haben zunächst gar nicht verstanden, was ich genau vorhabe. Ich bin sicher, aus meiner Familie könnte es heute noch keiner genau sagen. Der Beratungsbedarf im Bereich der maßgeschneiderten KI Lösungen ist aktuell jedoch so groß, dass ich schon mit dem Gedanken spiele, weitere Angestellte mit ins Team zu holen. Das freut mich und zeigt mir, dass ich mich auf einem richtigen Weg bin.

Was waren dein größter Misserfolg oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Tatsächlich muss ich gestehen, bisher keine wirklichen Misserfolge erlebt zu haben. Sicher liegt das aber auch an meiner generellen Lebenseinstellung. Herausforderungen begegne ich gerne und liebe es, schwierige Situationen zu meistern. Ich habe jedoch feststellen müssen, dass eine langfristige Planung von deutlich größerer Bedeutung ist, als ich zunächst annahm. Bis ein Kunde einen Auftrag freigibt oder ein neuer Prozess integriert ist, kann doch schon der ein oder andere Monate verstreichen.

Was bedeutet es für dich, dein eigener Chef zu sein?

Morgens die Freiheit zu haben, etwas länger zu Hause zu bleiben und etwas Klavier üben zu können, auch wenn das bedeutet, bis spät nachts im Büro zu sitzen.

Was steht als Nächstes für dein Startup an?

Uns ist der Schutz von Kundendaten enorm wichtig. Um dies auch gewährleisten zu können, arbeiten wir aktuell an einer ISO 27001 Zertifizierung. Ziel ist, eine eigene Cloud auf den Markt zu bringen, auf der Kunden auf ihre ganz individuell zugeschnittene KI zugreifen können.

Mit wem würdest Du gerne mal ein Bier trinken?

Wenn Zeit keine Rolle spielen würde, würde es mich begeistern an einer Diskussion mit Tanizaki Jun’ichirō und Stanisław Lem teilnehmen zu können. Bei lebenden Charakteren würde ich mich für Bob Dylan entscheiden.

Deine Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

Lasst euch nicht sagen, was Ihr nicht könnt. Lasst euch stärken in dem, was Ihr könnt.
Seid immer offen für neues und das nicht nur in Bezug auf eure Geschäftsidee.
Fangt gar nicht erst an, wenn es euch darum geht, viel Geld zu verdienen. Solche „Geschäftsleute“ haben wir schon im Überfluss.

1000 Euro pro Gründer und Monat

Kürzlich wurde landesweit bereits das 500. Gründerstipendium NRW vergeben. Am Niederrhein ist das Instrument derzeit noch relativ unbekannt. Doch das Interesse wächst, und das zurecht – denn es stellt eine durchaus attraktive Möglichkeit der Förderung für Gründerinnen und Gründer dar. Elke Hohmann (IHK Mittlerer Niederrhein) und Jan Schnettler (Wirtschaftsförderung Mönchengladbach) erklären, worum es geht, was beachtet werden muss und welche Vorteile das Stipendium bietet.

Frau Hohmann, wie läuft die Bewerbung fürs Gründerstipendium ab?

Elke Hohmann: Das ist ein ganz einfacher und unkomplizierter Prozess. Entweder direkt bei uns, dem Gründernetzwerk Niederrhein, oder bei unseren Partnern anrufen, dann informieren wir über das Gründerstipendium NRW und senden den Antrag bzw. das auszufüllende Ideenpapier zu. Oder ganz einfach das Ideenpapier unter www.gruenderstipendium.nrw herunterladen und uns zusenden.

Wie läuft eine typische Jurysitzung ab?

Jan Schnettler: Nachdem man ein Ideenpapier eingereicht hat, wird man zu einer Jurysitzung eingeladen, wo man sein Vorhaben in einem kurzen Pitch vorstellt. Für die Sitzungen gibt es keinen festen Turnus – sie werden aber auf jeden Fall zeitnah einberufen, sobald eine gewisse Anzahl an Bewerbungen vorliegt und auch damit die Bewerber nicht zu lange warten müssen. Die Jury, die aus Vertretern der Gründerregion Niederrhein besteht, prüft anhand mehrerer Kriterien unmittelbar und auch anhand von Rückfragen, ob ein Vorhaben für förderungsfähig erachtet wird. Für die tatsächliche Bewilligung der Anträge zeichnet am Ende dann übrigens der Projektträger Jülich verantwortlich.

