FKK COVID – Rettet den lokalen Einzelhandel in Mönchengladbach

Das SARS CoV-2, besser bekannt als „Coronavirus“, ist in aller Munde und bestimmt unseren Alltag. Besonders hart trifft es lokale Händler, deren Existenzen durch die Epidemie gefährdet sind. Hier möchten Marc König mit der Aktion „support your local heros“ entgegenwirken. Mit dem Kauf eines T-Shirt unterstützt der Käufer den lokalen Einzelhandel in Mönchengladbach und Umgebung und steigert somit die Überlebensfähigkeit der Händler in der Nachbarschaft.

Wir als nextMG fördern Gründerkultur, Gründerinnen und Gründer gehen Risiken ein. Aber nicht nur sie, jede und jeder der ein Geschäft betreibt und keiner von den großen Ketten ist, hat in diesen Tagen besonders zu leiden! Gründerinnen oder Gründer, alteingesessener Einzelhandel oder hippes Trendgeschäft – uns egal, nextMG will, dass es euch nach Corona noch gibt! Darum unterstützen wir diese Aktion: Helft uns dabei, unsere Local Heroes zu retten.

Michael Bahrke, nextMG Vorstand Gründung, hat mit Marc König über die Initiative gesprochen.

Michael: Support your local heroes, erzähl mal, wie kam es zu der Aktion?

Marc: Ein wenig Langweile, spät in der Nacht noch vor dem Computer gesessen und youtube geguckt, da habe ich gedacht, das kann nicht alles sein in der Zeit, in der ich im Home Office bin. Dann habe ich ein bisschen durch die hippe Presse geklickt und habe gesehen, dass es in Berlin hippe Projekte gibt, die Verkaufen T-Shirts gegen Geld, da dachte ich mir, sowas könnte es sein und habe nach Domains geguckt. Dann war noch Fuck Covid frei, extrem plakativ, aber für mich war das erstmal ok, und ich habe mir die Domain gesichert. Dann habe ich gedacht: ok, Domain hast du und jetzt? T-Shirts produzieren ist cool, aber Geld damit verdienen, in der der Zeit jetzt, da hat eh keiner Bock drauf, also habe ich gesagt: komm wir müssen was für die Lokalen hier machen und so ist das Projekt zusammen mit ein paar Freunden entstanden.

Michael: Kaum war die Seite im Netz am Donnerstag (19.03.2020) im Netz, war die Aktion schon im Radio – wie ist die Resonanz?

Marc: Die Seite ging Donnerstagnacht ans Netz, das Radio ist dann durch private Kontakte auf uns aufmerksam geworden, aber Stand heute (Samstag, 21.03.2020) haben wir mehr als 100 verkaufte T-Shirts. Die lokalen Geschäfte und Anbieter waren begeistern und haben uns enormes Feedback gegeben. Da wollten uns schon ein paar Geschäfte was schenken; aber wir wollen ja nichts von denen, sondern den „Locals“ was schenken. Es ist ein tolles Gefühl und macht Spaß eine Community zu schaffen, die es vorher vielleicht in der Form noch nicht gab.

Michael: Tolle Aktion; danke Marc!

Macht mit! Unterstützt eure local heros. Hier ist der Link zu den  Produkten https://www.supportlocalheroes.de/collections/all

Die T-Shirts kosten 20 Euro.  10 Euro gehen in die Kosten der Produktion, 10 Euro gehen in den Topf für die Unterstützung der lokalen Geschäfte und Produzenten.

PM: Habt Mut!

Mönchengladbach, 19. März 2020

Not macht bekanntlich erfinderisch. Die Anweisung der Landesregierung, die Schulen dicht zu machen und den Unterricht dennoch fortzuführen, hat viele Schulen vor enorme Herausforderungen gestellt. Die in Mönchengladbacher Schulen vielfach angewandte Lösung, den zu erlernenden Stoff mit Angaben zu den Büchern und runterzuladenden Arbeitsblättern auf Schulwebseiten zu veröffentlichen, ist indes wenig erfinderisch und leider noch weniger zielführend. Welcher Jugendliche kann sich angesichts von Sonnenschein und steigenden Temperaturen schon zum Lernen motivieren? Seien wir ehrlich: Welcher Erwachsene kann es?

Gleichzeitig offenbart dieser Ansatz zwei eklatante Versäumnisse der Vergangenheit: Zum einen haben wir nicht sichergestellt, dass die Jugendlichen rein technisch in der Lage sind, den Lernstoff auf diese Weise abzurufen und zu bearbeiten. Hat jeder Schüler einen Drucker zuhause? Kann er überhaupt die Daten herunterladen? Ruft er seine Mails ab? Zum anderen dürfte das Gros der Eltern nicht darauf vorbereitet sein, ihren Kindern die dafür nötige Hilfestellung zu geben. Weder technisch noch didaktisch.

