Warum die Stadt Orte für Innovationsprozesse braucht: Dem Neuen eine Plattform bieten

Innovationen entstehen nicht dienstags, um 15:30 Uhr in Raum B4.32. Innovationen entstehen durch das Zusammenfinden von Menschen mit Ideen. Durch das Vernetzen von Menschen mit Wissen und Ideen. Innovation ist kein linear planbarer Prozess, der dem Planungsprozess des Managements folgt. Es ist ein eher chaotischer Prozess, der unterschiedliche Leute zusammenbringt und dem Zufall eine produktive Plattform bietet.

Von Nobelpreisträgern lernen: Orte für Austausch schaffen!

Ein Beispiel: Zwei der Nobelpreisträger 2017 für Medizin, Jeffrey C. Hall und Michael Rosbach, haben zueinander gefunden und ihr Wissen miteinander weiter entwickeln können, weil sie sich regelmäßig nach dem Basketball spielen über ihre Forschung austauschen konnten. Oder wie William Fischer, Professor für Innovationsmanagement an der IMD Business School in Lausanne in einem Vortrag auf einer Konferenz mal gesagt hat: „Stellen sie sich Innovation eher als einen sozialen Prozess vor – es ist eine Art Lifestyle in ihrem Unternehmen. Es geht dabei mehr um die Gespräche und den Austausch als den Prozess.“ Treffender kann man es nicht formulieren. Diese Art des Lifestyles bedingt ein, wie mein Sohn sagen würde, „mit einander rumhängen“. Nur so können Menschen im Austausch miteinander Querverweise und neue Wege entdecken. Diesen Prozess gilt es in Gang zu setzen.

Gerade für Innovationen im Bereich der digitalen Welt ist dieser Prozess von entscheidender Bedeutung! Warum? Weil die Digitalisierung technische Möglichkeiten und Plattformen schafft, die an sich keinen Mehrwert haben. Erst die Kombination mit Anwendungsfällen schafft neue Lösungen. Die Techniker und Nerds verstehen die Möglichkeiten der Digitalisierung, aber erst die Fachleute aus bestimmten Bereichen der Unternehmen wissen, welche Probleme im operativen Geschäft wirklich damit gelöst werden können. Diese Gruppen gilt es in einer Art und Atmosphäre zusammenzubringen, die Ideen und Wissen fließen lässt: Ein Raum für Vorträge, Austausch, Kennenlernen, für gemeinsames Experimentieren und Rumhängen!

Wer Orte schafft, der schafft Möglichkeiten!

Mönchengladbach hat zu wenige Orte dieser Art! Wir denken immer noch zu sehr in klassischer Industriepolitik: Gewerbegebiete am Stadtrand wie der Nordpark sind wichtig für die weitere Entwicklung der Stadt, aber wir brauchen eine Art „Wespennest der Innovation“. Orte an denen Ideen durch Nähe fließen können und so zu Innovationen werden. Wir haben im Herzen Mönchengladbachs ein unbestelltes Feld für diese Entwicklung: Wir haben mit der Hochschule Niederrhein und der kommenden Textilakademie NRW einen Rohdiamanten, den wir in Form bringen sollten! Rund um diese Institutionen sollten Räume für den Innovationstransfer entstehen. Der Raum ist da: Das Polizeipräsidium wird in absehbarer Zeit frei, weitere Immobilien in der Nähe bieten sich an. Mit WESTEND.MG entsteht ein erster Ort dieser Art in der Stadt, einen Steinwurf entfernt – die NEW Blauschmiede kann sich vielleicht auch dahin entwickeln. Es würde ein echtes Innovationscluster in Mönchengladbach entstehen!

Für den Standort Mönchengladbach 2018/2019 sollte die Schaffung eines Innovationsclusters das wichtigste Ziel sein. Dabei geht es um weit mehr als nur Räume: Wir brauchen einen intensiveren Austausch von Unternehmen, Start-Ups, Forscherinnen und Forschern und Studierenden in einer offenen und kreativen Umgebung. Die Digitalisierung von Bereichen wie Textil (Smart Textile), Ernährung (Ökotrophologie), sozialen Diensten (Smart Health) und Sicherheit (Clavis – Kompetenzzentrum Datensicherheit an der HSNR), in denen die Hochschule Niederrhein stark ist, entwickelt sich rasant. Wenn wir eine Vorreiterrolle in diesen Bereichen einnehmen wollen, dann brauchen wir Räume und Konzepte für den Innovationstransfer. Das ist keine Spielerei, es ist die Grundlage für Innovationstransfer, den wir für die Entwicklung der lokalen Wirtschaft dringend brauchen.