Welche Voraussetzungen muss meine Geschäftsidee erfüllen, damit sie für eine Förderungsempfehlung durch die Jury infrage kommt?

Elke Hohmann: Ein wichtiges Kriterium ist der innovative und zukunftsweisende Charakter einer Idee. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen handelt. Ob eine IT-Lösung für Verwaltung, ein neues Sortiersystem für die Warenlogistik, verbesserte Schutzkleidung für die Industrie oder auch ein Café mit sozialen Förderelementen – jede gute Gründungsidee ist willkommen. Wer bereits erste Ideen entwickelt hat, kurz vor der Gründung steht oder sogar einen Schritt weiter ist und innerhalb der vergangenen zwölf Monate ein Startup ins Leben gerufen hat, kann sich um das Gründerstipendium bewerben. Angesprochen sind einzelne Gründer und Teams bis zu drei Personen.

Wie viele Bewerbungen gab es bisher?

Jan Schnettler: In der ersten Jahreshälfte 2019 haben bereits zwei Jurysitzungen stattgefunden, einmal mit sechs und einmal mit zwei Bewerbern, weitere werden sicherlich zeitnah folgen. Mehrere Bewerbungen alleine aus Mönchengladbach sind in der Pipeline, das weiß ich alleine aus unserem örtlichen Gründernetzwerk nextMG. Langsam scheint sich herumgesprochen zu haben, dass es das Gründerstipendium gibt und dass es eine tolle Unterstützungsmöglichkeit für Gründer darstellt!

Warum ist das Gründerstipendium denn ein so gutes Instrument für Gründer?

Elke Hohmann: Das Gründerstipendium NRW bietet jungen Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, ihre innovative Geschäftsidee auf den Weg zu bringen und in die Gründerszene ihrer Region einzusteigen. Das Stipendium mit monatlich 1.000 Euro über ein ganzes Jahr bietet Gründerinnen und Gründer vor und zu Beginn ihrer Existenzgründung den Freiraum, sich voll und ganz auf die Vorbereitung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren. Aber das Stipendium ist weit mehr als nur eine finanzielle Unterstützung. Die Stipendiaten sind bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee nicht auf sich gestellt, sondern werden in die Gründernetzwerke der Region eingebunden und von erfahrenen Coaches aus der Region ein Jahr lang intensiv begleitet.

Eine Bewerbung für das Gründerstipendium NRW ist bei allen unter www.gruenderstipendium.nrw verzeichneten Netzwerken möglich. Ansprechpartner bei der IHK Mittlerer Niederrhein ist Bert Mangels, Tel. 02151 635-335, E-Mail: mangels@krefeld.ihk.de. Weitere Informationen unter: www.gruenderregion-niederrhein.de und www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/19011.

Bildtext: Die Jury des Gründerstipendiums der Gründerregion Niederrhein hat sich nun zum ersten Mal getroffen (v.l.): Elke Hohmann (IHK Mittlerer Niederrhein), Bert Mangels (IHK Mittlerer Niederrhein), Tobias Vogel (Handwerkskammer Düsseldorf), Petra Rice (Wirtschaftsförderung Krefeld) und Jan Schnettler (Wirtschaftsförderung Mönchengladbach).

