PM: Studierende für das Thema Gründen begeistern

3. Mai 2018

Studierende für das Thema Gründen begeistern

Mönchengladbach – Formal gute Businesspläne sind das eine – marktfähige, innovative Geschäftsideen noch eine Ausbaustufe mehr. Diesen Extraschritt gehen sollen in diesem Semester Studierende der Hochschule Niederrhein im fünften Semester des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre bei Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes und Prof. Dr. Georg Oecking. „Wir wollen möglichst viele Studierende dazu bewegen, sich beim ,Get up, start up‘-Tag am 12. Juni mit ihren Ideen zu präsentieren“, sagt Oecking. Beim so genannten „Mönchengladbach-Pitch“ (MG-Pitch) im Z-Gebäude der Hochschule werden dann maximal fünf Gruppen – aus dem Kurs, die Teilnahme ist aber auch offen für interessierte Studierende aus anderen Fachbereichen und Studiengängen sowie Absolventen der Hochschule Niederrhein – ins Rennen gehen.

Möglich wird das durch eine Kooperation mit der Wirtschaftsförderung (WFMG), der Digital- und Gründerinitiative nextMG, der Stadtsparkasse Mönchengladbach als Hauptsponsor, dem entstehenden Gründerzentrum Westend MG im SMS-Businesspark sowie dem örtlichen Start-up Cakerella. Bei einem Auftakt-Workshop im Kurs von Prof. Oecking wurde das Vorhaben den Studierenden jetzt vorgestellt. Insbesondere die beiden Gründer von Cakerella, die einst selbst in diesem Kurs saßen und einen Businessplan schrieben, konnten mit ihrem „Augenzeugenbericht“ den Studierenden wertvolle Impulse mit an die Hand geben.

Die Anreize für die Studierenden, sich an dem Pitch zu beteiligen, sind nicht ohne: So ist das Siegerteam automatisch für das Halbfinale des Rheinland-Pitchs qualifiziert, das im November im Rahmen der Gründerwoche 2018 in Mönchengladbach stattfinden soll, und es erhält bis Ende des Jahres Gratis-Räumlichkeiten im Westend, um sich auf diesen großen Auftritt unter entsprechender Einbindung in ein Start-up-Ökosystem vorzubereiten. Für die besten drei Teams gibt es zudem Geldpreise der Sparkasse, für alle fünf teilnehmenden Teams das Angebot, im weiteren Jahresverlauf durch passgenaues, weiterführendes Coaching weiter an der eigenen Geschäftsidee zu feilen. nextMG, Sparkasse und Cakerella stellen bereits im Vorfeld des MG-Pitches Paten bereit, die den Studierenden aus dem Kurs von Prof. Oecking mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Am 12. Juni wird es vielfältige, niederschwellige Angeboten rund um die Themen Gründung und Selbstständigkeit geben. Höhepunkt wird der Pitch, anschließend wird gemeinsam gegrillt. „Deutschland, Nordrhein-Westfalen, der Niederrhein und Mönchengladbach hinken allesamt hinterher, was Gründer-Spirit angeht“, erläutert Mark Nierwetberg, Vorsitzender von nextMG, die Motivation. „Get up, start up“ wird von der Hochschule gemeinsam mit WFMG und nextMG geplant. Das Angebot soll in den kommenden Jahren verstetigt werden und nicht zuletzt dazu dienen, das Thema Entrepeneurship tiefer als bisher auch in weiteren Studiengängen der Hochschule Niederrhein zu verankern.

Weitere Informationen finden sich unter:

www.nextmg.org/get-up-start-up-2018

Fragen zum Thema:

Mark Nierwetberg, Vorstandsvorsitzender nextMG e.V.
Tel. 0160 / 97858282

Jan Schnettler, Wirtschaftsförderung Mönchengladbach
Tel. 02161 / 82379885

 

PM: nextMG bringt Mentoring-Programm an den Start

19. April 2018

nextMG bringt Mentoring-Programm an den Start

Mönchengladbach – Eine Angebotslücke wird gefüllt, ein weiterer wichtiger Baustein für eine wachsende Start-up-Szene kommt neu hinzu: Die Digital- und Gründerinitiative nextMG legt ab sofort ein Mentoring-Programm auf. „Ziel des Mentorings ist es, Erfahrungswissen weiterzugeben und den Gründerinnen und Gründern eine Art Wegweiser, Unterstützer, Kritiker, aber auch Förderer zu sein“, sagt Vorsitzender Mark Nierwetberg. Mentoring sei keine Unternehmens- oder Strategieberatung – vielmehr erklärten sich die Teilnehmer dazu bereit, einen informellen Know-how-Austausch mit ihrem Schützling einzugehen, der dazu dient, Erfahrungen zu vermitteln und Perspektiven zu bieten.

Mentor werden könne jeder, der ein spezialisiertes Know-how aus seiner langjährigen Berufs- oder Unternehmererfahrung den Gründungsinteressierten zur Verfügung stellen möchte und sich entsprechend bei nextMG bewirbt. Ein ganz wichtiger Punkt ist für Nierwetberg dabei die Tatsache, dass Mentoren während des Mentorings oder unmittelbar danach kein Geschäft mit ihren Schützlingen generieren dürfen: „Es handelt sich um ein ehrenamtliches Angebot ohne persönliches wirtschaftliches Ziel. Mentoren wollen kein Geschäft machen oder anbahnen, Mentoren haben Spaß daran, anderen dabei zu helfen, Fehler zu vermeiden oder aus Fehlern zu lernen.“

Aus der ab sofort entstehenden Mentoren-Übersicht auf www.next.org wird ersichtlich sein, welcher Mentor mit seinen definierten Kernkompetenzen der passende Partner für einen Gründungswilligen wäre. Ist sich der Gründungswillige unsicher, kann er sich ratsuchend an den Verein nextMG wenden. Der Verein entscheidet über die Aufnahme von Mentoren ins Programm und beabsichtigt, einen guten Angebotsmix herbeizuführen. „Das Mentoring-Programm wird ein elementarer Bestandteil des entstehenden Ökosystems für Start-ups in Mönchengladbach werden“, sagt Rafael Lendzion, Leiter des Digitalteams bei der städtischen Wirtschaftsförderung (WFMG). „Wir versprechen uns davon wichtige Impulse für Gründer, aber auch für die Mentoren aus dem Mittelstand.“

Aktuell sucht der Verein insbesondere weibliche Mentoren.