 

Happy Birthday nextMG – ein Jahr Zukunft gestalten: Die erste Mitgliederversammlung des Vereins

Am Dienstag hat die erste Mitgliederversammlung des Vereins nextMG e.V. in den Räumen der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach stattgefunden. Neben den Formalia, wie der Entlastung des Vorstands und einer ordnungsgemäßen Kassenprüfung, standen dabei vor allem der Bericht des Vorstands über das erste Jahr im Mittelpunkt und die Diskussion über den weiteren Weg für 2018 im Mittelpunkt (über geplanten Aktivitäten 2018 werden wir an dieser Stelle bzw. im Newsletter berichten). Zum ersten Jahr des Vereins zog Mark Nierwetberg, Vorsitzender des Vorstands, das Fazit: „Das Glas ist erst halbvoll. Wir haben im Bereich Gründer viel erreicht, aber wir müssen bei IT-Aus- und Weiterbildung und digitaler Transformation nachlegen“. Zudem betonte Nierwetberg, dass der Verein von Ehrenamtlern geführt wird auch wenn er von den Institutionen in der Stadt tatkräftig unterstützt wird: „Mein Dank gilt den ehrenamtlich Engagierten, meinen Vorstandskollegen und den Beisitzern und auch allen, die von institutioneller oder unternehmerischer Seite mitgewirkt haben – wir alle können das nur machen, weil wir Zeit und Engagement investieren und die extra Meile gehen. Dafür vielen Dank!“

Das erste Jahr des Vereins aus Sicht des Vorstands (siehe dazu auch die Präsentation unten):

nextMG hat durch seine Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsinstitutionen in den ersten zwölf Monaten Mönchengladbach auf die Landkarte der Gründerszene gebracht und die kleine Gründer- und Start-up-Szene der Stadt aktiviert und vernetzt. Wir haben zum ersten Mal eine Art Dynamik bei dem Thema: Interessenten kontaktieren den Verein bzw. die WFMG, weil sie in der Stadt eine Chance sehen, ihre Ideen zu verwirklichen. Es mangelt aber noch an Infrastruktur, um all diese „Leads“ auch erfolgreich zu verwerten (Orte, Angebote, etc.). Zudem muss die Hochschule stärker aktiviert werden: Das Potential der Studierenden wird bei dem Thema Gründer noch nicht ausreichend genutzt.

Bei dem Thema IT-Bildung hat der Verein einen guten Nukleus mit dem Pilot-Projekt am Gymnasium am Geroweiher (codeclubMG) geschaffen. Es gilt jetzt, weitere Schulen in das Konzept zu integrieren bzw. das Konzept auf andere Schulen zu übertragen. Die MGconnect Stiftung kann in der zukünftigen Entwicklung eine wichtige Rolle spielen, wenn wir die Zielsetzung von nextMG und die Aktivitäten der Stiftung besser aufeinander abstimmen (erste Gespräche sind erfolgt). Der Bereich ist für die Zukunftsfähigkeit des Standorts von entscheidender Bedeutung. nextMG wird 2018 in diesem Bereich einen Schwerpunkt setzen. Aus Sicht des Vereins ist eine koordinierte Offensive im Sinne eines IT-Bildungsprogramms für Mönchengladbach – auch angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten – notwendig. Dabei sollten Verwaltung, Einrichtungen wie die VHS, die Agentur für Arbeit und Unternehmen zusammen eine Offensive starten.

Bei Thema digitale Transformation zeigt sich, dass die Stadt und ihre Gesellschaften Interesse haben, aber die Expertise des Vereins zu wenig nutzen bzw. die Veränderung nicht wirklich von Konzept in die Tat umgesetzt wird. Bei der Digitalisierung der Stadt und der städtischen Gesellschaften lässt die Stadt aus Sicht des Vereins Potential liegen. Weiter Gespräche und Projekte werden von Verein aufgesetzt. Zudem kann hier auch durch die DWNRW-Fördergelder im Rahmen der „Experimentierräume“ ein Impuls in 2018 gesetzt werden. Die Stadt Mönchengladbach kann aus Sicht des Vereins gerade im Sinne des Konzepts „wachsende Stadt mg+“ durch mehr Aktivitäten beim Thema Digitalisierung an Profil gewinnen. Bei den Unternehmen zeigt sich großes Interesse, das in 2018 in konkreten Projekten münden muss.

 

 

#meetupMG 01/18: Wo die Reise 2018 hingehen soll

#meetupMG 2018 01 - Impressionen

61 Würstchen – auch wer sonst keinerlei Input aus dem ersten #meetupMG des Jahres mitgenommen haben sollte, diese stolze Zahl hat sich einfach jeder gemerkt. Sie war auch Stunden, nachdem der Verein nextMG seine Jahresbilanz für 2017 anhand etlicher knackiger Zahlen wie dieser präsentiert hatte, noch immer in aller Munde. 61 Würstchen nämlich wurden bei den #meetups im vergangenen Jahr vertilgt. Nun, streng genommen nur bei einem einzigen, beim Grill-Event im Sommer nämlich, aber Statistik ist eben Statistik! In der tauchten übrigens auch noch einige härtere Zahlen auf, wie etwa die 371 Facebook-Mitglieder und die 41 gewonnenen Vereinsmitglieder, die sich nextMG 2017 auf die Fahne schreiben konnte … und natürlich noch die 27 bei den diversen #meetups geleerten Bierkästen.

