PM Netzwerkabend zu IT Sicherheit im Texentium

Das Texentium ist ein exklusiver neuer Innovationsort an traditioneller Stelle – in der alten Villa von Van Laack (August-Pieper-Str. 4, 4.OG), ins Leben gerufen durch das nextMG-Mitglied Wegesrand GmbH & Co. KG.  Hier werden digitale und gesellschaftsrelevante Themen im besonderen Rahmen zu diskutiert. Bei der Veranstaltung „Sicher durchs digitale Zeitalter“ geht es am Donnerstag, 29. August, ab 17 Uhr um IT-Sicherheit – ein essenzielles Thema, denn mit fortschreitender Digitalisierung bieten sich Kriminellen zunehmend mehr Möglichkeiten zum Angriff.

Nach den Vorträgen zu Themen wie „Wie gehen Kriminelle vor?“ und „Ethik im Zeitalter der Digitalität“ stellen sich die Experten Ihren Fragen – und ab 19 Uhr folgt der Networking-Teil mit einem Imbiss. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt – die Anmeldung erfolgt per Email an anmeldung@wegesrand.net. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Infos sind der angehängten PDF zu entnehmen.

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Die alten Quellen des „Wachstums“ versiegen! Mönchengladbach steht vor einem neuen Strukturwandel

Mönchengladbach steht vor einem weiteren Strukturwandel, die Ansiedelung von Logistik, die in den vergangenen Jahren für Beschäftigung gesorgt hat, kommt durch den Verbrauch der Flächen an ein Ende. Wir müssen über die kommenden Wachstumstreiber nachdenken.

Mönchengladbachs bisheriges Wachstum kommt aus dem, wie Ökonomen es nennen, tertiären Sektor (Handel- und Dienstleistung – insb. Logistik), der industrielle Kern (sekundärer Sektor) schrumpft. Es kommt zu einer „schleichenden Verschiebung“ in Richtung des tertiären Sektors (siehe Präsentation, Teil I). Das ist ein allgemeiner Trend.  In Mönchengladbach aber konzentriert sich dieser Wandel in Branchen mit geringer Wertschöpfung und führt damit auch zu geringeren Löhnen: „Mönchengladbach ist, was die Höhe des Einkommens angeht, in den vergangenen fünf Jahren im NRW-Vergleich deutlich abgerutscht. Im Jahr 2012 lag die Stadt noch mit 19.840 Euro verfügbares Einkommen je Einwohner auf Rang 243 im Land.“ (Rheinische Post, 2. Oktober, 2018)

Wie kann diese Entwicklung positiver für die Stadt gestaltet werden? Das ist die Frage, die uns am Standort umtreiben sollte. Eine Enttäuschung vorab: Es wird nicht „die eine Lösung“ geben! Konzepte für die Ansiedelung neuer Branchen mit höherer Wertschöpfung zu entwickeln ist eine komplexe Aufgabe! Aber einige Teile eines erfolgreichen Konzepts scheinen immer klarer zu werden, wenn man die erfolgreichen Standorte in Deutschland analysiert.

Der Mix am Standort muss sich verändern – wir brauchen alte und neue Welt!

Wenn sich die Stadt Mönchengladbach als Wirtschaftsstandort weiter entwickeln will und eine Rolle in der digitalisierten Wirtschaft der Zukunft spielen will, dann braucht die Stadt neben der Ansiedelung von Bürofläche eine Strategie um kleinteiligere, innovative Unternehmen am Standort anzusiedeln. Unternehmen aus dem Bereich IT, Gründungen und das Prinzip des Innovationstransfers haben das Potential Beschäftigung mit höherer Wertschöpfung an den Standort zu bringen. In diesen Bereichen sollte sich Mönchengladbach aus Sicht von nextMG stärker positionieren: Wir brauchen jetzt mehr Mut bei der Förderung von Infrastruktur für kleinteilige, innovative Gründer und die Stadt muss den Innovationstransfer konsequenter angehen. Ein Ort der Zukunft könnte das Polizeipräsidium werden. Denn die Stadt braucht mehr Orte an denen Innovationstransfer und Gründerkultur aufeinandertreffen! Wichtig ist bei der zukünftigen Entwicklung des Standorts vor allem eins: Wir brauchen einen Mix am Standort, nur auf Gründung und Innovationstransfer zu setzen, wäre falsch. Genauso falsch wie auf eine reine Büroflächenentwicklung zu setzen. Der Mix wird entscheidend für die Zukunft, daher müssen wir den Aufbau der bisher am Standort unterentwickelten Bereiche JETZT angehen!