Weitere Informationen zum Mentoring-Programm finden sich unter: https://nextmg.org/aktivitaeten/startups-foerdern/mentoring

Fragen und Interviews zum Thema:

Mark Nierwetberg, Vorstandsvorsitzender nextMG e.V. Tel. 0160 97858282

 

 

#meetupMG 04/18: Düsseldorf? Köln? Gladbach!

Düsseldorf? Köln? Gladbach! Unter diesem Motto stand das vierte #meetupMG des Jahres im SMS Businesspark, mit diesmal über 50 Teilnehmern. Es wurden insgesamt drei Vorträge gehalten zu den Themen Startups, Gründung und neue Ideen. Zunächst fand die traditionelle Vorstellungsrunde statt, in der sich jeder Teilnehmer mit drei #hashtags beschreibt.

Anschließend berichteten Andi und Dirk vom Düsseldorfer #axastartupcenter, wie das mit einem Startup in einem Konzern so funktioniert. Sie unterstützen Startups in allen Entwicklungsphasen mit Kapital, Kooperationsmöglichkeiten oder Versicherungsschutz. Sowohl Dirk und Andi kennen die Startup- als auch die Konzernwelt und stellten Ideen wie den #kitchenpitch vor. Dabei pitchen die Teilnehmer ihre Ideen während des Kochens und Essens in einer Küche. Anschließend kommt der Gewinner in das dreimonatige Accelerator-Programm „Schnellkochtopf“ und hat darüber Zugang zu Experten, Coaches und zum Netzwerk des AXA-Startup-Centers und bekommt einen Arbeitsplatz.

Wer benutzt von euch Siri & Co.? So startete der zweite Vortrag. Sprachassistenten ersparen bereits viel Klickerei und Handarbeit, ob am Handy oder in den eigenen vier Wänden. Michael Eichholz von der Agenturgruppe TeamWFP möchte mit Unterstützung von #WFMG, #NextMG und der städtischen Marketinggesellschaft #MGMG einen Alexa-Skill für Amazon Echo entwickeln, der alle Veranstaltungen in Mönchengladbach nennen soll. „In Köln gibt es das bereits, wir wären nach unserer Kenntnis immerhin noch die zweite Stadt mit einem solchen Angebot“, sagte Eichholz.
Dafür wurden beim #meetup programmierfreudige Mitstreiter gesucht, die Folgendes mitbringen: Erfahrung als Benutzer mit Amazon Alexa und Amazon Echo sowie Programmier-Erfahrung mit Amazon Web Services AWS, der Programmiersprache PHP oder besser noch JavaScript. Ein Interessent fand sich bereits vor Ort, weitere sollen im Nachgang gesucht werden. Allerdings wurde auch deutlich: Es gibt hier und da durchaus noch Vorbehalte gegenüber Sprachassistenten, auch ablehnende Stimmen waren zu hören.

Apropos Köln: Das Team von Artig Marketing, eine junge Digitalagentur, hat sich gegen die Domstadt entschieden, wo das Unternehmen eigentlich gegründet werden sollte – was nun stattdessen in Gladbach geschehen ist. „Wir waren an einem Mittwoch beim Gewerbeamt in Köln – das hatte da leider zu“, stellte Joshua von Söhnen von Artig Marketing lapidar fest und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Das bisher dreiköpfige Team hat das Ziel, Komplettlösungen im Bereich Marketing für Unternehmen, Künstler und Vereine anzubieten. Unter anderem für die Hochschule Niederrhein haben sie bereits gearbeitet – konkret für die Campus-Festivals.
Im Anschluss wurde in den Räumen neben dem Start-up Cakerella noch lange genetzwerkt. Das #meetupMG findet immer am ersten oder zweiten Donnerstag des Monats statt, das nächste Mal am 17. Mai. Dafür einfach auf Facebook die Gruppe Startup Mönchengladbach oder die nextMG-Facebook-Seite checken.

 

nextMG-Arbeitsgruppen nehmen die Arbeit auf

Erstmals im Jahr 2018 haben sich jetzt die nextMG-Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern „Gründung“ und „Transformation“ bei der Wirtschaftsförderung getroffen – und anstatt lange herumzudoktern, wurde sofort mit der Arbeit begonnen. Das Gründer-Team um Stefan Sturm (nextMG) und Jan Schnettler (WFMG) plante konkret das Programm rund um den „Get up start up„-Tag an der Hochschule Niederrhein am 12. Juni. Während das grobe Gerüst mit den wesentlichen Elementen bereits im Vorfeld festgezurrt worden war, waren noch zahlreiche programmatische Details zu klären. Die Gruppe erarbeitete in anderthalb Stunden neben dem Zeitplan des Tages die weiteren Formate, die angeboten werden sollen, sowie mögliche Partner und Personen, die man dafür ins Boot holen kann. Außerdem wurden Hausaufgaben verteilt, die bis zur nächsten Sitzung am 9. Mai von den Teilnehmern gemacht werden sollen. Das nächste reguläre Treffen der Arbeitsgruppe – angedacht ist ein Termin pro Quartal – soll noch deutlich vor den Sommerferien stattfinden. Inhaltlich soll dann bereits die Gründerwoche im November im Fokus stehen. Für diesen Termin werden dann wieder alle Vereinsmitglieder eingeladen.