Gestern Abend beim #meetupMG

Rund 40 Teilnehmer waren der Einladung ins Coworking CO21 gefolgt, und selten war das Spektrum derart breit gefächert: vom gründungswilligen Studenten-Azubi-Duo in der absoluten Frühphase bis zum interessierten Rentner reichte die Bandbreite. Sie alle hatten diesmal die Möglichkeit sich einzubringen und nutzten diese auch rege: Der Verein nextMG wollte von den Teilnehmern nämlich in drei Themengebieten – Start-up-Förderung, Transformation und die offene Frage „Was darf es noch sein?“ – in einem World-Café-Format wissen, wo die Reise 2018 ihrer Meinung nach hingehen sollte.

Keine Überraschung: Im Bereich Start-up-Förderung waren die Wünsche und Vorschläge dabei am konkretesten, betrifft dies die Szene doch am unmittelbarsten. Eine kompakte Übersicht aller örtlichen Start-ups etwa wurde angeregt, auf die Unternehmen zugreifen können, die in eine Matchmaking-Plattform münden könnte. „Entrepeneurs in Residence“, ein Modell, bei dem Gründungswillige in Start-ups hospitieren oder temporär angestellt werden, war eine weitere Idee aus der Runde. Formate zu Förderungsmöglichkeiten, örtliche Fördertöpfe für Pitches und ein Portal, das sowohl Erfolgsgeschichten der Start-up-Branche als auch spektakuläre Geschichten vom Scheitern erzählt, wurden vorgeschlagen. Ein weiteres Thema: analog zum Coworking-Gedanken Lösungen zu finden, damit mehrere Start-ups gemeinsam auf Infrastrukturen wie Lager- und Verkaufsflächen zugreifen können. Aber auch ganz konkrete und durchaus praktikable Ideen für die Weiterentwicklung der #meetups kamen zur Sprache: Warum nicht Namensschilder einführen, auf denen jeder in aller Kürze beschreibt, wofür er Experte ist, um sofort zu wissen, wem man da gerade gegenübersteht? Eine Anregung, die der Verein nextMG und die Wirtschaftsförderung gerne mitnehmen. Erfreulich außerdem: Viele der Anregungen, die aus der Runde kamen, sind bei nextMG und WFMG bereits auf der Agenda und sollen zeitnah umgesetzt werden.

Eine Auswertung

Im Anschluss an die bereits sehr kommunikative Diskussionsrunde war aber noch lange nicht Schluss. Danach wurde noch eifrig genetzwerkt, wenn auch diesmal ohne Würstchen. Aber es wäre doch gelacht, wenn die Zahl von 61 dieses Jahr nicht locker getoppt werden würde. Gelegenheit dazu wird es reichlich geben: Das meetupMG findet immer am ersten Dienstag des Monats statt. Dafür einfach auf facebook die Gruppe Startup Mönchengladbach oder die nextMG-Facebook-Seite checken.

 

Warum Mönchengladbach mit seinen Unternehmen das Thema Gründerkultur im digitalen Zeitalter angehen muss!

Der Management-Guru Peter Drucker hat mal gesagt, dass es nur zwei Hauptaufgaben eines Unternehmens gibt: Marketing und Innovation! Nur diese beiden Tätigkeiten des Unternehmens produzieren, was entscheidend im Markt ist: Produkte, die sich differenzieren und zu Umsatz führen. Jedes Unternehmen muss im Markt mit einem Produkt bestehen, das die Kaufentscheidung rechtfertigt. Eine Unterscheidbarkeit nur über den Preis – billiger als alle anderen – ist am Ende keine nachhaltige Marktposition. Jede nachhaltige Differenzierung basiert damit auf Innovation. Die Art wie Innovationen entstehen hat sich in den vergangenen 100 Jahren aber rapide verändert. Grund dafür ist unter anderem die Digitalisierung und der technische Fortschritt.

Steve Blank, US-amerikanischer Unternehmer, Dozent und Autor argumentiert in seinem Blog, dass Innovationen in der Vergangenheit durch einzelne Erfinder vorangetrieben wurden, die auf Basis ihrer Ideen große Unternehmen gründen konnten oder Produktionsprozesse, die extrem kostenintensiv waren, revolutionierten: Beispielsweise Henry Fords Erfindung des Fließbands oder Alexander Graham Bells Entwicklung des Telefons. Danach wurde das Thema Innovation in Unternehmen institutionalisiert: Es entstanden die großen Forschungsabteilugen – in Englisch Research & Development (R&D) genannt. Große Spieler wie IBM und Bell organisierten legendäre Forschungsinstitute, die abgeschottet an der nächsten großen Revolution arbeiteten. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Entwicklung von Innovationen mehr und mehr aus den Unternehmen ausgelagert worden.