Das Meistern der Corona-bedingten Lernkrise hängt somit wieder vom Engagement einzelner Schulen und vor allem Lehrer ab. Erfolgversprechend sind wieder Modelle, die sich die Digitalisierung zu Nutze gemacht haben. Das zeigen Schulen wie die Privatschule HEBO, das Gymnasium am Geroweiher, die Gesamtschule Hardt oder auch das Gymnasium Odenkirchen. Sie waren schon vor der heutigen Situation den Umgang mit neuen Medien und Kommunikationskanälen gewohnt. In regelrechtem New Work Style motivieren sie jetzt mit Video-Chats, Skypen oder Software wie Discord ihre Schülerinnen und Schüler zum selbständigen Lernen des anstehenden Stoffes. „Ich hatte noch nie eine so hohe Anwesenheitsquote wie jetzt“, berichtet Felix Nattermann, Leiter der größten IT-AG der Stadt und schlicht auch Lehrer des Gymnasiums am Geroweiher, von seinem letzten Chat-Unterricht. „Meine Schüler sind den Umgang mit diesen Medien schlicht gewohnt und können ihn leicht für andere Fächer nutzen.“ Denn war ihn besonders freute, war, dass er nun auch viele Kollegen für diese neue Art des Unterrichtens begeistern konnte. „Wir schreiben alle Erfahrungsberichte, die wir gerne auch anderen Lehrern zur Verfügung stellen werden.“ Schließlich müsse Lernen auch für Lehrer eine Selbstverständlichkeit sein.

Learning by doing

Das Modell von jetzt auf gleich auf andere Schulen zu übertragen, ist indes Illusion. Selbst der neu gewählte Vorstand von nextMG brauchte Übung, um in neuer Besetzung innovative digitale Kommunikations- und Arbeitstools zu nutzen. Was aber alle Vorstandsmitglieder hatten und haben, ist das Fehlen jeglicher Angst vor Fehlern in der Welt des Digitalen. Dafür ist ihnen qua Funktion Lust und Mut zu eigen, Neues auszuprobieren. Eine Einstellung, die nextMG gerne auf die Bildungswelt übertragen würde und dafür laufend Empfehlungen für E-Learning-Tools an kooperierende und anfragende Schulen weitergibt. Nicht, um diese jetzt sofort alleinig zur Lösung der Not einzusetzen. Aber um die Not zu nutzen, zu experimentieren, Neues kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln.

Es bleibt jedoch die Notwendigkeit der Diskussion, wie Schülerinnen und Schüler für Unterricht im Jahr 2020 ff. ausgestattet sein sollten. War es vor wenigen Jahren der grafikfähige Taschenrechner, der ob der hohen Anschaffungskosten von den Schulgemeinschaften zu stemmen war, muss es jetzt die Frage sein, ob nicht jeder Jugendliche ab der 5. Klasse einen Laptop und auch eine eigene von der Schule bereitgestellte Mailadresse mit entsprechendem Zugang haben muss. Bei einem verfügbaren Einkommen, das in Mönchengladbach mit rund 20.700 € pro Jahr an Platz 6 hinter Krefeld und nur noch knapp vor Essen und Duisburg rangiert, kann man sich den Aufschrei der Elternschaft nicht nur vorstellen, sondern durchaus nachvollziehen. Denn auch eine Vielzahl an Eltern und Pädagogen muss noch weitergebildet und begeistert werden für den Umgang mit der wachsenden Digitalisierung. Doch niemand weiß, wie hoch der Unterstützungsbedarf wirklich wäre. Lasst ihn uns doch herausfinden! Die Notwendigkeit war noch nie so offensichtlich wie jetzt. Dementsprechend hatte auch Mönchengladbach noch nie so gute Argumente für finanzielle Unterstützung wie jetzt.

Wenn die Lernkrise am Ende etwas Gutes gehabt haben soll, sollten wir alle jetzt Neues wagen. Unter Druck ist der Mensch zu so manchem fähig, vielleicht sogar zur Einführung stadtweit einheitlicher, funktionstiefer und motivierender Lernplattformen für innovatives Lehren und Lernen. „Trial & Error“ war schon zu Platos Zeiten das Grundprinzip des Unterrichtens. Solange man aus Fehlern lernt.