Strukturwandel gestalten – jetzt alle Akteure zusammenbringen!

Mönchengladbach als Wirtschaftsstandort in diese Richtung weiterzuentwickeln – und damit den Mix aus Wachstumstreibern zu verbessern – erfordert den Strukturwandel jetzt aktiv zu gestalten! Wir brauchen dazu eine konzertierte Aktion aller Akteure der Stadt (Standverwaltung, städtische Gesellschaften, Hochschule, Bildungseinrichtungen, Verbände und Unternehmen) in drei Dimensionen: 

  • Ökosystem für Gründungen aufbauen (Rahmenbedingungen & Plattformen schaffen)
  • Talent am Standort aufbauen & halten (Ressource Talent ausbauen)
  • InnovationsnetzwerkMG aufbauen (Austausch fördern)
Meta-Konzept-Standortentwicklung-MG

Den Standort Mönchengladbach für die Champions League qualifizieren: Tore schießen beim Thema Digitalisierung und Gründung!

Es gibt die Initiative nextMG jetzt 2,5 Jahre. Im Dezember 2016 gegründet haben wir in den vergangenen Monaten viele Impulse setzen können und sind mit vielen Verantwortlichen aus Verwaltung, Politik und Unternehmen in einem guten Dialog. Wir sind als Stadt auf dem Weg und das Glas ist da halbvoll, aber eben nur halb!

Wenn wir die Stadt in dem Hochgeschwindigkeitsrennen Digitalisierung und wirtschaftlicher Wandel nach vorne bringen wollen, brauchen wir mehr als guten Willen und ein paar Evangelisten, die durch Vorträge turnen und das hohe Lied der kommenden Digitalisierung singen. Wir brauchen ein volles Glas!

Mönchengladbach steht vor einem weiteren Strukturwandel, die Ansiedelung von Logistik, die in den vergangenen Jahren für Beschäftigung gesorgt hat, kommt durch den Verbrauch der Flächen an ein Ende. Wir müssen über die kommenden Wachstumstreiber nachdenken.

nextMG hat diesen kommenden Strukturwandel schon vor 2,5 Jahren kommen sehen und sich daher zwei Hauptziele gesetzt: Gründerkultur fördern und den Standort Mönchengladbach auf die Digitalisierung ausrichten. Wir sind überzeugt davon, dass sich der Strukturwandel der Wirtschaft nicht aufhalten lässt, aber er lässt sich gestalten. Daher unser Motto: „Zukunft gestalten“!

Ein paar persönliche Anregungen aus den Erfahrungen und Dialogen in den vergangenen 2,5 Jahren: Was braucht Mönchengladbach, um als Standort in einer digitalisierten Welt und veränderten Wirtschaft in die Champions League Qualifikation zu kommen (kleiner Seitenhieb auf unseren Imageträger Nummer eins – musste sein😉)?:

  • MG braucht mehr Mut bei der Förderung von Infrastruktur für kleinteilige, innovative Gründer und die Stadt muss den Innovationstransfer konsequenter angehen: In der sich immer stärker digitalisierenden Wirtschaft, die immer kürzere Produktzyklen ermöglicht und erwartet, ist Innovation ein Treibstoff geworden – wesentlich wichtiger als er es bisher schon war. Dieser Prozess braucht Plattformen. Das WESTEND.MG könnte so eine Plattform sein, vielleicht auch in einem weiteren Schritt das leerstehende Polizeipräsidium – mit seiner Nähe zur Hochschule Niederrhein ein idealer Ort. Aber es braucht Investitionen in dieses Ökosystem. Wenn ein Gewerbegebiet erschlossen wird, dann zahlt die Stadt auch Straßen und Infrastruktur. Wir müssen da umdenken: Die Infrastruktur für diese neue Wirtschaft sind nicht Straßen und Gebäude, sondern Talent (siehe nächsten Punkt) und Investitionen in neue Arten der Infrastruktur wie das WESTEND.MG, MakerSpaces, Experimentierräume, etc. Siehe dazu auch andere Beiträge in unserem Blog. Wir dürfen diese Investitionen nicht scheuen!
  • MG braucht mehr Initiative beim Thema digitale Bildung: Wir brauchen mehr IT-Ausbildung am Standort! IT-Kompetenz ist das Ingenieurwesen des 21. Jahrhunderts: Ohne Ingenieure gäbe es keine Industrieproduktion, keine Straßen, keine Brücken – ohne IT-Kompetenz wird es keine Vernetzung, keine Datenauswertung, keine Wertschöpfung in der digitalisierten Wirtschaft geben! Darum ist digitale Aus- und Weiterbildung für den Standort eines der relevantesten Zukunftsthemen! Ein Standort ohne ausreichende IT-Kompetenz wird im Zeitalter der sich digitalisierenden Industrie & Wirtschaft nicht am Wachstum partizipieren können! Wir müssen IT-Ausbildung am Standort Mönchengladbach fördern! Der CodeCubMG ist ein guter Anfang, wir brauchen mehr davon!
  • MG sollte sich noch stärker in der digital Kommunikation positionieren: Die Stadt und ihre Gesellschaften brauchen eine modernere Kommunikation: Blogs, die Wissensquellen vernetzten, einen Bürger-Blog, der Inhalte über die Stadt produziert – auch über kleine Initiativen, Vereine und Stadtteile, eine klare Facebook- und Twitter-Positionierung und Abstimmung der Kanäle. Was in den vergangenen Monaten bei mit der Kampagne DeinMG passiert ist, geht schon etwas in diese Richtung (hier fehlt noch ein wenig die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen). Mehr davon. Beim Thema Transparenz machen Städte wie Mannheim im Netz mehr her als MG – das sollte so nicht bleiben. Die „wachsende Stadt“ braucht ein Image und eine klare Positionierung im Netz, denn die Zielgruppe der 30- bis 40jährigen, die in all die neuen Wohnungen ziehen sollen, die in der Stadt in den kommenden Jahren entstehen sollen, sind eher im Netz zu erreichen als über die klassischen Medien (google it, if you don’t belive it). Standortmarketing geht in diesen Zielgruppen fast ausschließlich über digitale Kanäle. Wir müssen die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation konsequenter nutzen!
  • MG sollte das Thema Smart City / eGovernment aktiver angehen:
  1. Wir brauchen als Stadt mehr eGovernment Initiative! Eine echte Open Data Initiative wäre ein Anfang. Die Stadt und ihre Gesellschaften sollten ihre Datenbestände stärker öffnen und mehr Open Data Projekte fördern, andere Städte machen es vor! Wir brauchen da mehr Initiative aus der Verwaltung.
  2. Erste Prozesse sollten Ende-zu-Ende digitalisiert werden. Die Prozesse und Lösungen kann man von anderen Städten übernehmen. So hat die Stadt Bonn bereits einen digitalen Prozess für die Anmeldung von Neubürgern.
  3. Ein Traum im Bereich Digitalisierung der Stadt wäre der Ansatz, den die Stadt Amsterdam verfolgt, die eine digitale Partizipationsplattform etabliert hat. Das Konzept ist einer der Gründe, warum Amsterdam im Moment Schauplatz vieler ungewöhnlicher digitaler und nachhaltiger Projekte ist. Die Stadt Mannheim geht einen ähnlichen Weg.

Mit der Stabsstelle „Digitale Transformation“ hat die Stadt einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternommen. Jetzt braucht es Willen und Mut zur Umsetzung: Wir müssen in Pilotprojekten experimentieren und gute Konzepte aus anderen Städten kopieren!   

Lasst uns das Glas zum Überlaufen bringen – das Image der Stadt wird davon nachhaltig profitieren! Zukunft gestalten!

WESTEND.MG offiziell eröffnet

Mit einem interessanten Mix an ersten Nutzern und Mietern ist am gestrigen Mittwoch, 8. Mai, das WESTEND.MG im SMS Businesspark offiziell an den Start gegangen. „Unabhängig von vielen guten Einzel- Initiativen fehlte bislang ein zentraler Ort für Gründer, Innovation und digitale Transformation in Mönchengladbach“, sagt Mark Nierwetberg, Vorsitzender des Digitalisierungs- und Gründervereins nextMG, der das Projekt angestoßen und konzipiert hatte. „Diesen Kristallisationspunkt für das Gesamt-Ökosystem schaffen wir nun mit dem WESTEND.MG – endlich.“ Federführend sind dabei neben nextMG die Wirtschaftsförderung (WFMG) mit der Entwicklungsgesellschaft EWMG, die SMS Group als Bereitsteller der Flächen sowie die Stadtsparkasse als Hauptsponsor. Unterstützung gibt es außerdem im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt. Als weitere Sponsoren sind ferner bis dato imat-uve sowie Bienen & Partner mit an Bord.