Es begann mit dem Investment von Unternehmen in den Bereich Venture Capital (Risiko-Kapital). Seit den 80er Jahren und in den 90er beteiligten sich große Unternehmen auf einmal an kleinen Unternehmen oder kauften diese gleich ganz. Warum kam es dazu?

Innovation ist entscheidend, nicht Produktion!

Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind die Digitalisierung und die Globalisierung von Produktionsmöglichkeiten und die damit verbundenen Kostenreduzierungen und Demokratisierung von Produktionsprozessen. Ein Beispiel: Ein Smartphone zu bauen ist heute eine Tätigkeit, die sich standardisiert an einen Produzenten in Asien auslagern lässt – Apple baut sein iPhone bei einem Hersteller Namens FoxConn. Als Auftragshersteller produziert das Unternehmen unter anderem für Hewlett-Packard, Dell, Nintendo, Microsoft und Sony. Der Konzern produziert im Auftrag die Spielekonsolen Nintendo DS, Wii, Xbox 360 und PlayStation. Der Bauplan und die technische Spezifikation inklusive der Software ist die eigentliche Leistung, die Montage ist mittlerweile eine Dienstleistung die bei Anbieter wie Foxconn global eingekauft werden kann. Unternehmen wie Apple haben das lange erkannt.

Da der Innovationsprozess immer stärker von Produktions- und Investitionsmitteln unabhängig geworden ist, können Forscher, Erfinder und kreative Unternehmer Innovationen in die Märkte bringen, ohne das Risiko einer investitionsintensiven Produktionsinfrastruktur zu tragen – man spricht von der Demokratisierung des Innovationsprozesses.

Damit rückt die Produktion der Hardware in den Hintergrund: Innovationen Ideen werden jetzt überall auf der Welt geboren und irgendwo produziert. Die Unternehmen haben reagiert und entsprechende Andockstationen an ihre Prozesse entwickelt: Das Managementkonzept nennt sich Open Innovation. Kurz gesagt: Warum auf 3, 35 oder 350 eigene Forscher setzen, um Innovationen zu kreieren, wenn es auf der Welt x-Tausende Experten zu dem Thema gibt. Unternehmen weltweit haben diesen Trend erkannt – Corporate Inkubatoren schießen wie Pilze aus dem Boden und etablierte Unternehmen beteiligen sich an Start-ups. Auch in Mönchengladbach: Im Dezember erwarb Scheidt & Bachmann Mehrheitsanteile an dem Start-up evopark.

Wenn wir diese Entwicklung auch für lokale Unternehmen stärker nutzbar machen wollen, dann brauchen wir ein Gründerklima am Standort Mönchengladbach. Dafür setzt sich der Verein nextMG mit seinen Mitgliedern ein. Unternehmen brauchen zum Wachstum in Zukunft mehr als preiswert erschlossene Gewerbegebiete, das ist Hardware, notwendig, aber nicht ausreichend. Gerade mittelständische Unternehmen am Standort brauchen eine Infrastruktur, um am Trend der Open Innovation zu partizipieren. Nicht jedes mittelständische Unternehmen kann in diesen Bereich investieren, daher ist die gemeinsame Entwicklung von Gründerzentren und Start-up Kultur jetzt notwendig.

 

Warum Gladbachs Unternehmer ihre eigenen Betriebe mit digitalen Möglichkeiten zerlegen sollten!

In den vergangenen Wochen wurde durch verschiedene Veranstaltungen in Mönchengladbach das Thema Digitalisierung stärker auf die Agenda gebracht. Der Konzern Klöckner gab Einblicke, was Digitalisierung für ein traditionelles Unternehmen bedeutet und wie es damit umgeht, trivago-Gründer Rolf Schrömgens berichtete bei der Gründerwoche, wie er sein Unternehmen in der digitalen Welt aufgebaut hat und in der vergangenen Woche, erklärte der Journalist und Buchautor Christoph Keese, wie die Digitalisierung, die er im Silicion Valley erkundet hat, die Wirtschaft durch disruptive Innovationen verändern wird.

Die Quintessenz all dieser Veranstaltungen lässt sich vielleicht auf zwei Nenner bringen:

1.) Digitale Transformation ist nicht bloße digitale Optimierung. Die Unternehmen müssen verstehen, dass das Thema Digitalisierung viel tiefgreifender ist als nur Prozessveränderung – es geht auch um neue Geschäftsmodelle und neue Unternehmenskulturen.

2.) Die Digitalisierung ist wie ein Geist, der aus der Flasche entwichen ist – es gibt keinen Weg zurück. Wir werden diese Entwicklungen nicht aufhalten können, auch wenn die Orte wie Silicon Valley weit weg sind und technologische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz und Blockchain noch unwirklich scheinen, sie werden unsere Wirtschaft, unser Leben und unsere Stadt verändern. Ob wir wollen oder nicht.