Die Arbeitsgruppe „Transformation“ um Jan-Lukas Krichel (nextMG) und Michael Bahrke (WFMG), für die es anders als für die „Gründungs“-Gruppe kein Fundament aus dem Vorjahr gab, ging nach einem ersten Kennenlernen ebenfalls bereits in die Vollen. Inhaltlicher Fokus: Um die digitale Transformation des Mittelstandes in Mönchengladbach voranzutreiben, soll es demnächst neben dem #meetup für Gründer und Gründungsinteressierte eine vergleichbare Veranstaltung für den Mittelstand geben. Zur Erarbeitung eines passgenauen Angebots wird in der Runde auf Methoden zurückgegriffen, die stark kundenorientiert sind und sich an agilen Trendsetter im Unternehmensumfeld orientieren. Nach dem ersten Treffen sind die Teilnehmer daher mit der „Hausaufgabe“ nach Hause gegangen, zu evaluieren, welche Inhalte und Formate für mittelständische Unternehmer spannend sind. So wie bei der AG Gründung, gewährt ein echter Mehrwert für die Zielgruppe den Erfolg der kommenden Formate. Das nächste Treffen der AG findet bereits am 26. April um 18 Uhr in den Räumlichkeiten der WFMG in der Neuhofstraße statt. Und auch zu diesem Treffen sind wieder alle Vereinsmitglieder eingeladen.

Die dritte geplante Arbeitsgruppe – mit dem Fokus „IT-Bildung“ – hat sich noch nicht konstituiert. Hierzu wird beizeiten gesondert eingeladen.

 

Welches Zielbild „digitalen Schule“ wollen wir in Mönchengladbach verfolgen? Eine Anregung!

Welches Zielbild „digitalen Schule“ wollen wir in Mönchengladbach verfolgen? Eine Anregung!

Durch die Teilnahme der Stadt Mönchengladbach am NRW-Landesprogramm „Gute Schule 2020“ fließen dringend benötigten Mittel für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in den kommunalen Haushalt. Nachdem dieser Grundstein gelegt ist, sollte die Stadt die digitale Zukunft der Schulen angehen: Wie muss die Infrastruktur der Schulen verbessert werden, damit sie die Schülerinnen und Schüler auf die Digitalisierung vorbereiten kann? Auf Bundes- und Landesebene werden weitere Förderprogramme, insbesondere für die digitale Ausstattung der Schulen, diskutiert (Stichwort „Digitalpakt“ für eine digitale Lernumgebung, Koalitionsvertrag).

Was ist das Zielbild der „digitalen Schule“ in Mönchengladbach?

Damit könnte die Stadt gezielt und vor allem bedarfsgerecht Fördermittel für die Digitalisierung der Schullandschaft in Mönchengladbach beantragen. nextMG hat daher ein Konzeptpapier verfasst, das der Frage nachgeht, wie eine solche lernfördernde IT-Ausstattung in Mönchengladbach aussehen könnte. Mit dem Konzeptpapier will nextMG frühzeitig eine Diskussion in Gang setzen, die dazu beitragen soll, das Zielbild um eine lernfördernde IT-Ausstattung in Mönchengladbachs Schulen zu formulieren. Wir wollen damit zu einer nachhaltigen und sinnvollen Verwendung der Mittel beitragen. Die Konzepte zur Digitalisierung sind zahlreich und unübersichtlich. Wir denken, dass eine Grundlage geschaffen werden muss, die auch mit den lokalen Schulen und Lehrerinnen und Lehrern rechtzeitig diskutiert werden sollte. Wir sehen das Konzept nicht als Gegenentwurf zum „Medienentwicklungsplan“, den die Stadtverwaltung gerade erstellt, sondern als Anregung und Ergänzung.

Digitalisierung der Schulen ist mehr als Bildungspolitik – es geht um die Zukunft des Standorts

„Die Investitionen in eine lernfördernde IT-Ausstattung der Schulen am Standort Mönchengladbach sollte nicht nur unter bildungspolitischen Aspekten betrachten werden. IT-Talent am Standort Mönchengladbach zu fördern, ist auch eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und eine Investition in die Qualität des Wohnstandorts Mönchengladbach, der sich damit im Wettbewerb um Zuzug in die Stadt positiv positionieren kann“, so Mark Nierwetberg, Vorstandvorsitzender von nextMG.