Für Rückfragen:

Ute Schmeiser
Vorstand Kommunikation
Telefon: 0175 502 2017
Mail: ute.schmeiser@nextmg.org

Mitglieder im Gespräch: Michael Bahrke (Die Eisdealer)

Die Eisdealer – die beliebteste Eismanufaktur der Stadt
Susan und Michael Bahrke haben eigentlich andere Jobs, aber in ihrer Freizeit sind sie „DIE EISDEALER“. Neben ihren Vollzeitjobs haben sie aus ihrer Leidenschaft für Eis und gutes Essen ein kleines Unternehmen gegründet, das besonderes Eis herstellt. Mal vegan, mal ungewöhnlich wie Sesam-Karamell, Milchreis – auch El Presidente genannt – oder Spekulatiuseis für den weihnachtlichen Nachtisch. Dazu gibt es selbstgebackene Waffelhörnchen, auch mal in schwarz mit Bio-Kokosnuss-Kohle gefärbt. Mit diesem Konzept wurden sie nach einem Jahr bereits die beliebteste Eisdiele der Stadt. Sie sind seit 2018 Mitglied bei nextMG.

nextMG: Wie ist eure Idee entstanden? Was treibt zwei Menschen, die Vollzeit arbeiten, dazu eine Eis-Manufaktur zu gründen?

Susan: Der Wunsch nach mehr Freizeit war es sicherlich nicht…

Michael: Aber mal im Ernst, die Eisdealer sind das komplette Gegenmodell zu unseren eigentlichen Jobs. Während ich im Büro Exceltabellen quäle und Powerpointfolien erstelle, kann ich im Eislabor meiner Leidenschaft frönen und unsere eigenen Eissorten kreieren. Ein Kindheitstraum!
Fast noch wichtiger ist für mich aber das unmittelbare Kundenfeedback. Einem Gast der Eisdealer einen Probierlöffel mit einer neuen Kreation zu reichen und dann seine Reaktion im Gesicht abzulesen, ist einfach unbezahlbar. Zum Glück sind diese Reaktionen meist sehr positiv und dass bei über 100 verschiedenen Sorten, die wir in den ersten beiden Jahren getestet haben.

nextMG: Was sind eure Erfolgsfaktoren gewesen – ihr wart im vergangenen Jahr in aller Munde?

Michael: Unser Erfolg beruht sicherlich auf unserer Leidenschaft für das was wir machen. Natürlich muss so ein Projekt auch betriebswirtschaftlich funktionieren, aber es steht nicht im Mittelpunkt. Das erlaubt es uns bei der Qualität keine Kompromisse eingehen zu müssen.
In unser Vanilleeis kommt eine mexikanische Gourmetvanille und sonst nix. Kein künstlich hergestelltes Aroma wie Vanillin, keine Farbstoffe und keine Konservierungsstoffe. Wir verwenden Milch die direkt vom Bauernhof kommt, nicht ultrahocherhitzt, nicht homogenisiert – ein echtes Naturprodukt. Dadurch sind unsere Rohstoffkosten erheblich teurer als bei anderen Eisdielen, aber das ist es uns wert, da man den Unterschied schmeckt.

Susan: Mit unserer Präsens beim Greta- und Claus-Markt, in der Kulturküche beim „eat & chill“, auf Kultur- und Musikfestivals arbeiten wir mit sehr vielen Menschen zusammen, die eine ähnliche Leidenschaft wie wir haben. Es ist toll ein Teil davon zu sein.

nextMG: Was hat euch das Gründen gebracht – welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wie hat es euch verändert, vielleicht auch mit Blick auf eure „anderen Jobs“?

Michael: Die Selbstständigkeit bringt sehr viel Eigenverantwortung und Entscheidungen mit sich. Es gilt Ideen umzusetzen, mit Partnern zu kooperieren, sich und andere zu motivieren, aus Fehlern zu lernen und so ein Projekt mit innovativen Ideen immer weiter voranzubringen. In welchem Job kann man solche Erfahrungen nicht brauchen?

nextMG: Was würdet ihr jungen Gründern raten?

Susan: Glaubt an euch, glaubt an eure Idee, traut euch und setzt sie mit Leidenschaft um.

Michael: Testet eure Idee im Vorfeld der Gründung ausgiebig. Fragt Leute mit Erfahrung, die im Idealfall nicht aus eurem direkten Umfeld kommen. Stellt eure Idee zum Beispiel beim „meetupMG“ vor, diese Erfahrung und das Feedback bringen euch garantiert weiter.

nextMG: Gründen in Mönchengladbach, weil …

Susan & Michael: …die Stadt ist so herrlich unperfekt und gestaltbar! Daraus ergeben sich einfach viele Möglichkeiten und Projekte die man umsetzen kann. Und man ist nie allein. In Mönchengladbach finden sich sehr schnell Mitstreiter, wenn es darum geht Dinge auszuprobieren und die Stadt so ein Stückchen lebenswerter zu machen.

Mitglieder im Gespräch: Stefano Picco (spicOne)

Kommunikation gestalten – digital und analog

Stefano Picco ist der Kopf hinter der spicOne multimedia e.K. – er hat die Agentur für Kommunikations-Design 1999 gegründet. Stefano war auch Mitgründer der Bürogemeinschaft Sektor M an der Sophienstraße in der Alten Spinnerei, die 2007 gegründet wurde – einer der ersten Co-Working-Angebote in Mönchengladbach. Er ist Gründungsmitglied von nextMG.

nextMG: Stefano, was macht eine Agentur für Kommunikations-Design?