Was bedeutet das alles für den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach – werden sich viele gefragt haben?

Das Ende der Sachbearbeitung – die Arbeitswelt der Zukunft verstehen

Ein Beispiel: Im Sommer hat der Versicherungskonzern AXA eine Versicherungspolice auf der Grundlage der Technologie Blockchain in den Markt gebracht. Es wäre jetzt hier zu ausführlich, die Blockchain zu erklären, aber im Kern: Ich kann einen Vertrag abschließen, der durch das System dokumentiert wird und der bei der Erfüllung der Bedingungen des Vertrags vollautomatisch bearbeitet wird. Das System gilt durch den dezentralen Aufbau als nicht manipulierbar. Zurück zur AXA. Der Versicherungskonzern bietet seit dem Sommer eine Reiseversicherung an, die automatisch bei Flugverspätungen den Antrag für die Kunden bei der Fluggesellschaft bzw. beim Konzern auf Entschädigung stellt. Alle Daten liegen vor – die Verspätung etc. wird automatisch erfasst, die Vertragsbedingungen sind im System hinterlegt, die Zahlung an den Versicherungsnehmer erfolgt automatisch. In dem ganzen Prozess gibt es also keinen menschlichen Sachbearbeiter mehr. Niemanden mehr, der den Vertrag prüfen muss, das macht die Technologie der Blockchain – man nennt das den „smart Contract“. Wie viele Menschen in Mönchengladbach arbeiten heute bei Versicherungen, Banken oder Dienstleistern als Schabearbeiterinnen und Sachbearbeiter? Wie viele werden in Zukunft in diesem Bereich noch Arbeit finden, wenn sich diese Technologie am Markt durchsetzt?  Welche Arbeitswelt werden wir in zehn Jahren vorfinden? Wie werden Unternehmen aus Mönchengladbach mit dieser Technologie umgehen und wie werden sie in Zukunft noch Produkte an den Markt bringen können, wenn sie diese Technologie nicht beherrschen?

Digitalisierung angehen – sich die neue Welt als Möglichkeit vorstellen

Die Digitalisierung wird nicht nur Geschäftsmodelle verändern, sie wird auch die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verändern! Wir müssen in Mönchengladbach auf IT-Kompetenz setzen. Wir brauchen an ALLEN weiterführenden Schulen IT- und Informatik-Ausbildung. Aber auch die Unternehmerinnen und Unternehmer, egal ob kleiner, mittlerer oder großer Betriebe, müssen das Thema Digitalisierung angehen – der Geist wird nicht wieder in der Flasche verschwinden. Bei einem Gespräch über das Thema, habe ich vor wenigen Wochen gesagt: „Nehmen sie sich eine Flasche Wein und surfen sie einen Abend im Internet, schauen sie sich die Entwicklungen an, die Technologien, die Möglichkeiten und dann stellen sie sich vor, in ihrer Branche kommt morgen ein Unternehmen, das alle diese Möglichkeiten nutzt. Wo sind sie angreifbar, wo würden sie Kunden verlieren. Zerlegen sie ihr eigenes Unternehmen.“ Das ist kein Witz, das ist der Anfang. Die beiden Bücher von Christoph Kesse „Silicon Valley“ und „Silicon Germany“ sind ein guter Start – dann aber ohne Wein. nextMG wird zusammen mit seinen Mitgliedern in 2018 weitere Veranstaltungen zu dem Thema anbieten.

Dein Feedback zur Gründerwoche 2017

Gestern vor einer Woche ist die Gründerwoche 2017 #startupMG gestartet und schon ist leider wieder alles vorbei. Um so wichtiger jetzt eure frischen Eindrücke, Ideen, aber auch Kritik zu erfassen und es nächstes Mal noch besser zu machen!

Wir würden uns freuen, wenn ihr auf der Feedback Seite uns drei Fragen zur Gründerwoche beantwortet oder uns auch einfach eine E-Mail mit eurer Meinung zusendet.

 

Gründerwoche #startupMG: Facebook Workshop für Startups mit wertvollen Tipps nicht nur für Gründer

Im Rahmen der Gründerwoche 2017 in Mönchengladbach #startupMG fand am Mittwoch im Spiegelsaal des SMS Businesspark ein Facebook-Workshop statt. Ute Schmeiser, Inhaberin und Marketingstrategieberaterin, lud Gründerinnen und Gründer, aber auch alle, die Facebook besser verstehen und nutzen wollten, ein, mehr zu erfahren. Mehr als 20 Teilnehmer fanden sich ein und füllten den ehrwürdigen Spiegelsaal. Die große Nachfrage zeigt den Informationsbedarf nicht nur bei Gründerinnen und Gründern.