Kernpunkte des Konzeptpapiers

Um eine lernfördernde IT-Ausstattung der Schullandschaft in Mönchengladbach zu gewährleisten, empfiehlt nextMG vor allem einen Schwerpunkt bei der Ausstattung der weiterführenden Schulen zu setzen. Weiterführende Schulen haben ein höheres technisches und infrastrukturelles Anforderungsprofil als Grundschulen, da sie bspw. im Bereich Programmierung tiefer eindringen, mehr Bandbreite brauchen und das Internet auch in anderen Bereichen als nur den IT-bezogenen Fächern einsetzen können. Zudem brauchen gerade die weiterführenden Schulen eine Infrastruktur, um Unterrichtsinhalte aus der Cloud oder in der Cloud oder auch aus dem Internet (aktuelle Medieninhalte bspw.) in den allgemeinen Unterricht zu integrieren. Die Digitalisierung der Grundschulen im pädagogischen Bereich kann durch andere Maßnahmen insbesondere ab der 3. Klasse realisiert werden, da gerade bei den Grundschulen vor allem die spielerische Heranführung an das Thema im Vordergrund steht. nextMG empfiehlt insbesondere die Budgetierung der laufenden Kosten im kommunalen Haushalt sicherzustellen, um die Administration der Netzwerke zu gewährleisten und ausreichend Software zur Nutzung bereitzustellen. Durch eine unzureichende Kalkulation der laufenden Kosten besteht die Gefahr, dass die Investition in die digitale Ausstattung der Schulen eine unzureichend genutzte Investitionsruine werden. „Die Schulen bedürfen eines zentralen WLAN-Managements. Das Schulnetz kann nicht durch Lehrkräfte gewartet werden, sondern muss durch professionelle Dienstleister zur Verfügung gestellt und angepasst werden“, so Mark Nierwetberg.

 

 

Online-Ansicht

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Die Mechanik der Start-up-Szene: Was wir von Leipzig und München lernen können!

Auch wenn das eigene Unternehmen einmal von der so genannten Old Economy und der Börse als „new business“ bezeichnet wurde, liegt dies nun über 20 Jahre zurück und auch wenn mir diese Zeit wie im Flug vorkam, gehört man inzwischen zu den etablierten Häusern in seinem Wirtschaftsbereich.

Aber auch, wenn man viel erlebt hat, die Herausforderung einer neues Start-Up Business anzugehen sind groß und spannend. Da die Prinzipien, die im heutigen StartUp-Sektor zählen, wieder ganz andere sind, ist die Herausforderung nicht nur die Unternehmensidee als solche, sondern auch wie man in einer hochkommunikativen, hochvernetzten Sharing-Gemeinschaft sein Geschäft aufbaut und dieses im besten Fall dann mit der „old community“ wieder vernetzt.

Zudem haben wir uns mit unserem neuen Start-Up einen Bereich ausgesucht, der zwischen FinTech (technik-basierte Innovationen im Finanzsektor) und eCommerce liegt – in dieser Branche tut sich vieles und die großen Banken-Player sind omnipräsent.

Im Accelerator: Die Mechanik der Start-up-Szene

2017 haben wir unsere Heimatstadt Mönchenglabdach verlassen, um an zwei Accelerator-Programmen teilzunehmen. Accelerator sind Programme, die in kurzer Zeit einem Start-Up helfen, ein Geschäftsmodel zu entwickeln. Dies hat uns extrem viel im Hinblick auf die Mechaniken der Start-up-Szene wie auch dem Sharing-Gedanken im Allgemeinen gebracht – auch wenn bei uns „alte“ Hasen an Bord sind.

Im 2. und 3. Quartal wurden wir zum Handelshochschule Leipzig SpinLab Accelerator in Leipzig eingeladen und haben unsere Zelte in dieser wunderbaren und schnell wachsenden Stadt und Region aufgeschlagen. Die aktive Unterstützung der Universität und der Stadt Leipzig waren jederzeit über gute Mentoren, ein enges Netzwerk und eine nahezu rund-um-die-Uhr Betreuung spürbar. Ein gutes halbes Jahr war unser Quartier die alte Baumwollspinnerei in Leipzig, wo wir unser hochinnovatives Unternehmen im alten Industriecharme mit viel Know-how Transfer und Netzwerk weiter reifen lassen konnten.

Es war extrem spannend, dass „unfertige“ Unternehmen in einer alten Industriebrache wachsen zu sehen – wir waren als Gruppe umgeben von einem unglaublich guten Gründer-Spirit, wie wir es bei unserer ersten eigenen Gründung nicht erlebt haben. Die „Klasse 5“ im SpinLab hatte acht weitere Start-Ups aufgenommen und alle hatten andere Geschäftsfelder – alle spannend und alle hatten ähnliche Probleme, Sorgen und Motivationen. Wir haben uns miteinander gefreut, gefiebert und wir haben auch miteinander gelitten – ein großartiger Spirit in der Gruppe!

In vielen Sessions wurden uns hochwertige Trainer und Mentoren zugeführt, die praxisnah und mit relevantem Wissen für den Aufbau eines Start-Ups, Finanzierung, rechtliches oder natürlich Kontakte in die bestehende Wirtschaftsstruktur sorgten. Wir sind eingetaucht in die Stadt Leipzig und konnten vieles als „Insider“ erleben.

Nach der spannenden Zeit in Leipzig wurden wir von MediaMarkt/Saturn zum Retail TechHub nach München eingeladen, der dort von Plug’n Play, dem größten Start-Up-Accelerator-Unternehmen der Welt, geführt wird.

Mentoren und der Austausch untereinander helfen

Es ging in München um die besten Ideen, um dem Retail neue Inspirationen, Piloten und Integrationsmöglichkeiten zu liefern und mit ihm zusammen zu arbeiten. Es ging somit im letzten Quartal 2017 und ersten Quartal 2018 im Gegensatz zu Leipzig um eine sehr konkrete Unterstützung zur Anbindung an einen Konzern.

Dazu wurden uns sehr internationale und erfahren Mentoren und Trainer aus dem weltweilten Plug’n Play Netzwerk angeboten und wir haben die 4,5 Monate in München eine sehr gute Übersicht darüber bekommen, wie man als Start-Up ein Unternehmen aufbauen, den Spirit halten und als Gründer gut bestehen kann – auch mit oder sogar in einem Konzernumfeld.

