Alles Unsinn – oder? Warum soll man als KMU mit Start-ups kooperieren?

Die IHK Mittlerer Niederrhein hatte nextMG als Experten geladen;

Titel der Veranstaltung: „KMU & Start-Up – Kollaboration in Zeiten der digitalen Transformation“

Es ging um die Frage, warum sollen KMU (Kleine und Mittelständische Unternehmen) mit Start-ups kooperieren? Mit dabei war Jonas Becher, CEO des Mönchengladbacher IT-Start-ups Masasana, der aus Sicht der Gründer*innen berichten konnte.

Kooperation mit Turnschuhen und T-Shirts – warum?

Warum überhaupt die Frage diskutieren? Ist ja nicht so, als hätten die KMU nicht eigene Entwicklungsabteilungen und Ideen. Warum also mit einem Haufen Turnschuhträger*innen und T-Shirt-Fetischisten kooperieren? Im Wesentlichen hängt es mit der Digitalisierung zusammen (wir haben dazu im nextMG Blog schon mal was dazu geschrieben).

Digitale Welt

Seit dem Jahr 2000 liegen mehr Informationen digital als analog vor, man spricht von der digitalen Wende. Einfach gesagt: Die Welt wurde seitdem stetig digitaler; Digitalisierung wurde zum Produktionsfaktor.

 

Das bedeutet: Jede Programmiererin und jeder Programmierer konnte mit ein bisschen Hardware (Laptop, Server) und den entsprechenden Kenntnissen Innovationen aufbringen und ganze Branchen auf den Kopf stellen. Beispiel gefällig? Vor dem Jahr 2000 hätten die Gründer von Spotify, dem Musikdienst, der den globalen Musikmarkt verändert hat, teure Ladenlokale in den Metropolen dieser Welt mieten und in CD-Bestand für ihr Lager investieren müssen. Dazu noch Marketing, Personal in jedem Shop, etc. Nach der digitalen Wende im Jahr 2000 genügte eine schlaue Software und gutes Design, und der globale Markt des Musikvertriebs stand Kopf (und steht Kopf bis heute).

„Klar, aber das gilt nicht für meinen xyz / lokalen Markt“, sagt mancher. „Ja, noch“, würde ich antworten.

Aber was die Unternehmen immer mehr merken: Die Digitalisierung rückt näher – auch an lokale Märkte. Und: Talent, um diese Aufgabe zu bewältigen, ist rar. Wie also die Herausforderung angehen?

Ziel: Früher im Markt sein als andere!

Man muss/sollte kooperieren und früher im Markt sein als andere! Die Kooperation mit Start-ups kann verschiedene Gründe haben (und man sollte sicher vorher überlegen, was man will).

Viele gute Gründe für eine Kooperation:

  • Digitalisierungsfähigkeit im Unternehmen nicht vorhanden
  • Zielgruppen-Affinität nicht vorhanden / Innovationsgrad im Start-up höher
  • Umsetzungsrisiko zu hoch / Frühphase von Trends (Risiko auslagern)
  • „Time to Market“ nicht realisierbar (die Turnschuhe sind einfach schneller)
  • Effekte auf die eigene Unternehmenskultur

Über diese Effekte haben wir gemeinsam diskutiert und auch einen Weg vorgeschlagen, wie KMU sich diesem Thema nähern können (siehe PDF-Präsentation).

Wir von nextMG denken, dass diese Entwicklung für den Standort Mönchengladbach wichtig ist, denn ein funktionierendes Ökosystem im Bereich Gründer*innen und Innovation ist ein Pfund in der sich immer weiter digitalisierenden Wirtschaft! Und wir denken, dass die Stadt im Sinne einer Wirtschaftsförderung in diesen Bereich investieren sollte, siehe dazu auch hier einen Beitrag auf unserem Blog: Warum die Stadt Orte für Innovationsprozesse braucht.


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