In einem kurzweiligen und praxisnahen Vortrag vermittelte die erfahrene Referentin viele  Informationen, die für Unternehmen wichtig sind, insbesondere bevor sie auf Facebook mit einer Unternehmensseite loslegen. Die Referentin legte Wert auf eine strategische Ausrichtung, die auf konkreten Zielen basiert. Ziele, Strategie, Ressourcen und Content waren Schlagwörter. Sie wies darauf hin, dass Facebook kein heiliger Gral ist, der alles schon richtet, sondern ein Teil einer crossmedialen Marketingstrategie sein muss. Sie betonte, dass sich der Trend zum bewegten Bild weiter verstärkt. Videos sollten ein fester Teil der Beiträge auf Facebook sein.  Für schnelle Einblicke in das Unternehmen genügt das Smartphone. Ist es ein professioneller Film, sollten Untertitel nicht vergessen werden. Rund 90% der Videos werden lt. Facebook ohne Ton gehört.

Im Verlauf des Vortrages stand Ute Schmeiser den Zuhörern Rede und Antwort rund um Content & Co. Es gab viele Anmerkungen aus eigener Erfahrung, die lebhaft nach Veranstaltung ausgetauscht wurden.  Als Fazit zog sie, dass Facebook hervorragend für Gründer funktioniert, insbesondere in Form eines Storytelling bereits vor der Gründung. Die Nutzer möchten die Menschen hinter dem Unternehmen sehen und verfolgen mit dem berühmten Blick hinter die Kulissen, wie sich Gründer entwickeln. Sie feiern Erfolge mit ihnen, verfolgen Rückschläge, aber ermuntern und geben Feedback. Sie werden so zu einer ersten, stabilen Fanbase. Auf diese können die noch jungen Unternehmer aufbauen und sich ausprobieren. Mit auf den Weg gab Ute Schmeiser am Ende des Vortrages, zu starten, auszuprobieren, persönlich zu werden und Spaß an dieser Plattform zu haben.

Nach etwa 90 Minuten und einer kurzen Pause erzählten die beiden Gründer des Mönchengladbacher Startups CAKERELLA, Jan-Niclas Müller und Delia Großmann von ihren Erfahrungen mit Facebook. Sie starten mit ihren Motivtorten in Form von Do-it-yourself Backboxen Anfang 2018, setzen aber bereits seit einigen Monaten Facebook ein. Sie posten regelmäßig und platzieren auch gezielt Facebook Anzeigen. Besonders erfolgreich war das Gewinnspiel, genauso wie emotionale Sprüche, die gern geliked und geteilt werden. Weil es viele Fragen gab, wurde das Format ein wenig überzogen. Die Zuhörer waren ausgesprochen  interessiert und engagiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben dem Workshop ein positives Feedback und waren rundum zufrieden mit Inhalt, Referenten und Location.

Vielen Dank den Referenten Ute Schmeiser (Schmeiser Marketing), Jan-Niclas Müller und Delia Großmann (CAKERELLA)

 

Gründercoaching start-upMG: Wie macht man aus einer Idee ein Geschäftsmodell – und wie geht es dann weiter?

Als Teil der Gründerwoche start-upMG fand am Dienstag zum erstmal das Gründercoaching kompakt statt, das nextMG zusammen mit der Hochschule Niederrhein, steuerwerk consulting GmbH und der NEW Blauschmiede organisiert hatte. Ziel dieser Veranstaltung war es, dass Gründerinnen und Gründer an einem Tag einen Überblick über die wichtigsten Aspekte zum Thema Gründung bekommen können.

Auftakt war die Frage, wie macht man aus einer Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell? „Für Gründerinnen und Gründer ist es entscheidend, dass sie sich nicht nur mit Leidenschaft ihre Idee verfolgen, sondern sich auch Gedanken machen, wie die Idee am Ende wirtschaftlich umsetzbar ist“, erklärte der Referent Mark Nierwetberg, Vorstand von nextMG e.V. Anhand des Business Model Canvas führte er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Bausteine zum Aufbau eines Geschäftsmodells. Einer seiner wichtigsten Punkte: „Geschäftsideen werden nicht am Schreibtisch, in der Kneipe oder im Freundeskreis zu Geschäftsmodellen, sondern durch Kundenkontakt! Geht raus, probiert eure Idee aus und testet sie mit echten Kunden – nicht mit Freunden“.

Coach und Gründerin des Female Innovation Hub, Zerrin Börcek, zeigte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf, was es heißt ein gutes Team zu haben und zu sein. Geduld und Vertrauen sind Grundpfeiler einer guten Zusammenarbeit und schließlich eminent wichtig für das erfolgreiche Gelingen und Umsetzen der eigenen Geschäftsidee.