Stefano: Die Kernaufgabe ist es, die Sichtbarkeit von Unternehmen wortwörtlich greifbar zu machen oder diese zu optimieren. Das beste Produkt oder die genialste Dienstleistung kann nicht gefunden werden, wenn sie kein Erscheinungsbild hat – Stichwort Corporate-Design. Neben der Entwicklung oder auch Überarbeitung einer Wort-Bild-Marke, gilt es natürlich auch alle weiteren Elemente des Corporate-Designs, wie die Typografie und die Farben konzeptionell zu entwickeln und festzulegen. Websites, Apps, weitere Drucksachen, Branding, Merchandising etc. pp oder auch der Auftritt in sozialen Netzwerken gehören genauso dazu.

nextMG: Warum hast du gegründet – warum kein komfortabler Job in einer großen Agentur?

Stefano: Kreative Freiheit – ich habe in der Vergangenheit bereits in diversen Agenturen gearbeitet, sei es als Praktikant bis hin zum Leiter der Design-Abteilung mit Mitarbeitern. Dabei wurde schnell klar, dass es ab und an größeren Diskussionsbedarf gab, der nicht immer zielführend war und meiner persönlichen Vorstellung von guter Gestaltung entsprach. Und dann muss man sich entscheiden, auf vermeintliche Sicherheit setzen und unzufrieden werden oder das Wagnis der Selbstständigkeit starten.

nextMG: Du bist Teil vom Sektor M an der Sophienstraße – eine kreative Bürogemeinschaft – was sind die Vorteile einer solchen Gemeinschaft?

Stefano: Auch hier steht die Kreativität im Mittelpunkt, denn der kreative Austausch mit anderen Personen und anderen Branchen gibt einem einen großen Mehrwert und eröffnet neue Perspektiven. So entstehen Ideen und vor allem Lösungsansätze, auf die man alleine höchstwahrscheinlich nicht gekommen wäre. Kommunikation leben ist hier ein wichtiger Punkt. Aber es gibt natürlich auch ganz pragmatische Dinge, die speziell anfangs helfen. Eine gemeinsame Infrastruktur erleichtert und unterstützt die berufliche Entwicklung – in jeglicher Hinsicht. Ebenfalls ist der Aufbau des eigenen Netzwerks und letztendlich auch von Klienten, mit entsprechenden Synergieeffekten ein großer Benefit.

nextMG: Wenn du zurückblickst: was würdest du heute anderes machen und was würdest du jungen Gründern in deinem Feld raten?

Stefano: Das ist ganz schnell auf den Punkt gebracht. Speziell Kreative sollten sich frühzeitig und intensiv mit kaufmännischen Fragen beschäftigen oder sich direkt einen entsprechenden Partner ins Boot holen. Vieles muss bedacht und sorgfältig geplant werden. Denn am Ende steht und fällt viel mit den Finanzen – ob man das will oder nicht.

nextMG: Digitalisierung ist, …

Stefano: … eine großartige Erleichterung in vielen Bereichen und Steigerung der Effizienz. Es ist natürlich in Teilbereichen auch eine große Herausforderung – selbst im kreativen Bereich – aber wenn man es anpackt und sich dafür Zeit nimmt, profitiert man relativ schnell davon. Mehr Zeit und Energie für Konzeption, Gestaltung und neue Ideen.

PM: Duo Sebastian Leppert und Susanne Feldges leitet ab sofort den Digital- und Gründerverein nextMG

Vorstandsneuwahlen und Bilanz der ersten drei Jahre

Mönchengladbach, 10. Februar 2020

Ende 2016 war die Mönchengladbacher Digitalisierungs- und Gründerinitiative nextMG e.V. aus der Taufe gehoben worden, nun standen die ersten turnusmäßigen Vorstandsneuwahlen mit einer Reihe von Neubesetzungen an. Sebastian Leppert (elements of art) rückt vom Stellvertreterposten auf den des Vorsitzenden, Susanne Feldges (Alldesign) komplettiert das Führungsduo. Künftig wird des Weiteren jedem Arbeitsbereich ein inhaltlich verantwortliches Vorstandsmitglied zugeordnet. Außerdem strebt der Verein künftig die Gemeinnützigkeit an. Der ausscheidende Vorsitzende Mark Nierwetberg zog eine positive Bilanz der ersten drei Jahre Vereinsarbeit.