Fotohinweis: IHK Mittlerer Niederrhein

nextMG fördert Imagefilm der Szene

nextMG hat in Kooperation mit der Stadtsparkasse Mönchengladbach einen Imagefilm für die Mönchengladbacher Startup-Community produzieren lassen. Dieser wurde im Rahmen der Eröffnung des WESTEND.MG erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Werk der beiden Gladbacher Filmemacher Cagdas Yüksel und Nils Bongartz ist hier zu sehen:

WESTEND.MG offiziell eröffnet

Mit einem interessanten Mix an ersten Nutzern und Mietern ist am gestrigen Mittwoch, 8. Mai, das WESTEND.MG im SMS Businesspark offiziell an den Start gegangen. „Unabhängig von vielen guten Einzel- Initiativen fehlte bislang ein zentraler Ort für Gründer, Innovation und digitale Transformation in Mönchengladbach“, sagt Mark Nierwetberg, Vorsitzender des Digitalisierungs- und Gründervereins nextMG, der das Projekt angestoßen und konzipiert hatte. „Diesen Kristallisationspunkt für das Gesamt-Ökosystem schaffen wir nun mit dem WESTEND.MG – endlich.“ Federführend sind dabei neben nextMG die Wirtschaftsförderung (WFMG) mit der Entwicklungsgesellschaft EWMG, die SMS Group als Bereitsteller der Flächen sowie die Stadtsparkasse als Hauptsponsor. Unterstützung gibt es außerdem im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt. Als weitere Sponsoren sind ferner bis dato imat-uve sowie Bienen & Partner mit an Bord.

„Wir versprechen uns vom WESTEND.MG, dass das räumliche, aber auch inhaltliche Miteinander von Startups, Mittelständlern, Kreativen und Bildungseinrichtungen sehr großes Potenzial für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts birgt“, sagt WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus. Ganz ähnlich sieht es Hartmut Wnuck, Vorstand der Stadtsparkasse: „Unsere Stadt braucht eine kreative, innovative Gründerszene, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts nachhaltig zu steigern.“ Andre Rahmen, Geschäftsführer der SMS Businesspark City GmbH, schlägt in dieselbe Kerbe: „Im Businesspark sitzen bereits rund 40 Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen, darunter auch mehrere Bildungseinrichtungen. Vielfältige Synergien mit den Nutzern des WESTEND sind denkbar und ausdrücklich gewünscht.“

Mit der jungen Eventmanagement-Firma hundert24 GmbH (Megamarsch) und dem Kunstprojekt Änderungen aller Art / Designbüro Königshaus hatten die ersten Mieter bereits 2018 ihre Bleibe in dem nun sukzessive wachsenden Containerdorf in einer traditionsreichen ehemaligen Schlafhorst-Halle gefunden. „Mit dem WESTEND.MG gelingt es uns, ein Stück Mönchengladbacher Industriegeschichte mit der Zukunft zu verbinden“, sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Im angrenzenden Businesspark, also ebenfalls als Teil der entstehenden Community, sind weitere Startups wie J.Clay, Hausheld und Beyondcode aktiv, die auf ein eher klassisches Büroumfeld setzen. Im Zuge der Eröffnung kommt nun weitere Bewegung in den WESTEND-Mix.

Die Sponsoren-Container von Stadtsparkasse sowie WFMG/EWMG werden in Kürze ersten ausgewählten Startups mietkostenfrei, aber für begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt, der Auswahlprozess ist angelaufen. „Es ist schön zu sehen, dass jetzt eine Dynamik entsteht und die ersten interessierten Gründer bereits aktiv auf uns zukommen“, sagt Jan Schnettler, bei der WFMG der für das WESTEND.MG zuständige Projektmanager. Das Design- und Engineering-Unternehmen imat-uve hingegen wird seinen Container einem festen Nutzerkreis zur Verfügung stellen: dem CodeClubMG des Gymnasiums am Geroweiher. Dieser fördert Schüler und Schülerinnen darin, Fähigkeiten im Programmieren und in der Webentwicklung aufzubauen. „Wir bieten den Fachkräften von morgen ein attraktives Arbeitsumfeld und schaffen Bindungen, um die Kompetenz auch in der Stadt zu halten“, erläutert Dr. Hans Peter Schlegelmilch, Geschäftsführer der imat-uve group, sein Engagement im WESTEND.MG.