„Wir versprechen uns vom WESTEND.MG, dass das räumliche, aber auch inhaltliche Miteinander von Startups, Mittelständlern, Kreativen und Bildungseinrichtungen sehr großes Potenzial für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts birgt“, sagt WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus. Ganz ähnlich sieht es Hartmut Wnuck, Vorstand der Stadtsparkasse: „Unsere Stadt braucht eine kreative, innovative Gründerszene, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts nachhaltig zu steigern.“ Andre Rahmen, Geschäftsführer der SMS Businesspark City GmbH, schlägt in dieselbe Kerbe: „Im Businesspark sitzen bereits rund 40 Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen, darunter auch mehrere Bildungseinrichtungen. Vielfältige Synergien mit den Nutzern des WESTEND sind denkbar und ausdrücklich gewünscht.“

Mit der jungen Eventmanagement-Firma hundert24 GmbH (Megamarsch) und dem Kunstprojekt Änderungen aller Art / Designbüro Königshaus hatten die ersten Mieter bereits 2018 ihre Bleibe in dem nun sukzessive wachsenden Containerdorf in einer traditionsreichen ehemaligen Schlafhorst-Halle gefunden. „Mit dem WESTEND.MG gelingt es uns, ein Stück Mönchengladbacher Industriegeschichte mit der Zukunft zu verbinden“, sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Im angrenzenden Businesspark, also ebenfalls als Teil der entstehenden Community, sind weitere Startups wie J.Clay, Hausheld und Beyondcode aktiv, die auf ein eher klassisches Büroumfeld setzen. Im Zuge der Eröffnung kommt nun weitere Bewegung in den WESTEND-Mix.

Die Sponsoren-Container von Stadtsparkasse sowie WFMG/EWMG werden in Kürze ersten ausgewählten Startups mietkostenfrei, aber für begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt, der Auswahlprozess ist angelaufen. „Es ist schön zu sehen, dass jetzt eine Dynamik entsteht und die ersten interessierten Gründer bereits aktiv auf uns zukommen“, sagt Jan Schnettler, bei der WFMG der für das WESTEND.MG zuständige Projektmanager. Das Design- und Engineering-Unternehmen imat-uve hingegen wird seinen Container einem festen Nutzerkreis zur Verfügung stellen: dem CodeClubMG des Gymnasiums am Geroweiher. Dieser fördert Schüler und Schülerinnen darin, Fähigkeiten im Programmieren und in der Webentwicklung aufzubauen. „Wir bieten den Fachkräften von morgen ein attraktives Arbeitsumfeld und schaffen Bindungen, um die Kompetenz auch in der Stadt zu halten“, erläutert Dr. Hans Peter Schlegelmilch, Geschäftsführer der imat-uve group, sein Engagement im WESTEND.MG.

Die Marketing- und Eventagentur 2increase hat sich in Form eines Wohnmobil-Büros angesiedelt. Als weitere neue Mieter werden in Kürze außerdem die Steuerberatungskanzlei Karnatz & Berger, die vor Ort ein Digitalisierungsprojekt vorantreiben wird, sowie eine Ausgründung der Aachener P3-Group, die vom WESTEND.MG aus eine digitale Lösung für die Gastronomieszene namens „La Kart“ pilotmäßig in Mönchengladbach implementiert, in eigene Containerbüros einziehen. Auch räumlich hat sich das WESTEND.MG weiterentwickelt, ist aber noch lange nicht bei der vollen Ausbaustufe angelangt. Eine größere Veranstaltungsfläche ist bereits entstanden, in naher Zukunft soll ein „Makerspace“ hinzukommen, in dem moderne industrielle Produktionsverfahren für Einzelstücke ausgetestet werden können. Der „Demo Day“ für virtuelle und erweiterte Realität, der rund um die Eröffnung im WESTEND.MG stattfand und -findet, könnte bereits einen ersten Fingerzeig bezüglich der konkreten Ausrichtung geben – muss aber nicht. In Form eines ehemaligen Linienbusses gibt es einen ungewöhnlichen Raum für kleinere Workshops, mittelfristig könnte ein größerer Coworking-Container hinzukommen.

Doch eine Community besteht natürlich aus mehr als nur Infrastruktur. Daher wird das WESTEND.MG ab sofort auch mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm bespielt. „Von niederschwelligen, spielerischen Formaten über Meetups und Bühnenveranstaltungen bis hin zu Workshops und Sprechstunden reicht das Angebot“, sagt Community-Manager Stefan Sturm. Hierbei bringen sich beispielsweise auch die IHK Mittlerer Niederrhein und die Innovationspartner Niederrhein ein. Bis zu den Ferien geplant sind des Weiteren unter anderem eine Veranstaltung mit Startups aus den Bereichen Fashion Tech und Smart Textiles (23. Mai), die an die textile Tradition Mönchengladbachs anknüpft und nicht zuletzt den Mittelstand ansprechen soll, sowie ein „Table Tennis Talk“, ein lockeres Matchmaking-Tischtennisturnier für Gründer und Unternehmer (5. Juli). Auch der „Zukunftszirkel MG“, in dem sich Entscheider zu digitaler Transformation austauschen, trifft sich im WESTEND.MG (18. Juni). Hier ist das Veranstaltungsprogramm nachzulesen.