Stefan Sibum von der Stadtsparkasse Mönchengladbach erklärte, welche Voraussetzungen ein Start-up aus Sicht von Banken für eine erfolgreiche Finanzierung erfüllen muss. Dazu gehört in erster Linie ein guter Businessplan, sowie die Persönlichkeit der Gründer. Wichtig ist der erste Eindruck, sowie das Wissen und Verstehen des eigenen Businessplans. Gründerinnen und Gründer müssen auch verstehen, dass, ihr Geschäftsplan auch dem Gegenüber, der nicht so tief in der Materie ist, verständlich sein muss.

Für neue Unternehmen immer ein Thema: Wie erreiche ich meine Kunden – gerade im Zeitalter der digitalen Medien? Patrick Faaßen von der Mönchengladbacher Social-Media Agentur Rubivision führte ins Thema Online-Marketing ein. Dabei ging er gezielt auf die Fragestellungen des Publikums ein und führte sie durch seine zehn Thesen zum Thema Online-Marketing. Faaßen betonte die Wichtigkeit von Marketing, insbesondere die Planung, Struktur und Abstimmung der Einzelmaßnahmen auf die Unternehmensziele. „Die Online-Welt muss auf die reale Welt angepasst werden. Versprecht Nichts was ihr im realen Leben nicht halten könnt und nehmt das Thema nicht auf die leichte Schulter“, mahnte der Coach. Zeitgleich zeigte er wirksame Werkzeuge für den richtigen Start auf.

Über rechtliche Rahmenbedingungen informierte Dr. Christian Hof von Gilliand & Collegen. Dabei referierte er über die möglichen Gesellschaftsformen und führte juristische Vor- und Nachteile auf. Die Theorie belegte er anhand anonymisierter Fälle aus der Praxis und beantwortete allgemeine Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Denkt bei der Gründung bereits an das Ende des Unternehmens, zum Zeitpunkt der Gründung versteht ihr euch gut, trotzdem muss Streitpotenzial geregelt werden“.

Und über Fallstricke aus steuerlicher Sicht klärten Karsten Sievers und Christian Weiss vom steuerwerk auf. Dabei führten die beiden die Gründerinnen und Gründer durch die Grundzüge des Steuerrechts und gingen gezielt auf die bedeutsamen Steuerarten für Gründer ein. „Das Steuerrecht ist komplex, wir wollen aber, dass ihr die Grundlagen versteht und wisst, wann ihr uns oder einen Kollegen einschaltet solltet“, war die Kernaussage des Vortrags. „Innerhalb von 60 Minuten können wir euch nicht das gesamte Steuerrecht vermittelt, als Gründer und Unternehmer solltet ihr aber mögliche Risiken kennen“. Im Anschluss des Vortrags wurden allgemeine steuer- und betriebswirtschaftliche Fragen erörtert. Christian Weiss zeigte zudem die Möglichkeiten von Fördermittel und Gründerzuschüssen auf.

nextMG bedankt sich bei allen Referentinnen und Referenten, die ehrenamtlich und kostenlos ihre Expertise zur Verfügung gestellt haben.

 

Auftakt Gründerwoche in MG – trivago-Gründer Schrömgens: Gründer müssen offen sein und dazu lernen!

Guter Auftakt der Gründerwoche in Mönchengladbach: Rund 200 Interessierte kamen am Montagabend im Theater im Gründungshaus (TIG) in Eicken zusammen, um zu hören, was Rolf Schrömgens, Gründer und heutiger CEO von trivago, zu den Themen Gründerkultur und Digitalisierung zu sagen hatte. Bevor Schrömgens, der aus Mönchengladbach kommt und sein Unternehmen in Düsseldorf in einer Garage gegründet hat, die Bühne im TIG betrat, machte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners noch ein Geständnis: Der OB hatte Mitte der 80er Jahre als Journalist auch mal überlegt, sich selbständig zu machen. „Damals fehlte mir der Mut!“ Für Reiners war die Entscheidung nicht zu gründen aber letztendlich die richtige Entscheidung: „Immerhin bin ich jetzt OB“. Aber er sieht heute bessere Rahmenbedingungen für Gründer in der Stadt: „Heute würde ich jedem sagen: traut euch!“

Es braucht Mut und Offenheit eine Idee weiterzuentwickeln

Schrömgens schloss sich da an. Er berichtete, dass er seine Idee für das Unternehmen hatte als es ihm eigentlich „gar nicht so gut ging“: „Ich hatte kein Geld, hatte gerade bei meinen Eltern aufgehört zu arbeiten, da kam mir die Idee“. Da brauchte es Mut und vor allem Offenheit, die Idee auch zu verändern. „Meine erste Idee war nicht wirklich gut, aber wir haben losgelegt und die Idee immer weiterentwickelt, so sind wir dann in einem evolutionären Prozess zu dem gekommen, was wir heute sind“. Aus Schrömgens Erfahrung ist es eh selten, dass man mit der Idee, die man am Anfang hatte auch erfolgreich wird. „Man muss als Gründer offen sein und muss sein Ego zurücknehmen und die Idee an den Markt anpassen“. Intuition beim Entwickeln von Geschäftsmodellen sei „eh nur was für Genies“, Schrömgens rät dazu eher auf Daten und Analyse zu setzen: „Gucken was funktioniert und immer dazu lernen“, ist sein Rat an Gründerinnen und Gründer. Zudem sei Fokussierung wichtig für den Geschäftserfolg.