Die Marketing- und Eventagentur 2increase hat sich in Form eines Wohnmobil-Büros angesiedelt. Als weitere neue Mieter werden in Kürze außerdem die Steuerberatungskanzlei Karnatz & Berger, die vor Ort ein Digitalisierungsprojekt vorantreiben wird, sowie eine Ausgründung der Aachener P3-Group, die vom WESTEND.MG aus eine digitale Lösung für die Gastronomieszene namens „La Kart“ pilotmäßig in Mönchengladbach implementiert, in eigene Containerbüros einziehen. Auch räumlich hat sich das WESTEND.MG weiterentwickelt, ist aber noch lange nicht bei der vollen Ausbaustufe angelangt. Eine größere Veranstaltungsfläche ist bereits entstanden, in naher Zukunft soll ein „Makerspace“ hinzukommen, in dem moderne industrielle Produktionsverfahren für Einzelstücke ausgetestet werden können. Der „Demo Day“ für virtuelle und erweiterte Realität, der rund um die Eröffnung im WESTEND.MG stattfand und -findet, könnte bereits einen ersten Fingerzeig bezüglich der konkreten Ausrichtung geben – muss aber nicht. In Form eines ehemaligen Linienbusses gibt es einen ungewöhnlichen Raum für kleinere Workshops, mittelfristig könnte ein größerer Coworking-Container hinzukommen.

Doch eine Community besteht natürlich aus mehr als nur Infrastruktur. Daher wird das WESTEND.MG ab sofort auch mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm bespielt. „Von niederschwelligen, spielerischen Formaten über Meetups und Bühnenveranstaltungen bis hin zu Workshops und Sprechstunden reicht das Angebot“, sagt Community-Manager Stefan Sturm. Hierbei bringen sich beispielsweise auch die IHK Mittlerer Niederrhein und die Innovationspartner Niederrhein ein. Bis zu den Ferien geplant sind des Weiteren unter anderem eine Veranstaltung mit Startups aus den Bereichen Fashion Tech und Smart Textiles (23. Mai), die an die textile Tradition Mönchengladbachs anknüpft und nicht zuletzt den Mittelstand ansprechen soll, sowie ein „Table Tennis Talk“, ein lockeres Matchmaking-Tischtennisturnier für Gründer und Unternehmer (5. Juli). Auch der „Zukunftszirkel MG“, in dem sich Entscheider zu digitaler Transformation austauschen, trifft sich im WESTEND.MG (18. Juni). Hier ist das Veranstaltungsprogramm nachzulesen.

Um das WESTEND.MG und damit auch das Veranstaltungsprogramm weiter auf- und ausbauen zu können, sind die Projektpartner auf weitere Sponsoren angewiesen. Interessenten für Sponsoring, aber auch für reine Mietnutzung oder anderweitiges Einbringen, können sich ebenfalls unter www.westend.mg über die jeweiligen Ansprechpartner und Möglichkeiten informieren. Und auch unter www.facebook.com/WESTEND.MG gibt es regelmäßige Updates.

So berichtet CityVision über die Eröffnung.

Mönchengladbachs Zukunftsschwalbe: Ein gutes Zeichen, aber noch kein Sommer!

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, sagt man. Und ein Ort für Innovationstransfer und Gründerkultur macht noch keinen Strukturwandel. Am 8. Mai wir in der Stadt feierlich das WESTEND.MG eröffnet: Ein Ort, der das Miteinander von Startups, Mittelständlern, Kreativen und Bildungseinrichtungen fördern soll. Das ist für den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach existenziell wichtig.

In der sich immer stärker digitalisierenden Wirtschaft, die immer kürzere Produktzyklen ermöglicht und erwartet, ist Innovation ein Treibstoff geworden – wesentlich wichtiger als er es bisher schon war.

Aber kreative Lösungen und innovative Ideen entstehen nur unter bestimmten Bedingungen. Innovationen entstehen nicht dienstags, um 15:30 Uhr in Raum B4.32. Innovationen entstehen durch das Zusammenfinden von Menschen mit Ideen. Innovationen entstehen aus dem Transfer von einer Idee in eine anwendbare Umsetzung, die dann unternehmerisch genutzt werden kann: Dieser Prozess nennt sich Innovationstransfer. Dieser Prozess braucht Plattformen. Das WESTEND.MG könnte so eine Plattform sein, vielleicht auch in einem weiteren Schritt das leerstehende Polizeipräsidium – mit seiner Nähe zur Hochschule Niederrhein ein idealer Ort.