Um das WESTEND.MG und damit auch das Veranstaltungsprogramm weiter auf- und ausbauen zu können, sind die Projektpartner auf weitere Sponsoren angewiesen. Interessenten für Sponsoring, aber auch für reine Mietnutzung oder anderweitiges Einbringen, können sich ebenfalls unter www.westend.mg über die jeweiligen Ansprechpartner und Möglichkeiten informieren. Und auch unter www.facebook.com/WESTEND.MG gibt es regelmäßige Updates.

So berichtet CityVision über die Eröffnung.

Mönchengladbachs Zukunftsschwalbe: Ein gutes Zeichen, aber noch kein Sommer!

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, sagt man. Und ein Ort für Innovationstransfer und Gründerkultur macht noch keinen Strukturwandel. Am 8. Mai wir in der Stadt feierlich das WESTEND.MG eröffnet: Ein Ort, der das Miteinander von Startups, Mittelständlern, Kreativen und Bildungseinrichtungen fördern soll. Das ist für den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach existenziell wichtig.

In der sich immer stärker digitalisierenden Wirtschaft, die immer kürzere Produktzyklen ermöglicht und erwartet, ist Innovation ein Treibstoff geworden – wesentlich wichtiger als er es bisher schon war.

Aber kreative Lösungen und innovative Ideen entstehen nur unter bestimmten Bedingungen. Innovationen entstehen nicht dienstags, um 15:30 Uhr in Raum B4.32. Innovationen entstehen durch das Zusammenfinden von Menschen mit Ideen. Innovationen entstehen aus dem Transfer von einer Idee in eine anwendbare Umsetzung, die dann unternehmerisch genutzt werden kann: Dieser Prozess nennt sich Innovationstransfer. Dieser Prozess braucht Plattformen. Das WESTEND.MG könnte so eine Plattform sein, vielleicht auch in einem weiteren Schritt das leerstehende Polizeipräsidium – mit seiner Nähe zur Hochschule Niederrhein ein idealer Ort.

Die Eröffnung des WESTEND.MG sollte somit Anfang einer Entwicklung sein. Jetzt braucht es mehr und konzentrierte Arbeit am Wandel, denn Mönchengladbach braucht den nächsten Strukturwandel: Der Fokus und die Ausrichtung muss weg von den großen Gewerbegebiets-fressenden und im Durchschnitt schlechter entlohnenden Logistik-Anbietern hin zu einer kleinteiligeren, innovativen Wirtschaftsstruktur.

Eine konsequentere Ausrichtung auf die Zukunft ist notwendig.

Neben dem WESTEND.MG und einem Ökosystem für Unternehmensgründungen und Innovationstransfer braucht es mehr digitale Bildungsangebote am Standort. Die Zukunft der Wirtschaft wird digital. Ein Standort ohne ausreichendes Talent in diesem Bereich (IT, Programmierung) ist wie ein Gewerbegebiet ohne Autobahnanschluss. Und es braucht eine stärkere Vernetzung aller Akteure und den Fokus auf ein Ziel: Strukturwandel.

Wenn sich die Stadt Mönchengladbach als Wirtschaftsstandort weiter entwickeln und damit auch eine Rolle in der digitalisierten Wirtschaft der Zukunft spielen will, dann braucht die Stadt eine konzertierte Aktion aller Akteure (Standverwaltung, städtische Gesellschaften, Hochschule, Bildungseinrichtungen, Verbände und Unternehmen) in drei Dimensionen: 

  • Ökosystem für Gründungen aufbauen (Rahmenbedingungen schaffen)
  • Talent am Standort aufbauen & halten (Ressource Talent ausbauen)
  • InnovationsnetzwerkMG aufbauen (Austausch fördern)

In der Konsequenz des Handels liegt der Schlüssel, denn nur die Standorte, die diese Themen nachhaltig, konsequent und unter Weglassen von abweichendem Handeln ihren Weg in die digitalisierte Wirtschaft gehen, werden am Ende des (Struktur)Wandels die erhofften und gewünschten Ergebnisse erhalten. Wer hier nur „ein bisschen“ wagt, wird am Ende gar keinen Erfolg haben. Für zaghaftes Handeln ist der Wettkampf der Standorte schon zu weit fortgeschritten.