Auch in München hatten wir in unserem Batch (Klassen wurden hier zu Batches) ein buntes Starterfeld von sechs weiteren Unternehmen – auch hier war wie in Leipzig der Zusammenhalt in der Klasse herausragend. Wir haben uns gegenseitig unterstützt – bis hin zur Weitergabe von Investorenlisten.

Nachdem ich auch noch die Chance hatte, im September 2017 an der IHK/nextMG Start-Up-Reise nach Israel teilnehmen zu können und dort mit vielen interessanten Investoren und Start-Ups der dortigen Szene kennenlernen durfte – ebenso wie weitere wissbegierige Start-Ups aus Deutschland, die ebenfalls in der Delegation waren bin ich nun wieder in Mönchengladbach.

In meiner Heimatstadt will ich als Vorstand von nextMG mitwirken diese ganzen Eindrücke, möglichen Wege und Methoden auch eine Heimat zu geben.

Was kann man davon lernen? Teilen, Austauschen, Treffen …

Was allen diesen Reisezielen in Leipzig, Tel Aviv und München gemeinsam hatten:

  • Eine starke Community – die Start-Up Szene lebt von unglaublich intensivem Austausch.
  • Man versteht innerhalb dieser Community nicht den beruflichen Austausch darin, dass man von 8-20 Uhr in einem Bürogebäude „hockt“ und ggf. an vielen sehr kreativen Meetings teilnimmt – man teilt sein Leben. Vom Frühstück bis zum Club-Besuch – aber eben ungezwungen. Mal ist man dabei, mal nicht – man hat ein permanentes hop-on, hop-off um sich auszutauschen, um sich gegenseitig weiter zu bringen – es ist ungezwungen und gleichzeitig hochgradig inspirierend.
  • Die „Klassenkameraden“ liefern immer eine neue Idee und Inspiration auf die man selbst nicht kommt und auf der anderen Seite liefert man selbst durch eine kleine Bemerkung dem Anderen den möglichen Durchbruch bei seinem Problem.

Aber wie machen wir das in MG Action-Town? Wie übertrage ich den gemeinsamen Nenner?

  • Wir müssen natürlich die Nähe zur Hochschule nutzen, wir sollten StartUps innerhalb der Themen der Hochschule ansiedeln (natürlich sind weitere Ideen immer willkommen). Wir sollten zunächst einen, vielleicht später einen zweiten „Ballungspunkt“ für Start-Ups bilden, wo man im permanenten Austausch ist.
  • Im besten Fall leben die Start-Ups auf Zeit auch direkt in der Umgebung, um auch in diesem permanenten Austausch kontinuierlich zu bleiben.
  • Diese Gründer-Keimzellen – vielleicht in Ergänzung mit einem Accelerator- Programm – müssen wir in MG schaffen.

Es gibt viele Beispiele in Deutschland und in der ganzen Welt, warum nicht auf in Mönchengladbach?

Warum nicht an solchen Orten wie dem WESTEND.MG oder dem (alten) Polizeipräsidium? Ein weiterer wesentlicher Baustein zum Erfolg solcher Projekte ist, dass diese Dinge vor Ort gewollt sind:

Es müssen Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderer, lokaler Mittelstand, Fördervereine, Investoren und Hochschule an einem Strang ziehen – denn bei der Nutzung von Accelerator-Programmen ist für jeden Förderer und seine Ziele etwas dabei!

Für mich habe ich aus dem letzten sehr intensiven Dreivierteljahr mitgenommen:

Wenn jemand eine Reise tut, wird er immer etwas lernen … und dies mit nach Hause mitbringen und weitergeben. Wir sehen uns in Mönchengladbach!

 

#meetupMG 03/18: Vier Wege, um IT-Kompetenz zu stärken

Vom frustrierten Holland-Rückkehrer bis zum Hochschul-Professor, der der nur vermeintlich so technikaffinen Generation iPhone mit Met-Brauen und Meisen-Nistkästen zu Leibe rücken will: So weit reichte das Spektrum beim dritten #meetupMG des Jahres. Unter der großen Überschrift „IT-Bildung“ waren rund 35 Teilnehmer der Einladung des Vereins nextMG in den SMS Businesspark gefolgt. Sie erlebten vier Vorträge über denkbar unterschiedliche Ansätze, wie IT-Kompetenz – das A&O einer digitalen Wissensgesellschaft – verstärkt werden kann.

Zunächst stellte Axel Tillmanns, seit Jahresbeginn neuer Vorstand der MGconnect-Stiftung, die Arbeit dieser 2010 gegründeten Stiftung vor – nachdem er den Frust infolge seines Niederlande-Besuchs erläutert hatte. In Roermond hatte er erlebt, wie unsere Nachbarn das Thema IT-Bildung pushen – „sie sind uns um Lichtjahre voraus“, so Tillmanns‘ Fazit. Als er auf seine eigene Arbeit zu sprechen kam, war es dann aber auch schnell vorbei mit dem Frust, denn MGconnect versteht sich als Brückenbauer zwischen Schulen und heimischer Wirtschaft – und verzeichnet dabei durchaus beachtliche Erfolge. Ziel ist es, Jugendliche ab Klasse 9 frühzeitig fürs Mönchengladbacher Berufsleben zu begeistern. Gearbeitet wird bei MGconnect in drei Säulen: Im Bereich Berufsorientierung werden, im engen Zusammenspiel mit der Agentur für Arbeit, unter anderem Business- und Hochschultage angeboten. Im Bereich zdi-Zentrum reicht das Spektrum vom am Franz-Meyers-Gymnasium eingerichteten Legostudio MG bis hin zum neuen IT-Schülerlabor an der Hochschule Niederrhein. Die eigentliche Stiftung wiederum kann sich, zusammen mit anderen Partnern, beispielsweise die Einrichtung des CodeClubMG am Gymnasium am Geroweiher auf die Fahnen schreiben. 2018 sollen unter anderem zusätzliche Akzente im Bereich Gaming sowie Youtube-Formate hinzukommen.

