#meetup.MG 04/20: #Restart für das #meetupMG

Ein Gründer, eine Gründerin oder ein Gründerteam und die dazugehörige Gründerstory, dazu noch viel mehr Gelegenheit zum geselligen Austausch: So wird das neue #meetupMG ab August 2020 aussehen. Der Digitalisierungs- und Gründerverein nextMG e.V. und die WFMG haben die Corona-bedingte Veranstaltungspause genutzt, um das beliebte monatliche Format für Gründer und Gründungsinteressierte zu verschlanken und gewissermaßen „back to the roots“ zu führen.

Bewusst wird künftig auf thematische Klammern verzichtet, um das Format einer breitestmöglichen Zielgruppe zugänglich zu machen. Auch wird die Zahl der Pitches reduziert. Im Fokus steht der Gründerspirit: Warum habe ich gegründet oder möchte ich gründen, wer sind/waren meine Vorbilder, welche Schwierigkeiten habe ich überwunden, welche Lektionen habe ich gelernt und möchte ich weitergeben? Nach einem wie bisher siebenminütigen Gründer-Pitch und einer ebenfalls siebenminütigen Fragerunde wird künftig bereits in den inoffiziellen Teil übergeleitet.

Auf Basis der einleitenden „Hashtag-Runde“, in der sich jeder Teilnehmer anhand von drei Hashtags vorstellt, die ihn oder sie beschreiben, besteht die Möglichkeit, mit anderen bei einem Kaltgetränk ins Gespräch zu kommen. nextMG wird ab sofort zusätzlich mit jeweils mindestens einem seiner Mentoren bei den Meetups vertreten sein.

Der Eintritt ist wie immer frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Infos zu den Meetups unter https://www.meetup.com/de-DE/meetupMG/.

Auftakt zum „Restart“ des #meetupMG nach Corona ist am Donnerstag, 13. August, 18.30 Uhr, im CO21 Rheydt, Hauptstraße 91. Dann stellt sich Michael Bahrke, Gründer von Die Eisdealer, dem Publikum vor – der Gründungsvorstand von nextMG wurde mit seinem Laden soeben zur beliebtesten Eisdiele NRWs gewählt.

Beschreibt Euch in drei Hashtags.

#offen #neugierig #rommégott

Was ist die Vision von Eurer Gründung?

Qualität setzt sich durch!

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Beim Essen von zu viel schlechtem Eis.

Wie war Euer Werdegang, wo kommt Ihr her?

Ohne Gastroerfahrung direkt ins Abenteuer.

Wie wird dein Angebot angenommen? Wie waren die Reaktionen auf deine Idee?

In 2 Jahren und 52 Tagen zur „beliebtesten Eisdiele in NRW“ gewählt worden.

Was waren Eure größten Misserfolge oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Es ging alles so schnell, da gab es sicherlich viele Fehler aber keinen folgenschweren Misserfolg.

Was bedeutet es für euch, euer eigener Chef zu sein?

Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortung

Was steht als Nächstes für euer Startup an?

Winterpause

Mit wem würdet Ihr gerne mal ein Bier trinken?

Madeleine aus Bielefeld, sie hat es geschafft in gefühlten 52 Tagen auf Platz 2 der Fallstaff-Abstimmung zur Beliebtesten Eisdiele zu landen.

Eure Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

Trau Dich. Mach Fehler. Hör auf Deine Kunden.