Das WESTEND.MG ist dabei nur einer der Bausteine. Eine Schwalbe, kein Sommer.

Blog-Gesamtkonzept-Ökosystem-MG

PM Mitgliederversammlung nextMG

11. Februar 2019

nextMG fordert mehr gesamtstädtisches Handeln ein

Mönchengladbach – Der Digitalisierungs- und Gründerverein nextMG e.V. hat bei seiner zweiten jährlichen Mitgliederversammlung die Zielsetzung für 2019 skizziert. Das Jahr müsse im Zeichen zweier großer Projekte stehen, sagte der Vorsitzende Mark Nierwetberg vor rund 30 Vereinsmitgliedern: das Innovations- und Gründungszentrum WESTEND.MG an den Start bringen und die Entwicklung in Richtung IT-Kompetenz vorantreiben. Speziell für Letzteres sei eine noch stärkere Vernetzung der relevanten Akteure am Standort nötig – und vor allem noch weitaus mehr als bisher im Sinne einer gesamtstädtischen Ausrichtung, gerade mit Blick auf Geschäftsfeldentwicklung. „nextMG will nicht etwa aus Gladbach Berlin machen“, sagte Nierwetberg. „Sondern vielmehr erreichen, dass die überregionalen Cluster und Leitbranchen wie Textil und Mode, Produktionswirtschaft und Logistik zukunftsfähig werden. Das erfordert in erster Linie IT-Kompetenz, wir brauchen viel mehr junge Menschen, die programmieren können.“ 2019 müsse also unter dem Motto der Kollaboration stehen.

Im Dezember 2016 gegründet, hat der Verein im neuen Jahr bereits die Marke von 50 Mitgliedern geknackt. Zu den jüngsten Neuzugängen zählen unter anderem die Städtischen Kliniken sowie Borussia Mönchengladbach. nextMG ist in drei Säulen aktiv: Der Verein will die Stadt für Gründer attraktiver machen, die digitale Transformation des Mittelstands am Wirtschaftsstandort unterstützen sowie IT- Bildung fördern. In allen drei Säulen konnten in den ersten zwei Jahren des Bestehens bereits starke Impulse gesetzt werden, 2019 sollen diese noch intensiviert werden. Im Bereich „Gründung“ wird im März das WESTEND.MG im SMS Businesspark eröffnet, das als Nukleus des Gladbacher Ökosystems für Gründung, Transformation und Innovation konzipiert ist. Bereits im Februar wird eine Image- Kampagne für die Startup-Szene auf die Schiene gesetzt. In der Säule „Transformation“ wird es nach der erfolgreichen Auftakt-Aktivität mit dem „Smart City Forum Niederrhein“ im Sommer 2018 unter anderem weitere Formate aus der vom Land geförderten Reihe „Experimentierräume“ geben. Im Bereich „IT-Bildung“, der seitens der Wirtschaftsförderung (WFMG) über die Schiene MGconnect abgebildet wird, sind etwa ein Hackathon mit der Unternehmerschaft Metall und Elektro sowie der Aufbau einer digitalen Schülerzeitung und Computer-AG an der Heinrich-Corsten-Schule geplant.

Für Rückfragen:

Mark Nierwetberg, Vorstandsvorsitzender nextMG e.V.
E-Mail: mnierwetberg@gmail.com

PM: Gründerwoche 2018 setzt auf thematische Vielfalt

7. November 2018

Gründerwoche 2018 setzt auf thematische Vielfalt

Mönchengladbach – Innovative und kreative Ideen umsetzen, mehr über die berufliche Selbständigkeit erfahren, ein Start-up gründen oder sogar ein Unternehmen übernehmen: Vom 12. bis 16. November 2018 bieten – koordiniert durch die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach sowie die Digitalisierungs- und Gründerinitiative nextMG – wieder zahlreiche Aktionspartner jede Menge spannende Veranstaltungen wie Workshops, Seminare, Wettbewerbe, Vorträge und Mitmach-Aktionen an. Mit rund 20 einzelnen Events wartet der diesjährige Mönchengladbacher Beitrag zur Gründerwoche Deutschland auf, einer bundesweiten Aktionswoche des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), bei der es um die Förderung von Gründergeist und Unternehmensgründungen geht.

Auch in diesem Jahr wollen wir mit der Gründerwoche zum Schritt in die Selbstständigkeit ermutigen. Dass das nicht ausschließlich in Form von Start-ups geschehen muss, zeigt das umfangreiche Programm, das auch Veranstaltungen zur Unternehmensnachfolge und zur Existenzsicherung im Einzelhandel beinhaltet“, sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der erneut die Schirmherrschaft übernommen hat. „Besonders freut mich, dass auch Themen wie Elektromobilität und Digitalisierung berücksichtigt werden – und dass jeder der fünf Gründerwochen-Tage mit einer abendlichen Veranstaltung ausklingt.

