#meetup.MG 12/19: Von Gipfelstürmern und Weihnachtsmarkt 2.0

Das letzte Meetup des Jahres 2019 steht an. Am Donnerstag, dem 12.12.2019 um 18:30 Uhr im  CO21 Coworking (Rathausstraße 1, Mönchengladbach) haben wir die engagierten Gewinner des ersten Startup.Starterkit.MG zu Gast. Reiner Mantsch und Steffen Gerlach stellen ihr Startup EEDEN vor. Die beiden entwickeln einen Recyclingprozess, um Alttextilien wieder verwertbar zu machen und so aus der textilen Kette einen textilen Kreislaufzu machen. Interessanter Ansatz – wir freuen uns auf den Pitch!

Beschreibe Euch in drei Hashtags.

#UPCYCLING #KREISLAUFWIRTSCHAFT #STARTUP.STARTERKIT.MG

Was ist die Vision Eures Startups?

Die Vision ist eine Wertsteigerung der weitestgehend ungenutzten Ressource Alttextilien erwirken zu können. Dies soll mittels eines innovativen Recyclingprozesses im Industriemaßstab realisiert werden.

Wie seit Ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee entstand bei der Suche nach einem Forschungsthema für die Studienabschlussarbeit von Reiner Mantsch (Student HS Niederrhein). Durch eine starke Affinität für Naturwissenschaften und ein vorangegangenes Biologiestudium (4 Semester -> dann Wechsel zu HS NR) erkannte Reiner das Potenzial im Textilrecycling

Wie war euer Werdegang, wo kommt Ihr her?

Reiner Mantsch: Student Textilmanagement HS Niederrhein, mit Schwerpunkten Polymerchemie, textile Technologien, Veredelung & Ökologie

Steffen Gerlach: B.Sc. Betriebswirtschaftslehre der Uni Hamburg, mit Schwerpunkt Marketing, Management und Corporate Governance, zuletzt bei AIRBUS Hamburg im A320 Programm beschäftigt.

Wie waren die Reaktionen auf die Idee?

Überwiegend sehr positiv:

  • Zukunftsorientiert,
  • Innovativ,
  • am Puls der Zeit,
  • dringend notwendig
  • Teilweise skeptische Rückfrage bzgl. des Umfangs des Projektes

Was war der größter Misserfolg oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Wir haben uns vergleichsweise schwergetan, den richtigen Zeitpunkt für die tatsächliche Unternehmensgründung festzulegen und sind bis heute nicht ganz sicher, ob die Förderung in einer verlängerten Vorgründungsphase besser auf die Unternehmung zugeschnitten wäre.

Was bedeutet es für euch, eure eigenen Chefs zu sein?

Zum einen eine Menge Freiheiten den Tag selbst zu strukturieren.

Zum anderen sagt einem keiner was zu tun ist. Entscheidungen zu treffen kann manchmal schwerer sein, als gedacht. Vor allem, wenn davon potenziell Erfolg oder Misserfolg abhängen kann.

Was steht als Nächstes für EEDEN an?

Wir arbeiten mit Hochdruck am Aufbau des Recyclingprozesses zur Produktion bewertbarer Fasern. Diese könnten in ersten Prototypen textiler Produkte verarbeitet werden

Mit wem würdet Ihr gerne mal ein Bier trinken?

Steffen: Toto Wolff, Team Chef/ Manager & Shareholder bei Mercedes AMG Petronas Formel 1 Team

Reiner: Andras Thorkildsen, norwegischer Speerwerfer, Europameister, Weltmeister und Sieger bei den Olympischen Spielen

Eure Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

  • Vor einer Gründung hinsichtlich verschiedener Förderprogramme gut informieren/ beraten lassen, strategisch herangehen und beste Lösung für das Projekt identifizieren
  • Hinterfragen, ob man in der richtigen Stadt gründet. Es gibt Städte, die tun mehr als andere. Wir haben festgestellt, dass gute Voraussetzungen in einer Stadt beschleunigend wirken.
  • Eigene Stärken und Schwächen im Team besprechen, reflektieren und den Umgang im Team kontinuierlich verbessern.

#meetup.MG 12/19: Von Gipfelstürmern und Weihnachtsmarkt

Das letzte Meetup des Jahres 2019 steht an. Am Donnerstag, dem 12.12.2019 um 18:30 Uhr im  CO21 Coworking (Rathausstraße 1, Mönchengladbach) ermöglicht CO21-Gründer Christoph Schlee einen Einblick in die neuen Räumlichkeiten am Alten Markt. Vorab hat er schon einmal das neue Konzept mit dem Social Impact Lab kurz skizziert. Mehr dazu erfahrt ihr am Donnerstag. Anschließend lassen wir den Abend im Weihnachtsdorf mit dem ein oder anderen Glühwein ausklingen.