Im Anschluss wurden zwei unterschiedliche Initiativen vorgestellt, die innovative Herangehensweisen an IT-Bildung vertreten. Patrick Kathöfers Modell heißt „Think-Digi„. Damit möchte er das Umfeld und die Infrastruktur schaffen, damit künftig mehr „digitale Baumhäuser“ gebaut werden – darunter versteht er alles, was sich mit Programmierung und Elektrotechnik herstellen lässt. Denn Kathöfer, der bereits mit neun Jahren sein erstes Computerspiel programmierte, hat konstatiert: Schülern ein iPad in die Hand zu drücken, führt noch lange nicht dazu, dass sie digitale Werkzeuge auch wirklich beherrschen. Konkret bietet Think-Digi Roboterbaukurse für Anfänger an, stellt dabei Hard- und Software, stellt die entsprechenden Trainer – und bildet weitere Multiplikatoren fort. Ab Mitte März werden die Kurse auch in Mönchengladbach angeboten, und zwar im Westend MG. Zunächst für Lehrer, in den Osterferien dann auch für Schüler.

Lucas Mosigs Projekt „IT 4 Kids„, aus dem ein Unternehmen entstehen soll, verfolgt das Ziel, jedem Kind einen Zugang zu Informatik zu verschaffen. Angeboten wird eine Komplettlösung für Schüler der Klassen 3 bis 6. Bisher setzen sich die 15 Studierenden an Aachener Schulen für die Einrichtung von Computerkursen ein, haben bereits 300 Kinder erreicht und mehr als 35 Kurse absolviert. Den Schulen werden dabei Tutoren gestellt – beispielsweise Studenten -, die mit den Schülern dann nicht etwa komplizierte Codes schreiben, sondern mit der grafischen Programmieroberfläche Scratch arbeiten, ganz niederschwellig. Die Materialien sind unter Open-Source-Lizenzen veröffentlicht. www.it-for-kids.org

Zu guter Letzt präsentierte Prof. Dr. Claus Brell, Wirtschaftsinformatiker der Hochschule Niederrhein, warum er so stark auf den Gamification-Ansatz setzt – also auf die Anwendung spiel­typischer Elemente in einem spielfremden Kontext. Technikfeindlichkeit sei gesellschaftsfähig, seine Studenten oft nicht einmal in der Lage, eine Datei auf Laufwerk C abzulegen – geschweige denn zu programmieren. Sein Lösungsansatz: spielerische Formate entwickeln, die bedeutungsvoll und einfach sind sowie nicht im Theoriestadium steckenbleiben, sondern auch umgesetzt werden. So hat er eine Roboter-Challenge für Erstsemester ins Leben gerufen, entwickelt er interaktive Nistkästen, will er beim nächsten Girls‘ Day als „Einstiegsdroge“ den Einplatinencomputer Calliope mini einsetzen und braut mit Studenten besagten Honigwein – mithilfe eines Internetservers, eines Raspberry Pi, eines Terrarienheizkabel und ein wenig Elektronik. Als höchste Ausbaustufe werden mit Fünftsemestern Web-Anwendungen programmiert – etwa ein neuer Internetauftritt für die Leprahilfe Schiefbahn. www.claus-brell.de

Im Anschluss wurde in den Räumen neben dem Start-up Cakerella noch lange genetzwerkt. Das #meetupMG findet immer am ersten Donnerstag des Monats statt, das nächste Mal am 5. April. Dafür einfach auf Facebook die Gruppe Startup Mönchengladbach oder die nextMG-Facebook-Seite checken.

Warum die Stadt Orte für Innovationsprozesse braucht: Dem Neuen eine Plattform bieten

Innovationen entstehen nicht dienstags, um 15:30 Uhr in Raum B4.32. Innovationen entstehen durch das Zusammenfinden von Menschen mit Ideen. Durch das Vernetzen von Menschen mit Wissen und Ideen. Innovation ist kein linear planbarer Prozess, der dem Planungsprozess des Managements folgt. Es ist ein eher chaotischer Prozess, der unterschiedliche Leute zusammenbringt und dem Zufall eine produktive Plattform bietet.

Von Nobelpreisträgern lernen: Orte für Austausch schaffen!

Ein Beispiel: Zwei der Nobelpreisträger 2017 für Medizin, Jeffrey C. Hall und Michael Rosbach, haben zueinander gefunden und ihr Wissen miteinander weiter entwickeln können, weil sie sich regelmäßig nach dem Basketball spielen über ihre Forschung austauschen konnten. Oder wie William Fischer, Professor für Innovationsmanagement an der IMD Business School in Lausanne in einem Vortrag auf einer Konferenz mal gesagt hat: „Stellen sie sich Innovation eher als einen sozialen Prozess vor – es ist eine Art Lifestyle in ihrem Unternehmen. Es geht dabei mehr um die Gespräche und den Austausch als den Prozess.“ Treffender kann man es nicht formulieren. Diese Art des Lifestyles bedingt ein, wie mein Sohn sagen würde, „mit einander rumhängen“. Nur so können Menschen im Austausch miteinander Querverweise und neue Wege entdecken. Diesen Prozess gilt es in Gang zu setzen.