 

Mitglieder im Gespräch: Michael Bahrke (Die Eisdealer)

Die Eisdealer – die beliebteste Eismanufaktur der Stadt
Susan und Michael Bahrke haben eigentlich andere Jobs, aber in ihrer Freizeit sind sie „DIE EISDEALER“. Neben ihren Vollzeitjobs haben sie aus ihrer Leidenschaft für Eis und gutes Essen ein kleines Unternehmen gegründet, das besonderes Eis herstellt. Mal vegan, mal ungewöhnlich wie Sesam-Karamell, Milchreis – auch El Presidente genannt – oder Spekulatiuseis für den weihnachtlichen Nachtisch. Dazu gibt es selbstgebackene Waffelhörnchen, auch mal in schwarz mit Bio-Kokosnuss-Kohle gefärbt. Mit diesem Konzept wurden sie nach einem Jahr bereits die beliebteste Eisdiele der Stadt. Sie sind seit 2018 Mitglied bei nextMG.

nextMG: Wie ist eure Idee entstanden? Was treibt zwei Menschen, die Vollzeit arbeiten, dazu eine Eis-Manufaktur zu gründen?

Susan: Der Wunsch nach mehr Freizeit war es sicherlich nicht…

Michael: Aber mal im Ernst, die Eisdealer sind das komplette Gegenmodell zu unseren eigentlichen Jobs. Während ich im Büro Exceltabellen quäle und Powerpointfolien erstelle, kann ich im Eislabor meiner Leidenschaft frönen und unsere eigenen Eissorten kreieren. Ein Kindheitstraum!
Fast noch wichtiger ist für mich aber das unmittelbare Kundenfeedback. Einem Gast der Eisdealer einen Probierlöffel mit einer neuen Kreation zu reichen und dann seine Reaktion im Gesicht abzulesen, ist einfach unbezahlbar. Zum Glück sind diese Reaktionen meist sehr positiv und dass bei über 100 verschiedenen Sorten, die wir in den ersten beiden Jahren getestet haben.

nextMG: Was sind eure Erfolgsfaktoren gewesen – ihr wart im vergangenen Jahr in aller Munde?

Michael: Unser Erfolg beruht sicherlich auf unserer Leidenschaft für das was wir machen. Natürlich muss so ein Projekt auch betriebswirtschaftlich funktionieren, aber es steht nicht im Mittelpunkt. Das erlaubt es uns bei der Qualität keine Kompromisse eingehen zu müssen.
In unser Vanilleeis kommt eine mexikanische Gourmetvanille und sonst nix. Kein künstlich hergestelltes Aroma wie Vanillin, keine Farbstoffe und keine Konservierungsstoffe. Wir verwenden Milch die direkt vom Bauernhof kommt, nicht ultrahocherhitzt, nicht homogenisiert – ein echtes Naturprodukt. Dadurch sind unsere Rohstoffkosten erheblich teurer als bei anderen Eisdielen, aber das ist es uns wert, da man den Unterschied schmeckt.

Susan: Mit unserer Präsens beim Greta- und Claus-Markt, in der Kulturküche beim „eat & chill“, auf Kultur- und Musikfestivals arbeiten wir mit sehr vielen Menschen zusammen, die eine ähnliche Leidenschaft wie wir haben. Es ist toll ein Teil davon zu sein.

nextMG: Was hat euch das Gründen gebracht – welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wie hat es euch verändert, vielleicht auch mit Blick auf eure „anderen Jobs“?

Michael: Die Selbstständigkeit bringt sehr viel Eigenverantwortung und Entscheidungen mit sich. Es gilt Ideen umzusetzen, mit Partnern zu kooperieren, sich und andere zu motivieren, aus Fehlern zu lernen und so ein Projekt mit innovativen Ideen immer weiter voranzubringen. In welchem Job kann man solche Erfahrungen nicht brauchen?

nextMG: Was würdet ihr jungen Gründern raten?

Susan: Glaubt an euch, glaubt an eure Idee, traut euch und setzt sie mit Leidenschaft um.