Beschreibe Dich in drei Hashtags.

neugierig, vermittelnd, motiviert zur Veränderung

Was ist das Konzept des „neuen“ Co21?

Sozialunternehmen und Change Projekten in der Region Räume geben und Türen öffnen.

Wie hat sich Co21 entwickelt?

Wir haben Anfang 2016 ziemlich aus dem Bauch heraus angefangen, um aus einem zentralen Leerstand gegenüber dem Minto etwas zu machen. Die Förderung von Existenzgründern und das Engagement für Startups in Mönchengladbach in der Gründerwoche ist dann hinzugekommen, ein paar Mitstreiter wie z. B. Carola Schneider, die damals in der Wirtschaftsförderung Düsseldorf gearbeitet hat, haben mich dazu motiviert. Wir haben immer mehr Zulauf bekommen, aber irgendwann wurde klar, dass es nebenberuflich und ohne Mitarbeiter nicht richtig funktioniert. Bei mir kamen dann ein paar private Dinge hinzu, wie z. B. meine zweite Vaterschaft. Schon Ende 2017 habe ich mich auf die Suche nach neuen, langfristigen Objekten begeben, denn CO21 am Minto war ja nur eine Zwischennutzung, es war ja klar, dass das Haus abgerissen wird. Sonst hätten wir es nicht so günstig mieten können. Die Verhandlungen bezüglich der Rathausstraße mit dem Eigentümer Sparkasse haben sich hingezogen, sie hätten natürlich gern mehr Miete bekommen. Genauso war es mit dem holländischen Eigentümer in Rheydt, wo wir zeitgleich Mitte dieses Jahres die Passage gemietet haben. Nun konnte ich auch die Verhandlungen mit der Social Impact gGmbH in Berlin abschließen. Hier ist CO21 mit matching Generations eine Kooperation eingegangen, genauso wie wir auch mit Social Impact kooperieren. Und jetzt haben wir auch Mitarbeiter, das entwickelt sich jetzt in die richtige Richtung.

Wie war dein Werdegang, wo kommst Du her?

Ich komme aus Bochum, habe in Freiburg und Berlin studiert und dann längere Zeit als Fernsehjournalist gearbeitet, vor allem für Deutsche Wellt und WDR. Als ziemlich politischer Mensch habe ich mich Ende 2006 für Grundeinkommen begeistert und eine Initiative in Köln gegründet, gleichzeitig bundesweit Öffentlichkeitsarbeit für das Netzwerk Grundeinkommen gemacht und dabei mit Leuten wie Katja Kipping und Götz Werner zusammengearbeitet. Danach folgte ein Abstecher nach Kenia, wo ich mir fast zwei Jahre den Traum erfüllt habe, mal ganz woanders zu sein und eine Ecke der Welt kennenzulernen, die von uns doch ziemlich weit entfernt ist. Dann ging es 2014 zurück, ich habe eine Coaching-Ausbildung gemacht und ich habe dadurch einen tollen Job in Mönchengladbach bekommen, das ich bis dahin gar nicht kannte. Das Coworking hat dann meinem Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung wieder eine neue Richtung gegeben.

Wie sind die Reaktionen auf die neuen Räumlichkeiten?

Bisher ziemlich positiv. Auch von Leuten, die den Standort unten kennen. Hier in der Rathausstraße haben wir einfach die Gelegenheit, langfristig zu planen, und wir konnten dadurch alles ein bisschen liebevoller renovieren. Wobei jeder Ort seinen eigenen Charme hat. Unsere Gäste in der Gründerwoche waren glaube ich ziemlich angetan, und wir haben auch einige doch recht anspruchsvolle und kritische Leute als Mieter gewinnen können. Aber das ist erst der Anfang.

Was bedeutet es für dich, dein eigener Chef zu sein?