Neben Nierwetberg, der aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheidet, diesem aber in beratender Funktion im erweiterten Vorstand erhalten bleibt, stellte sich auch Prof. René Treibert von der Hochschule Niederrhein nicht zur Wiederwahl. Erneut in das Gremium berufen wurde hingegen Rafael Lendzion (WFMG) als Kassenwart. Zusätzlich neu berufen wurden bei der Mitgliederversammlung im Studio der Stadtsparkasse am Bismarckplatz des Weiteren: Michael Bahrke (Die Eisdealer) für den Bereich Gründung; Thorsten Unger (Wegesrand GmbH & Co. KG) für den Bereich Digitale Transformation; Heike Grünert (ITZ Rhein-Maas) für den Bereich IT-Bildung; sowie Ute Schmeiser (Schmeiser Marketing) für Kommunikation. Über eine Beisitzer-Struktur – die jeweiligen Akteure sollen durch den neuen Vorstand berufen werden – soll die Expertise insbesondere von Institutionen wie Industrie- und Handelskammer sowie Hochschule Niederrhein mit in die Vorstandarbeit einbezogen werden. Die Prüfung der Gemeinnützigkeit wird angestrebt, um dem Verein im Idealfall künftig größeren finanziellen Spielraum zu ermöglichen.

Nierwetberg schilderte in seinem Grußwort zum einen die erfreuliche Entwicklung des Vereins seit dessen Gründung: Die Mitgliederzahl ist von knapp 30 auf mittlerweile 70 gestiegen. Darunter sind 32 Unternehmen und Institutionen, 15 Startups, 14 Einzelpersonen und neun Mentoren. Unter den drei Säulen der Vereinsarbeit (Gründung, Digitale Transformation, IT-Bildung) habe sich speziell der Bereich Gründung sehr positiv entwickelt, auch in Sachen IT-Kompetenz habe nextMG wichtige Impulse setzen können. Sebastian Leppert schilderte in seinem Ausblick für die künftige Vereinsarbeit, dass es im Zuge des Strukturwandels die wichtigste Aufgabe sein werde, die bereits eklatante „MINT-Lücke“ zu schließen und für ausreichend Fachkräftenachwuchs in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu sorgen. Man wolle weiterhin alle Beteiligten aus dem Kreis der Bürgerinnen und Bürger, aus Politik, Verwaltung und der lokalen Wirtschaft herzlich dazu einladen, mit nextMG zusammen die bevorstehenden und hochgradig verändernden Transformationen auf allen Ebenen zu begleiten, so Leppert weiter. „Der Verein wird aber auch von sich aus – wie in den letzten drei Jahren – die Initiative ergreifen und in allen Bereichen der Stadt die digitale Transformation voranbringen. Dies geschieht aus der tiefen Überzeugung, für die Heimatstadt und die Region einen sicheren und guten Platz unter den Städten der Zukunft zu ermöglichen.

Für Rückfragen:

Ute Schmeiser
Vorstand Kommunikation
Telefon: 0175 502 2017
Mail: us@schmeiser-marketing.de

Foto: Der neue Vorstand von nextMG (v.l.): Rafael Lendzion, Sebastian Leppert, Susanne Feldges, Heike Grünert, Thorsten Unger und Michael Bahrke. Es fehlt Ute Schmeiser. Foto: nextMG e.V.

 

Mitglieder im Gespräch: Dr. Norbert Miller (Scheidt & Bachmann)

Tradition mit Gründerspirit: Scheidt & Bachmann

Wer an einer Shopping Mall in Nairobi parkt, in Toronto Bus und Bahn nutzt oder in Berlin, Bern oder Mönchengladbach tankt, hat vermutlich schon einmal Scheidt & Bachmann Produkte benutzt. Das Familienunternehmen wurde 1872 gegründet und befindet sich derzeit unter der Führung von Dr.-Ing. Norbert Miller in der mittlerweile fünften Generation der Gesellschafterfamilie. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus fast 50 Nationen arbeiten weltweit an Lösungen für eine mobile Welt. Scheidt & Bachmann ist seit 2017 Mitglied von nextMG.

nextMG: Warum ist für ein Traditionsunternehmen wie Scheidt & Bachmann das Thema Gründung wichtig?

Dr. Norbert Miller: Wir leben in einer Zeit, in der sich die Marktanforderungen im Technologie-Sektor rasend schnell verändern. Durch die Gründung spezialisierter Unternehmen sind wir in der Lage, flexibel und kurzfristig auf diese Änderungen zu reagieren. Zum einen können sich die kleinen, somit agileren Strukturen besser auf neue Zielsetzungen konzentrieren, zum anderen hat es sich bewährt, durch gemeinsame Gründung mit ähnlich orientierten Unternehmen Know-how zu bündeln, um dadurch schneller Lösungen für neue Marktanforderungen zu finden.

nextMG: Sie haben eine lange Tradition – was verändert sich aus Ihrer Sicht gerade in der Wirtschaft?