Die Eröffnung des WESTEND.MG sollte somit Anfang einer Entwicklung sein. Jetzt braucht es mehr und konzentrierte Arbeit am Wandel, denn Mönchengladbach braucht den nächsten Strukturwandel: Der Fokus und die Ausrichtung muss weg von den großen Gewerbegebiets-fressenden und im Durchschnitt schlechter entlohnenden Logistik-Anbietern hin zu einer kleinteiligeren, innovativen Wirtschaftsstruktur.

Eine konsequentere Ausrichtung auf die Zukunft ist notwendig.

Neben dem WESTEND.MG und einem Ökosystem für Unternehmensgründungen und Innovationstransfer braucht es mehr digitale Bildungsangebote am Standort. Die Zukunft der Wirtschaft wird digital. Ein Standort ohne ausreichendes Talent in diesem Bereich (IT, Programmierung) ist wie ein Gewerbegebiet ohne Autobahnanschluss. Und es braucht eine stärkere Vernetzung aller Akteure und den Fokus auf ein Ziel: Strukturwandel.

Wenn sich die Stadt Mönchengladbach als Wirtschaftsstandort weiter entwickeln und damit auch eine Rolle in der digitalisierten Wirtschaft der Zukunft spielen will, dann braucht die Stadt eine konzertierte Aktion aller Akteure (Standverwaltung, städtische Gesellschaften, Hochschule, Bildungseinrichtungen, Verbände und Unternehmen) in drei Dimensionen: 

  • Ökosystem für Gründungen aufbauen (Rahmenbedingungen schaffen)
  • Talent am Standort aufbauen & halten (Ressource Talent ausbauen)
  • InnovationsnetzwerkMG aufbauen (Austausch fördern)

In der Konsequenz des Handels liegt der Schlüssel, denn nur die Standorte, die diese Themen nachhaltig, konsequent und unter Weglassen von abweichendem Handeln ihren Weg in die digitalisierte Wirtschaft gehen, werden am Ende des (Struktur)Wandels die erhofften und gewünschten Ergebnisse erhalten. Wer hier nur „ein bisschen“ wagt, wird am Ende gar keinen Erfolg haben. Für zaghaftes Handeln ist der Wettkampf der Standorte schon zu weit fortgeschritten.

Das WESTEND.MG ist dabei nur einer der Bausteine. Eine Schwalbe, kein Sommer.

Blog-Gesamtkonzept-Ökosystem-MG

Eröffnung des WESTEND.MG mit VR, AR und Startups

Am Mittwoch, 8. Mai, 18 Uhr, wird das WESTEND.MG eröffnet – der bislang im Gladbacher Startup-Ökosystem noch fehlende zentrale Ort, an dem Gründer, Kreative, Forschung, Mittelstand und (Aus-)Bildungseinrichtungen aufeinandertreffen. Darüber hatten wir im März-Newsletter bereits berichtet. Die WFMG, die Stadt Mönchengladbach über die Stadtentwicklungsstrategie mg+, die SMS Businesspark City GmbH, die Stadtsparkasse und der Digitalisierungs- und Gründerverein nextMG bringen das Projekt im SMS Businesspark an der Blumenberger Straße gemeinsam an den Start, in der Zwischenzeit gibt es bereits den einen oder anderen zusätzlichen Nutzer und Mieter.

Rund um die Eröffnung werden nun auch mehrere Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Virtual- sowie Augmented-Reality präsentiert. Außerdem erhalten Gladbacher Startups die Möglichkeit, sich und ihre Leistungen zu präsentieren. Die Möglichkeit zur Anmeldung für die Eröffnungs-Veranstaltung finden Sie hier: www.eventbrite.de/e/from-virtual-to-reality-eroffnung-des-westendmg-tickets-57407551532

Ansprechpartner bei der WFMG, auch für interessierte Sponsoren oder Nutzer:

Jan Schnettler, schnettler@wfmg.de, 02161 82379-885.

Hier gibt es die Broschüre.