Mein eigener Chef zu sein ist etwas, was ich mir permanent hart erkämpfen muss. Als freier Journalist bist du das ja nur bedingt, mit meiner Filmproduktion ist mir das auch ein paar Jahre geglückt, aber es gab auch totale Crashs. Ich gehöre nicht zu den Typen, denen alles so zufliegt. Ich habe totale Lust darauf, jetzt in den nächsten Monaten nicht mehr zu unterrichten, sondern im CO21 und im Social Impact Lab Vollgas zu geben. Selbständig zu arbeiten ist wirklich ein großes Glück, aber es erfordert eine gewisse Stärke, die ich nicht immer in meinem Leben hatte. Vor allem auch zu wissen, was du willst. Bei mir war es oft so, dass ich zu vieles auf einmal wollte, und ich mich auf das eine nicht richtig fokussieren konnte.

Was steht als Nächstes an?

Das nächste für mich ist tatsächlich, dass ich mit meinem Nebenjob durch bin, das ist schon am 11.12. der Fall, und mich voll auf die Aufgabe Coworking plus Social Impact Lab konzentriere. Dazu gehört auch die Organisation und Neuordnung der buchhalterischen, steuerlichen und finanziellen Seite, die ich gerne vernachlässige. Der Turbo wird angeworfen, und im März/April wird der alte Space am Minto abgewickelt, das ist schon ein kleiner Kraftakt. Zugleich machen wird im Februar die erste Veranstaltung mit dem Social Impact Lab, unser Meetup Social Business. Der Plan ist auch, dass wir bis zum Frühjahrsbeginn in der Rathausstraße nahezu Vollvermietung haben, was uns unsere Aktivitäten erleichtert. Bisher sind wir voll im Plan, was die Vermietung angeht, und das wird auch so weitergehen.

Mit wem würdest Du gerne mal ein Bier trinken?

Robert Habeck wäre vielleicht ganz interessant. Wir haben fast zur gleichen Zeit in Freiburg fast das gleiche studiert. Die Frage zielt ja nach einer besonderen Person, die nicht so leicht erreichbar ist. Aber im realen Leben gibt es da natürlich ganz viele andere Leute.

Deine Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

Gründungsinteressierte sollten das, was sie anfangen wollen, mit dem ganzen Herzen tun, nicht nur mit dem Kopf, auf irgendetwas kalkulierend. Dann werden es wirklich spannende Unternehmen. Ich glaube der Austausch mit anderen Gründern oder jungen Unternehmen ist sicher auch sehr hilfreich. Dazu gehört dann noch, wirklich offen für das zu sein, was andere tun. Sehr interessiert für andere zu sein. Dann wird auch eher was aus den eigenen Sachen.

PM Gründerwoche Mönchengladbach #startupMG!

28 Veranstaltungen zwischen 16. und 24. November

Gründerwoche 2019 ist größer, nutzwertiger
und regionaler aufgestellt

Mönchengladbach, 6. November 2019              

Im Jahr 2019 hat sich in der Mönchengladbacher Gründerszene einiges getan: Ein Startup-Imagefilm wurde produziert, ein „Starter-Paket“ inklusive Gründer-WG geschnürt, das Gründerstipendium NRW unterstützt bereits mehrere Geschäftsmodellentwicklungen aus Stadt und Region, spannende Vorhaben gingen von der Ideenphase in die Umsetzung. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund dient die bundesweite Gründerwoche (18.-24. November, in Gladbach bereits ab 16. November) auch als Leistungsschau all dessen, was die hiesige Gründerszene ausmacht: Innovationskraft, Mut, aber auch ein starkes lokales wie regionales Netzwerk und viel gegenseitige Unterstützung.

So formuliert es Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, erneut Schirmherr der Gründerwoche, in seinem Vorwort für den 20-seitigen Flyer mit allen 28 Einzel-Events. „Das sind noch einmal 50 Prozent mehr Veranstaltungen als im vergangenen Jahr“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG). „Die Gründerwoche ist in den letzten Jahren sukzessive gewachsen – parallel mit der örtlichen Gründerszene.“ Koordiniert durch die WFMG und die Digitalisierungs- und Gründerinitiative nextMG e.V. sowie im Verbund mit den Sponsoren IHK Mittlerer Niederrhein und Stadtsparkasse Mönchengladbach und starken 35 Partnern wie NEW Blauschmiede und CO21 Coworking werden diesmal knapp 30 Veranstaltungen angeboten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Mal erzählen Gründer, warum sie es trotz Festanstellung mit der Selbstständigkeit versuchen, mal geht es um Risikokapital, mal wird ein kompletter Gründungsprozess an einem Tag von vorne bis hinten durchgespielt. Mal geht es um Scheitern als Chance, mal steht ein nutzwertiges Thema wie Steuern oder die DSGVO im Fokus, mal ein spannender Speaker wie Boxlegende Henry Maske oder ein Repräsentant des estnischen Technologiekonzerns Nortal auf der Bühne.