Dr. Norbert Miller: Die technologischen Weiterentwicklungen bieten zahlreiche Möglichkeiten für neue, kundenfreundlichere und umweltentlastende Lösungen, vor allem im Mobilitätssektor. Hier nicht nur Schritt zu halten, sondern Vorreiter zu sein, ist unser Ziel. Wir hinterfragen unsere eigenen Systeme fortlaufend und investieren in unsere Innovationskraft. Eine große Veränderung findet zudem in der Unternehmenskultur allgemein statt. So sind heute zum Beispiel eine ausgeglichene Work-Life-Balance sowie ein flexibles Arbeitsumfeld Grundvoraussetzungen dafür, Mitarbeiter langfristig für sich zu gewinnen. Fachkräfte werden in Zeiten der digitalen Revolution und Internet 4.0 stark umworben. Somit sind heute wir Unternehmen am Zug, uns attraktiv aufzustellen, um die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf uns aufmerksam zu machen.

nextMG: Wie denken Sie muss sich der Standort Mönchengladbach entwickeln, um sich auf diese Veränderungen auszurichten?

Dr. Norbert Miller: Für Mönchengladbach wird es wichtig sein, attraktiven Lebensraum anzubieten, denn der ist für junge Fachkräfte genauso wichtig wie die Attraktivität der Unternehmen selbst, wenn es darum geht, ob sie in Mönchengladbach oder eher in Berlin oder München heimisch werden.

nextMG: Sie haben 2018 die Mehrheit an dem Start-up evopark erworben. Was war der Grund für eine solch enge Zusammenarbeit mit einem Start-up?

Dr. Norbert Miller: Scheidt & Bachmann entwickelt und produziert bereits seit 1966 Lösungen für das Parkraummanagement. Das Produkt „evopark“ eignet sich hervorragend für die Integration in unser Portfolio und stellt eine wichtige Komponente im Bereich der intelligenten Parkraumbewirtschaftung dar. Die enge Zusammenarbeit mit evopark, die schließlich zum Erwerb von Mehrheitsanteilen führte, war somit eine naheliegende Entscheidung und ein Beispiel für das eben angesprochene Investieren in unsere Innovationskraft.

nextMG: Digitalisierung bedeutet für Ihr Unternehmen …

Dr. Norbert Miller: Die Digitalisierung bestimmt nahezu unser gesamtes unternehmerisches Handeln, denn sie steckt in jedem unserer Systeme und hat im Umsatz die mechanischen Komponenten weit hinter sich gelassen. Alleine die Digitalisierung des Schienenverkehres in Deutschland „Digitale Schiene Deutschland“ wird durch unseren Geschäftsbereich „Systeme für Signaltechnik“ maßgeblich beeinflusst werden. Auch für die internen Prozesse bietet die Digitalisierung große Möglichkeiten. Das Vernetzen unserer Mitarbeiter weltweit und das Teilen von Wissen ist eine wichtige Voraussetzung für unseren zukünftigen Erfolg. Neben der Digitalisierung zahlreicher Prozesse haben wir beispielsweise gerade eine Mitarbeiter App eingeführt, die für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit eine Zeitenwende in der Kommunikation bedeutet und ohne die Digitalisierung nicht möglich wäre.

PM: Ein Baukasten für die digitale Transformation

„Experimentierräume MG“ nach acht Veranstaltungen beendet

Mönchengladbach, 5. Dezember 2019

„Was ist dran an künstlicher Intelligenz?“ – das wurde jetzt als Abschluss der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Experimentierräume MG“ der WFMG mit rund 40 Führungskräften und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gründerszene diskutiert. Mit dem „Texentium“ im alten Van-Laack-Quartier wurde dabei zugleich ein neuer Innovationsraum über den Dächern der Stadt eingeführt. WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus freute dabei besonders, dass der Großteil des Programms von Gladbacher Protagonisten bestritten wurde. Dies zeuge von einem soliden Fundament zum Thema Digitalisierung, auf das man auf jeden Fall aufbauen werde.

Seit 2018 organisierte die WFMG im Rahmen des Landesförderprogramms DWNRW Networks, unterstützt von der Digitalinitiative nextMG, insgesamt acht „Experimentierräume“ zu unterschiedlichen und drängenden digitalen Fragestellungen des Mönchengladbacher Mittelstands, auch im Zusammenspiel mit der Startup-Szene. Wie können Startups digitale Geschäftsmodelle „befreien“, die im Mittelstand schlummern? Wie schaffen wir es, die Old Economy zu „new economisieren“? Wie müssen Innovationsräume abseits der Metropolen aussehen? Das waren die leitenden Herausforderungen, um welche die WFMG Formate entwickelte, wie etwa einen „Reverse-Pitch“, bei dem nicht, wie üblich Gründer vor Unternehmen pitchen, sondern Unternehmen vor Gründern. Gemeinsam wurden dabei die Geschäftsmodelle auf den Prüfstand gestellt und neue Ideen diskutiert.