Los geht es am Montag, 12. November, 18 Uhr, mit dem Halbfinale des Rheinland-Pitchs, ausgerichtet vom Startplatz Düsseldorf und der WFMG“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG. Der mittlerweile größte Startup-Pitch-Wettbewerb Deutschlands gibt sich in der Textilakademie die Ehre. Ehrengast und Speaker ist ein Ex-Borusse und Mönchengladbacher, die sich längst auch in der Startup-Branche einen sehr guten Namen gemacht hat: der frühere Nationalspieler Marcell Jansen. Am Dienstag, 20 Uhr, folgt die zweite Mönchengladbacher Fuckup-Night im Westend MG (SMS Businesspark), bei der Gründer und Macher in lockerer Atmosphäre von ihren größten beruflichen Niederlagen berichten.

Am Mittwoch ab 18 Uhr steigt an selber Stelle die „MaschBau Innovation Night“ von Digihub Düsseldorf/Rheinland und WFMG, bei der Startups, Unternehmen und Wissenschaftler ihre digitalen Innovationen für den Maschinenbau vorstellen. Am Donnerstag, 18 Uhr, geht es bei der Veranstaltung „Money makes the world go round“ des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft um moderne Finanzierungsformen – mit von der Partie ist Wendelin Abresch, Mitbegründer von 1&1. Am Freitag schließlich (18.30 Uhr, Westend MG) präsentieren die Unternehmer Frank Kindervatter (NEW), Hans Peter Schlegelmilch (imat-uve) und Helmut Gather (Gather Mönchengladbach) bei einem „Reverse Pitch“ ihre aktuellen

Geschäftsmodelle vor der Startup-Community und hoffen, Impulse für die Zukunft abzugreifen – während ansonsten Gründer vor Investoren und Unternehmern bestehen müssen. Der Abend geht über in eine Abschlussparty der Gründerwoche.

An allen fünf Tagen gibt es darüber hinaus auch tagsüber spannende Veranstaltungen, bei der neben WFMG und nextMG als weitere Hauptsponsoren die IHK Mittlerer Niederrhein und die Stadtsparkasse Mönchengladbach mit im Boot sind sowie zahlreiche weitere Partner von der Kreishandwerkerschaft über die Arbeitsagentur und den Handelsverband NRW-Rheinland bis hin zur Hochschule Niederrhein u.v.m. Auch überregionale Startups und Jungunternehmen wie Silexica (Köln, Software für autonomes Fahren) und Wallbe (Ostwestfalen, E-Mobilitätslösungen) sind in das Programm integriert. Mit einer einzigen Ausnahme – der MaschBau Innovation Night – sind alle Veranstaltungen überdies kostenfrei. Das Programm mit allen Anmeldemöglichkeiten findet sich unter www.gruenderwoche-mg.de.

Pressekontakt

i.A. Jan Schnettler
Telefon 02161 82379-885
Mobil 0162 293-2721
E-Mail: schnettler@wfmg.de

Eh du, du willst gründen? Wir müssen über Tricks reden!

Liebe Gründerinnen und Gründer, liebe Träumerinnen und Träumer, wir müssen reden! Nach 1,5 Jahren nextMG haben wir über die Gründerszene der Stadt viel gelernt. Hier ist in letzter Zeit viel los, aber es fehlt an einigen Basics und – die WM ist ja gerade vorbei, da darf ich solche Bilder noch nutzen – der Zug zum Tor! Dem Willen es zu tun!

Wir haben auf unserem monatlichen Treffen, dem meetupMG, viele gute Ideen kennengelernt. Aber vielen von euch fehlt der systematische Angang an die Sache. Wer ein Start-up gründen will, der geht immer ein Risiko ein – sich anstellen lassen ist bei der aktuellen Arbeitsmarktlage bestimmt einfacher. Aber „was gründen“ ist zu 100 Prozent dein Ding und die Erfahrungen, die du da machst, kann dir kein Studium vermittelten. Scheitern ist keine Niederlage, sondern eine Erfahrung! Winners are not those who never fail, but those who never quite… (Banksy)

Be brave, but don’t be stupid!