Stark besetzte Themen sind in diesem Jahr unter anderem Nachhaltigkeit und Sozialgründungen, aber auch die Kunst- und Kulturszene wird mehr als bisher mit ins Boot genommen. Zwei Aspekte heben die diesjährige Gründerwoche speziell von den vorangegangenen ab: „Zum einen übernehmen mehr Gründer inhaltliche Verantwortung und bieten eigene Events an“, sagt OB Reiners. Zum anderen wird Mönchengladbach seiner Rolle als Oberzentrum stärker als bisher gerecht und nimmt Veranstaltungen beispielsweise auch von Partnern aus Krefeld, Willich und Viersen auf – ein erklärter Wunsch aus dem nextMG-Mitgliederkreis. Im regionalen Vergleich sucht die Mönchengladbacher Gründerwoche ohnehin ihresgleichen: Wie eine Übersicht auf www.gruenderwoche.de, dem zentralen Portal des Bundeswirtschaftsministeriums, verdeutlicht, können in Sachen Veranstaltungsdichte weder die starken Gründerstandorte in Düsseldorf, Köln oder im Ruhrgebiet mit dem Gladbacher Angebot ansatzweise mithalten. Die Teilnahme an nahezu allen Veranstaltungen ist kostenfrei – für den Auftritt von Henry Maske gibt es für Startups ein Freikontingent, das die städtische Marketinggesellschaft (MGMG) bereitstellt.

Los geht es am Samstag, 16. November, mit dem „Gründercoaching kompakt – 6×60 Minuten“ in der NEW-Blauschmiede, deren Startups am zweiten Samstag (23. November) ebenfalls den kompletten Tag bespielen. Neben den eher nutzwertigen Veranstaltungen unter der Woche tagsüber können sich auch die sechs Abendevents sehen lassen. Am Montag, 18. November, stellt sich das Startup „Meet Pablo“ vor, das gerade erfolgreich den Kunstmarkt digitalisiert und soeben einen siebenstelligen Betrag an Venture Capital eingeworben hat. Am Dienstag, 19. November, laden IHK, WFMG und Stadtsparkasse zu „Startup meets Business“, einem Speed-Dating für Gründer und Unternehmer. Am Mittwoch, 20. November, spricht Henry Maske auf Einladung des Initiativkreises Mönchengladbach, tags darauf folgt die Nortal-Veranstaltung „Die digitalste Gesellschaft der Welt“ des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (Kreisverband Mönchengladbach). Am Freitag, 22. November, gibt es eine Sonderausgabe des monatlichen Meetup-Formats von nextMG: Im renommierten Museum Abteiberg geht es um das innovative Social-Media-Marketing von Museums, Museumsverein, Stadtbibliothek und  Volkshochschule. Abschließend folgt am Samstag, 23. November, die fünfte Mönchengladbacher „Fuckup Night“, diesmal mit einem Startup-Special: Dabei berichten junge Gründer von ihren größten unternehmerischen Niederlagen.

Bei der Vermarktung der Gründerwoche geht die WFMG teilweise neue Wege. Neben den klassischen Kanälen Print, Radio und selbstverständlich auch Online/Social Media wird etwa erstmals eine LED-Wand am Alten Markt bespielt. Die MGMG stellt wieder Citylight-Posterplätze zur Verfügung. Für die Flyer- und Postermotive zeichnet erneut die Agentur Nuvista verantwortlich, die das Motiv der nach und nach aufsteigenden Rakete Jahr für Jahr ein wenig weiterentwickelt – 2019 ist beispielsweise bereits die aufgehende Sonne zu erkennen.

Die Gründerwoche Deutschland ist eine bundesweite Aktionswoche des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), bei der es um die Förderung von Firmengründungen und Gründergeist geht. Sie ist Teil der internationalen Global Entrepreneurship Week, einer weltweiten Aktionswoche zur Förderung von innovativen Ideen und Unternehmertum, die zeitgleich in 170 Ländern stattfindet. Und das alles ist selbstredend keine Spielerei, sondern zahlt auf die Entwicklung der hiesigen Wirtschaft ein. „Neue Firmen und Geschäftsmodelle fördern den Wettbewerb, schaffen Arbeitsplätze und bereichern den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach“, sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Das Programm mit allen Anmeldemöglichkeiten findet sich unter www.gruenderwoche-mg.de.