Michael: Testet eure Idee im Vorfeld der Gründung ausgiebig. Fragt Leute mit Erfahrung, die im Idealfall nicht aus eurem direkten Umfeld kommen. Stellt eure Idee zum Beispiel beim „meetupMG“ vor, diese Erfahrung und das Feedback bringen euch garantiert weiter.

nextMG: Gründen in Mönchengladbach, weil …

Susan & Michael: …die Stadt ist so herrlich unperfekt und gestaltbar! Daraus ergeben sich einfach viele Möglichkeiten und Projekte die man umsetzen kann. Und man ist nie allein. In Mönchengladbach finden sich sehr schnell Mitstreiter, wenn es darum geht Dinge auszuprobieren und die Stadt so ein Stückchen lebenswerter zu machen.

#meetupMG 06/18: MeetupMG geht in die Luft!

Trotz etlicher Parallelveranstaltungen – unter anderem Johnny Depp im Sparkassenpark und der Auftakt der Fußball-WM – konnte sich das jüngste #meetupMG über weltmeisterlich interessierte Teilnehmer freuen. Eine kleine, aber sehr feine Runde sorgte mit guten Diskussionen und etlichen Nachfragen dafür, dass die beiden vortragenden Gruppen extrem viel Feedback mitnehmen konnten. Zu Gast waren die Drohnengruppe und die Eiskracher, die von einem echten, eisigen Kracher begleitet wurden.

Viele Menschen sind gegenüber Drohnen sehr skeptisch und finden diese zum Teil auch sehr unheimlich. Aber auch dann, wenn Drohnen Leben retten könnte? Diese und weitere Fragen wurden beim #meetupMG diskutiert. Ein bunter Haufen von Studenten, Mitarbeitern und Professoren der Hochschule Niederrhein – das ist die Drohnengruppe. Gemeinsam haben sie ein konkretes Ziel: gemeinsam Spaß zu haben am Bau von und am Fliegen mit Multicoptern. Sie bieten für Schüler, Lehrer und Erwachsene Workshops an. Das Gesamtpaket umfasst Konstruktion, Aufbau, Informationen zu Versicherung und Recht sowie eine Flugschule – und anschließend erhalten alle Teilnehmer ein Zertifikat. Es gibt einen Einsteigerkurs – „Physik des Fliegens“ – und einen Fortgeschrittenen-Kurs – FPV 20h. Darüber hinaus entwickeln sie maßgeschneiderte Lösungen individuell auf den Kunden zugeschnitten. Ein Ansatz kann zum Beispiel ,,Simple Delivery“ sein – autonomer Flug inklusive Auslieferung von Medikamenten an schwer zugänglichen Orten. Des Weiteren ein Konzept einer ,,Search and rescue“-Drohne, die eine Meldung per Funk an die Bodenstation weitergibt.

,,Wäre es nicht ein Kracher, jederzeit einen Eismann rufen oder schauen zu können, wo sich gerade einer befindet?“ – das dachten sich Benedikt Schmeitz und sein Kollege Timothy Krechel. Sie arbeiten bei einem Bonner Start-up und validieren gerade ein Konzept zum Thema „An app that tracks the ice cream truck“. Als Beispiel zeigten sie anhand einer Karte, wie die Idee als solche aussehen könnte. Der Eiswagen wird durch einen Klick gerufen und erhält eine Bestätigung. Der Eiswagen kann in der Karte bis zur Lieferung beobachtet werden. So die Theorie – und auf einmal als Überraschung kamen die „Eisdealer“ aus der Gladbacher City vorbei und verwöhnten alle Teilnehmer mit leckerem Eis (wenn auch noch nicht über die App gerufen, denn die muss schließlich noch entwickelt werden). Vielen Dank! Die Teilnehmer waren begeistert von der Idee. Und weil sich im Publikum diesmal auch der eine oder andere Unternehmer befand, konnten beide Gruppen manch wichtige Visitenkarte einheimsen.

Das nächste #meetupMG findet am Donnerstag, 12. Juli, statt und wird voraussichtlich einen Handwerks-Schwerpunkt haben. Außerdem wird die neue Reihe „Fuck-up Nights“ vorgestellt. Wir informieren dazu wieder rechtzeitig über die gewohnten Kanäle.