Digitalisierung: bei den Menschen und der Unternehmenskultur anfangen

Bei Thema Digitalisierung hat Schrömgens einen klaren Appell an alle Unternehmer: die Digitalisierung wird disruptive Entwicklungen bringen. Aber Schrömgens warnt davor einfach loszulegen: „Digitalisierung bedeutet Veränderung – vor allem für die Menschen im Unternehmen und die Unternehmenskultur. Man muss mit den Menschen anfangen und dann die Geschäftsprozesse nachziehen“, so seine Einschätzung.

Warum hat der Mönchengladbacher Schrömgens sein Unternehmen nicht in Mönchengladbach geründet? „Ich wohnte damals in Düsseldorf und ein Freund hatte eine Garage, in der wir angefangen haben. Damals gab es in Mönchengladbach keine schnell an- und abmietbare Co-Working-Büros, dann wären wir vielleicht nach Mönchengladbach gekommen“, berichtete Schrömgens. Das hat sich auch dank der Arbeit von nextMG geändert: Mit WESTEND.MG entwickelt sich gerade in der Stadt ein Projekt, das viel Raum für solche Bedarfe schaffen wird. Zudem haben sich bereits Projekte wie CO21 und NEOSTARTER in der Stadt etabliert.

Mehr zum Programm der Gründerwoche in Mönchengladbach start-upMG hier.

 

Gründung – eine Frage der Mentalität: Scheitern – ja und!

Ich habe bereits von der Reise nach Israel hier im Blog berichtet: Anfang September bin ich als Vorstandsmitglied von nextMG und als Unternehmer auf die Delegationsreise der IHK Mittlerer Niederrhein nach Israel mitgefahren. Ziel der Reise war es, die Start-Up-Szene in Tel Aviv und Jerusalem näher kennenzulernen. Was mich an Israel und seiner Start-Up-Szene fasziniert hat, ist die Mentalität.

Unternehmer – unabhängig davon ob sie es mit ihrem Unternehmen zum Erfolg bringen oder nicht, können dort einfach mit dem nächsten Unternehmen starten. Es ist normal, auch mal zu scheitern!

Im Gegensatz dazu, haben wir in Deutschland eine Vollkasko-Mentalität entwickelt: am liebsten von der Schule bis zur Rente kein Risiko eingehen. Ein Unternehmen gründen, Ideen verwirklichen? Lieber nicht! Der gerade veröffentlichte Gründerreport der IHK Mittlerer Niederrhein zeigt für Mönchengladbach rückläufige Zahlen bei Unternehmensgründungen. Schlimmer ist noch, dass ich den Eindruck habe, dass jene, die es sich trauen verlacht oder bemitleidet werden, einen Versuch zu starten, mittels innovativer Idee selbstständig zu werden. Wer es dabei nicht auf Anhieb geschafft hat, gilt sowieso als Verlierer!

Wir haben in Tel Aviv mit mehreren Unternehmern zusammengesessen, die ein halbes Dutzend Unternehmungen schon betrieben haben – einige davon mit einem erfolgreichen Exit (erfolgreicher Verkauf). Manche aber auch mit einer Schließung und einem Misserfolg, aber sie machen immer weiter. Dies ist dort normal und kein Makel, anders als bei uns!

Wir sollten uns aufmachen und uns einfach mal wieder mehr die Frage stellen: Was könnte ich heute erfinden, damit es mir und meinen Mitmenschen morgen besser geht, was kann ich als Idee realisieren und damit vielleicht Erfolg haben und Menschen Arbeit geben! Mit diesen kleinen Dingen fängt es an …

Als ich am Ende der Reise von Tel Aviv nach Mönchengladbach wieder im Flugzeug saß, ging mir genau dies durch den Kopf: Wir müssen einfach wieder mehr Menschen dazu bringen, Projekte zu starten und anderen Menschen davon begeistern in diese Gedanken zu investieren. Wir brauchen mehr Gründerkultur in Mönchengladbach! Dazu gehört Mut: Nicht nur Mut der Gründerinnen und Gründer, sondern auch der Institutionen! Wir brauchen Investoren, die Mut haben, wir brauchen Kreditgeber, die Mut haben, wir brauchen mehr Mut in der Hochschule, Gründung zu fördern und wir sollten uns als Unternehmer, Stadtverwaltung und Politik fragen, was wir tun können, damit es mehr Gründermut in der Stadt gibt. Das geht uns alle an: Denn die Arbeitsplätze von morgen, sind in Unternehmen, die heute gegründet werden! Darum haben wir den Verein nextMG gegründet, weil wir das am Standort Mönchengladbach ändern wollen.