Aber es gibt ein paar Tricks, die ihr euch aneignen solltet, denn damit könnt ihr das Risiko begrenzen: Diese Tricks heißen: Minimum Viable Product, Business Model Canvas, Customer (agile) Development! Sagt euch nix? Ich empfehle schon seit langem jeder Gründerin und jedem Gründer das Buch von Eric Ries „The Lean Startup“ Leute, lest das, bevor ihr zur Bank geht und bevor ihr 100e Stunden in den Traum investiert! Be brave, but don’t be stupid!

Was da mancher auf der Uni gelernt hat und was euch manche Leute über Business-Pläne erzählen, ist NICHT das, was euch erfolgreich macht. Die alte Schule des Business-Plans geht davon aus, dass man einen Markt einschätzen und erfassen kann – vom Schreibtisch aus! Blödsinn! Märkte sind nichts anders als Kundenbedürfnisse und die muss man er-testen und ausprobieren. Hohe Kapitalbindung und hohe Investments aufgrund eines Business-Plans sind „old school“ und risikoreich! Unternehmertum ist immer mit Risiko verbunden, aber ihr könnt das auch smart angehen!

„The Lean Start-Up“ ist eine Methode!

Steve Blank, Professor an der Stanford University, hat es mal so zusammengefasst:

“It’s a methodology called the “lean start-up,” and it favors experimentation over elaborate planning, customer feedback over intuition, and iterative design over traditional “big design up front” development.” Wer keine Zeit hat, das Buch von Eric Ries zu lesen, sollte wenigstens den Artikel von Steve Blank in der Harvard Business Review lesen!

Kommt zum meetupMG wir werden dazu immer mal wieder was sagen und euch unterstützen! Check unsere Facebook-Seite für die Termine.

#meetupMG 07/18: #meetupMG in der Manufaktur

Handwerk – eine Branche, die trotz aller Bemühungen in Sachen Außendarstellung nicht auf jeden jungen Menschen attraktiv wirkt. Viele junge Leute möchten lieber auf Teufel komm raus studieren. Ein junges Gründerteam, bestehend aus Fabian Küppers und Gregor Bottermann von B & K Design, ist der Gladbacher Beweis dafür, dass Gründungen auch im Handwerk eine Zukunft haben können.. Diese und weitere Themen wurden beim „#meetupMG in der Manufaktur“ bei B&K Design an der Martinstraße 88 in Eicken vorgestellt und diskutiert.

Vor ca. 2 Jahren haben sich Fabian Küppers und Gregor Bottermann selbständig gemacht. Zu zweit starteten sie mit 200 € und rüsteten Produkte von Ebay neu auf. Heute haben sie insgesamt fünf Mitarbeiter und ein extrem erfolgreiches Jungunternehmen, das Handwerk und Design verbindet. An der Martinstraße bietet das Unternehmen exklusives Möbel- & Produktdesign aus Beton, Holz und Metall an. Es überzeugt nicht nur mit eigenem Vertrieb und eigenem Design, sondern auch mit der eigenen Produktion, die sich direkt im Anschluss an den Showroom verbirgt. Somit kann jeder Kunde hautnah miterleben, wie die Produkte hergestellt werden. Das Team berät, entwirft und produziert immer ganz individuell. Darüber hinaus liefern sie selber und bauen auf – Spitzenmöbel made in MG!

bundk.design

Den zweiten Vortrag hielt Daniel Penders von den Handwerksjunioren Mönchengladbach – er berichtete darüber, warum sich Betriebsgründungen/-übernahmen auch oder besonders im Handwerk lohnen können. „Berufe im Bereich Handwerk bieten unbegrenzte Möglichkeiten für Kreativität und Entwicklungen“, sagte Penders. Sein Credo: „Einfach machen!“ Er musste jedoch auch mitteilen, dass die Zahl der Ausbildungen zurückgeht, aber dafür die Studienabschlüsse steigen. Im Bereich Handwerk, sagte Penders, werde noch einiges passieren; die Handwerksjunioren verstünden sich als Sprachrohr für junger Gesellen und Meister und würden gerne Hilfestellung geben. Insbesondere im Bereich Digitalisierung hätten viele Mönchengladbacher Handwerksunternehmen noch massiven Nachholbedarf.

www.hwj-nrw.de

Anschließend stellte Peter Godulla noch die „Fuckup Night MG“ vor, die am Tag nach dem Meetup erstmals stattfinden sollte. Ursprünglich kommt dieses Format aus Mexico, wird aber weltweit bereits in 301 Städten durchgeführt. Dabei berichten Speaker von ihren größten Niederlagen und Pleiten – Geschichten vom Scheitern ebnen.

fuckupnights.com/monchengladbach/

Das Meetup verabschiedet sich damit in die Sommerpause: Weiter geht es am 13. September mit einem Hochschulschwerpunkt.