Für die langfristige Zielsetzung von der Vernetzung zwischen Startups und KMUs sowie deren Förderung und Weiterentwicklung haben die Experimentierräume eine gute Ausgangsbasis geschaffen und ein Grundrauschen in der Region, manchmal gar bundesweit erzeugt. Die fachspezifischen Veranstaltungen mit Namen wie „Retail Performance and Experience“, „From Virtual to Reality“, „Textile meets Tech-style“ oder „Smarter Niederrhein“ haben Mönchengladbach auf die Landkarte für Fachkräfte und Gründungswillige gebracht und die bestehende, lokale Szene rund um die Innovationsräume der Stadt zu einer nachhaltigeren Community entwickelt. Die im Verlauf der Experimentierräume gebildeten Kooperationen und Kontaktanbahnungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Startup-Gemeinde zahlen auf die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts ein. Ganz im Sinne des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW als Fördergeber und des Projektträgers Jülich konnten in den Experimentierräumen erprobte Formate bereits nachhaltig in Folgeveranstaltungen wie eine „Digital Health Startup-Night“ oder den am 23. April 2020 stattfindenden „SmartCity-Summit.MG“ überführt werden.

Mit freundlichen Grüßen

WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH

Ansprechpartner

i.A. Lars Randerath
Telefon 02161 82379-882, E-Mail: randerath@wfmg.de

Mitglieder im Gespräch: Andreas Cüppers (Borussia Mönchengladbach)

Ab sofort stellen wir im regelmäßigen Turnus einzelne unserer Mitglieder vor und befragen sie zu spezifischen Themen mit Bezug zu unseren Säulen Gründergeist, Digitale Transformation und IT-Bildung. Den Auftakt macht …

Borussia Mönchengladbach ist sicherlich eines der prominentesten Mitglieder von nextMG. Seit Sommer 2018 unterstützen die Fohlen nextMG. Warum ist einem Fußballverein das Thema Digitalisierung und Gründer wichtig? Ein Gespräch mit Andreas Cüppers, Abteilungsleiter Digitale Entwicklung bei Borussia Mönchengladbach.

nextMG: Andreas, du bist Abteilungsleiter Digitale Entwicklung bei Borussia; was entwickelt sich bei Borussia digital – abgesehen von den Bestellprozessen für Tickets?

Cüppers: Die Ticket- und Bestellprozesse sind natürlich etwas, was für den Fan unmittelbar sichtbar ist. Da gibt es sicherlich auch noch eine ganze Reihe an anderen Dingen, die wir anpacken wollen und zum Teil auch anpacken müssen, weil unser Angebot da einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Insgesamt arbeiten wir daran, an den Stellen digitale Technologien einzuführen und zu nutzen, an denen es aus unserer Sicht sinnvoll ist. Das ist es, wenn wir den Service für die Fans verbessern können oder wenn wir Prozesse beschleunigen oder vereinfachen können. Demzufolge ergibt sich ein breites Spektrum an Themen, an denen wir arbeiten. Intern wie extern.

nextMG: Borussia hat in 2018 zum ersten Mal an der Virtuellen Bundesliga teilgenommen. Da wird der Meister an der „Playstation 4“ und der „Xbox one“ ausgespielt. Wie schaut man sich die Spiele als Interessierter an und welche Bedeutung hat das für euch als Bundesligaverein?

Cüppers: Die Spiele in der Virtuellen Bundesliga, das ist der offizielle eFootball-Wettbewerb der Deutschehn Fußball-Liga (DFL), werden beispielsweise einmal wöchentlich bei ProSiebenMaxx gezeigt, also im frei empfangbaren Fernsehen zur besten Sendezeit. Dort sind aber immer nur ausgewählte Spiele zu sehen. Wer zum Beispiel unsere Spiele alle in voller Länge sehen möchte, dem sei unser eigener Kanal auf der kostenlosen Streaming-Plattform Twitch empfohlen. Dort gibt es immer einen kommentierten Livestream von unseren Spielen. Auf der Plattform Twitch sieht man auch ganz gut, welch stark wachsender Markt E-Sports schon jetzt ist. Das Angebot an Livestreams ist riesig, die Zuschauerzahlen wachsen ebenso rasant wie die Preisgelder. Für uns ist das Engagement eine gute Möglichkeit, junge Zielgruppen zu erreichen, die im E-Sports eben vorhanden sind und die wir als Fußballverein auf anderen Wegen nicht mehr so leicht erreichen wie noch vor einigen Jahren.

nextMG: Wie ist denn die Bilanz der virtuellen Fohlen?