Gerade für Innovationen im Bereich der digitalen Welt ist dieser Prozess von entscheidender Bedeutung! Warum? Weil die Digitalisierung technische Möglichkeiten und Plattformen schafft, die an sich keinen Mehrwert haben. Erst die Kombination mit Anwendungsfällen schafft neue Lösungen. Die Techniker und Nerds verstehen die Möglichkeiten der Digitalisierung, aber erst die Fachleute aus bestimmten Bereichen der Unternehmen wissen, welche Probleme im operativen Geschäft wirklich damit gelöst werden können. Diese Gruppen gilt es in einer Art und Atmosphäre zusammenzubringen, die Ideen und Wissen fließen lässt: Ein Raum für Vorträge, Austausch, Kennenlernen, für gemeinsames Experimentieren und Rumhängen!

Wer Orte schafft, der schafft Möglichkeiten!

Mönchengladbach hat zu wenige Orte dieser Art! Wir denken immer noch zu sehr in klassischer Industriepolitik: Gewerbegebiete am Stadtrand wie der Nordpark sind wichtig für die weitere Entwicklung der Stadt, aber wir brauchen eine Art „Wespennest der Innovation“. Orte an denen Ideen durch Nähe fließen können und so zu Innovationen werden. Wir haben im Herzen Mönchengladbachs ein unbestelltes Feld für diese Entwicklung: Wir haben mit der Hochschule Niederrhein und der kommenden Textilakademie NRW einen Rohdiamanten, den wir in Form bringen sollten! Rund um diese Institutionen sollten Räume für den Innovationstransfer entstehen. Der Raum ist da: Das Polizeipräsidium wird in absehbarer Zeit frei, weitere Immobilien in der Nähe bieten sich an. Mit WESTEND.MG entsteht ein erster Ort dieser Art in der Stadt, einen Steinwurf entfernt – die NEW Blauschmiede kann sich vielleicht auch dahin entwickeln. Es würde ein echtes Innovationscluster in Mönchengladbach entstehen!

Für den Standort Mönchengladbach 2018/2019 sollte die Schaffung eines Innovationsclusters das wichtigste Ziel sein. Dabei geht es um weit mehr als nur Räume: Wir brauchen einen intensiveren Austausch von Unternehmen, Start-Ups, Forscherinnen und Forschern und Studierenden in einer offenen und kreativen Umgebung. Die Digitalisierung von Bereichen wie Textil (Smart Textile), Ernährung (Ökotrophologie), sozialen Diensten (Smart Health) und Sicherheit (Clavis – Kompetenzzentrum Datensicherheit an der HSNR), in denen die Hochschule Niederrhein stark ist, entwickelt sich rasant. Wenn wir eine Vorreiterrolle in diesen Bereichen einnehmen wollen, dann brauchen wir Räume und Konzepte für den Innovationstransfer. Das ist keine Spielerei, es ist die Grundlage für Innovationstransfer, den wir für die Entwicklung der lokalen Wirtschaft dringend brauchen.

 

Happy Birthday nextMG – ein Jahr Zukunft gestalten: Die erste Mitgliederversammlung des Vereins

Am Dienstag hat die erste Mitgliederversammlung des Vereins nextMG e.V. in den Räumen der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach stattgefunden. Neben den Formalia, wie der Entlastung des Vorstands und einer ordnungsgemäßen Kassenprüfung, standen dabei vor allem der Bericht des Vorstands über das erste Jahr im Mittelpunkt und die Diskussion über den weiteren Weg für 2018 im Mittelpunkt (über geplanten Aktivitäten 2018 werden wir an dieser Stelle bzw. im Newsletter berichten). Zum ersten Jahr des Vereins zog Mark Nierwetberg, Vorsitzender des Vorstands, das Fazit: „Das Glas ist erst halbvoll. Wir haben im Bereich Gründer viel erreicht, aber wir müssen bei IT-Aus- und Weiterbildung und digitaler Transformation nachlegen“. Zudem betonte Nierwetberg, dass der Verein von Ehrenamtlern geführt wird auch wenn er von den Institutionen in der Stadt tatkräftig unterstützt wird: „Mein Dank gilt den ehrenamtlich Engagierten, meinen Vorstandskollegen und den Beisitzern und auch allen, die von institutioneller oder unternehmerischer Seite mitgewirkt haben – wir alle können das nur machen, weil wir Zeit und Engagement investieren und die extra Meile gehen. Dafür vielen Dank!“

Das erste Jahr des Vereins aus Sicht des Vorstands (siehe dazu auch die Präsentation unten):

nextMG hat durch seine Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsinstitutionen in den ersten zwölf Monaten Mönchengladbach auf die Landkarte der Gründerszene gebracht und die kleine Gründer- und Start-up-Szene der Stadt aktiviert und vernetzt. Wir haben zum ersten Mal eine Art Dynamik bei dem Thema: Interessenten kontaktieren den Verein bzw. die WFMG, weil sie in der Stadt eine Chance sehen, ihre Ideen zu verwirklichen. Es mangelt aber noch an Infrastruktur, um all diese „Leads“ auch erfolgreich zu verwerten (Orte, Angebote, etc.). Zudem muss die Hochschule stärker aktiviert werden: Das Potential der Studierenden wird bei dem Thema Gründer noch nicht ausreichend genutzt.

Bei dem Thema IT-Bildung hat der Verein einen guten Nukleus mit dem Pilot-Projekt am Gymnasium am Geroweiher (codeclubMG) geschaffen. Es gilt jetzt, weitere Schulen in das Konzept zu integrieren bzw. das Konzept auf andere Schulen zu übertragen. Die MGconnect Stiftung kann in der zukünftigen Entwicklung eine wichtige Rolle spielen, wenn wir die Zielsetzung von nextMG und die Aktivitäten der Stiftung besser aufeinander abstimmen (erste Gespräche sind erfolgt). Der Bereich ist für die Zukunftsfähigkeit des Standorts von entscheidender Bedeutung. nextMG wird 2018 in diesem Bereich einen Schwerpunkt setzen. Aus Sicht des Vereins ist eine koordinierte Offensive im Sinne eines IT-Bildungsprogramms für Mönchengladbach – auch angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten – notwendig. Dabei sollten Verwaltung, Einrichtungen wie die VHS, die Agentur für Arbeit und Unternehmen zusammen eine Offensive starten.

Bei Thema digitale Transformation zeigt sich, dass die Stadt und ihre Gesellschaften Interesse haben, aber die Expertise des Vereins zu wenig nutzen bzw. die Veränderung nicht wirklich von Konzept in die Tat umgesetzt wird. Bei der Digitalisierung der Stadt und der städtischen Gesellschaften lässt die Stadt aus Sicht des Vereins Potential liegen. Weiter Gespräche und Projekte werden von Verein aufgesetzt. Zudem kann hier auch durch die DWNRW-Fördergelder im Rahmen der „Experimentierräume“ ein Impuls in 2018 gesetzt werden. Die Stadt Mönchengladbach kann aus Sicht des Vereins gerade im Sinne des Konzepts „wachsende Stadt mg+“ durch mehr Aktivitäten beim Thema Digitalisierung an Profil gewinnen. Bei den Unternehmen zeigt sich großes Interesse, das in 2018 in konkreten Projekten münden muss.

 

 

#meetupMG 01/18: Wo die Reise 2018 hingehen soll

#meetupMG 2018 01 - Impressionen

61 Würstchen – auch wer sonst keinerlei Input aus dem ersten #meetupMG des Jahres mitgenommen haben sollte, diese stolze Zahl hat sich einfach jeder gemerkt. Sie war auch Stunden, nachdem der Verein nextMG seine Jahresbilanz für 2017 anhand etlicher knackiger Zahlen wie dieser präsentiert hatte, noch immer in aller Munde. 61 Würstchen nämlich wurden bei den #meetups im vergangenen Jahr vertilgt. Nun, streng genommen nur bei einem einzigen, beim Grill-Event im Sommer nämlich, aber Statistik ist eben Statistik! In der tauchten übrigens auch noch einige härtere Zahlen auf, wie etwa die 371 Facebook-Mitglieder und die 41 gewonnenen Vereinsmitglieder, die sich nextMG 2017 auf die Fahne schreiben konnte … und natürlich noch die 27 bei den diversen #meetups geleerten Bierkästen.

Gestern Abend beim #meetupMG

Rund 40 Teilnehmer waren der Einladung ins Coworking CO21 gefolgt, und selten war das Spektrum derart breit gefächert: vom gründungswilligen Studenten-Azubi-Duo in der absoluten Frühphase bis zum interessierten Rentner reichte die Bandbreite. Sie alle hatten diesmal die Möglichkeit sich einzubringen und nutzten diese auch rege: Der Verein nextMG wollte von den Teilnehmern nämlich in drei Themengebieten – Start-up-Förderung, Transformation und die offene Frage „Was darf es noch sein?“ – in einem World-Café-Format wissen, wo die Reise 2018 ihrer Meinung nach hingehen sollte.

Keine Überraschung: Im Bereich Start-up-Förderung waren die Wünsche und Vorschläge dabei am konkretesten, betrifft dies die Szene doch am unmittelbarsten. Eine kompakte Übersicht aller örtlichen Start-ups etwa wurde angeregt, auf die Unternehmen zugreifen können, die in eine Matchmaking-Plattform münden könnte. „Entrepeneurs in Residence“, ein Modell, bei dem Gründungswillige in Start-ups hospitieren oder temporär angestellt werden, war eine weitere Idee aus der Runde. Formate zu Förderungsmöglichkeiten, örtliche Fördertöpfe für Pitches und ein Portal, das sowohl Erfolgsgeschichten der Start-up-Branche als auch spektakuläre Geschichten vom Scheitern erzählt, wurden vorgeschlagen. Ein weiteres Thema: analog zum Coworking-Gedanken Lösungen zu finden, damit mehrere Start-ups gemeinsam auf Infrastrukturen wie Lager- und Verkaufsflächen zugreifen können. Aber auch ganz konkrete und durchaus praktikable Ideen für die Weiterentwicklung der #meetups kamen zur Sprache: Warum nicht Namensschilder einführen, auf denen jeder in aller Kürze beschreibt, wofür er Experte ist, um sofort zu wissen, wem man da gerade gegenübersteht? Eine Anregung, die der Verein nextMG und die Wirtschaftsförderung gerne mitnehmen. Erfreulich außerdem: Viele der Anregungen, die aus der Runde kamen, sind bei nextMG und WFMG bereits auf der Agenda und sollen zeitnah umgesetzt werden.

Eine Auswertung

Im Anschluss an die bereits sehr kommunikative Diskussionsrunde war aber noch lange nicht Schluss. Danach wurde noch eifrig genetzwerkt, wenn auch diesmal ohne Würstchen. Aber es wäre doch gelacht, wenn die Zahl von 61 dieses Jahr nicht locker getoppt werden würde. Gelegenheit dazu wird es reichlich geben: Das meetupMG findet immer am ersten Dienstag des Monats statt. Dafür einfach auf facebook die Gruppe Startup Mönchengladbach oder die nextMG-Facebook-Seite checken.