Cüppers: Auch wenn für uns der rein sportliche Erfolg im E-Sports nicht im Vordergrund steht, so freuen wir uns natürlich, dass wir an den Konsolen derzeit auch sehr gute Ergebnisse erzielen. Zwei unserer Spieler gehören gemessen an den Ergebnissen und Turnieren in der „Fifa 20“-Saison derzeit zu den zehn besten Spielern der Welt und in der angesprochenen Virtuellen Bundesliga gehören wir momentan auch zu den Topteams und können uns berechtigte Hoffnungen machen auf eine direkte Qualifikation für das Grand Final im März 2020.

nextMG: Wir sind ja nicht nur ein Verein, der digitale Transformation vorantreiben will, sondern wir wollen auch das Thema Gründung fördern. Im vergangenen Jahr gab beispielsweise der 1. FC Köln bekannt, dass er, um an der Weiterentwicklung des Sportmarkts zu profitieren, ein Programm zur Förderung von Startups aus dem Sport auflegen wird. Wie sieht es da bei Borussia aus?

Cüppers: Wir beobachten sehr genau, was andere Klubs in diesem Bereich machen, da wir grundsätzlich davon überzeugt sind, dass auch uns die Zusammenarbeit mit Startups gut tun würde. Wir nehmen auch wahr, dass wir dafür nicht nach Berlin oder sonstwo hinschauen müssen, sondern uns an unserem Heimatstandort Mönchengladbach nicht zuletzt auch durch nextMG schon sehr gut vernetzen können. Ich bin guter Hoffnung, dass wir da in absehbarer Zeit auch etwas in die Wege leiten können, was zur Förderung von Startups beitragen kann.

nextMG: Abschließend noch die Bitte diesen Satz zu vervollständigen: Die Digitalisierung …

Cüppers: …bietet uns bislang ungeahnte Möglichkeiten, die wir nur nutzen müssen.

PM: Bundesweiter Spitzenplatz im Bereich Gründung kommt nicht von ungefähr

Mönchengladbach, 3. Dezember 2019

Seit drei Jahren existiert der Digitalisierungs- und Gründerverein nextMG, seit zwei Jahren hat die WFMG ihre Arbeit im Startup- und Gründerbereich intensiviert. Die Anstrengungen zahlen sich mittlerweile aus: Im aktuellen „Städtetest 2019“ von IW Consult, Wirtschaftswoche und ImmobilienScout24 belegt Mönchengladbach in der Kategorie „Gründergeist“ den ersten Platz – und das bundesweit. Konkret konnte die Vitusstadt im Jahr 2018 mit 75,9 Unternehmensgründungen pro 10.000 Einwohner punkten; mit bereits deutlichem Abstand folgen dahinter Frankfurt am Main (63,4) und Düsseldorf (56,4). Der Mittelwert unter 71 Großstädten beträgt 32,4 Gründungen. „Das ist nicht zuletzt Lohn auch der tollen Arbeit der Kollegen und von NextMG“, sagt WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus. „Wir brauchen jetzt ein mutiges und gründungsorientiertes Konzept für das alte Polizeipräsidium, um diesen Schwung zu verstetigen“, fügt nextMG-Vorsitzender Mark Nierwetberg hinzu. Doch der Spitzenplatz im Städteranking ist beileibe nicht der einzige Erfolg, den es 2019 zu verzeichnen gab.

GRÜNDERWOCHE 2019

Vom 16. bis 24. November haben WFMG, nextMG und IHK Mittlerer Niederrhein gemeinsam mit 35 Partnern wie Stadtsparkasse, NEW Blauschmiede und CO21 die Gründerwoche 2019 ausgerichtet. 28 Veranstaltungen standen auf dem Programm – und die Bilanz fällt ausgenommen positiv aus:

  • Das Bundeswirtschaftsministerium registrierte die Mönchengladbacher Aktivitäten überaus wohlwollend; ein seitens des Ministeriums-Dienstleisters proaktiv angefragtes WFMG-Testimonial war während des Aktionszeitraums auf der Startseite der zentralen Plattform www.gruenderwoche.de sowie auf der Facebook-Seite des Ministeriums zu sehen. Die WFMG zählte zu einer Handvoll von insgesamt 1500 bundesweiten Partnern, die hierfür explizit ausgewählt wurden.
  • Die Intensität, mit der Mönchengladbach die Gründerwoche bespielt, bildet ein Alleinstellungsmerkmal; in Sachen Veranstaltungsdichte konnte diesmal keine der großen Gründermetropolen wie Düsseldorf, Köln oder das Ruhrgebiet mithalten.
  • Die Gründerwoche entwickelte überregionale Strahlkraft; Besucher kamen aus Städten wie Krefeld und Köln angereist sowie aus den Niederlanden. Erstmals waren außerdem Partner aus Krefeld, Viersen, Willich, Grefrath und Korschenbroich beteiligt. „Meine schönste Geschichte ist aber die von vier Studenten aus Venlo, die ,Gründen‘ googelten und so auf die Events in Gladbach aufmerksam wurden“, sagt Nierwetberg. „Das Gründercoaching am Auftakt-Samstag fanden sie so gut, dass sie die Woche über hierblieben, um an anderen Veranstaltungen teilnehmen zu können.“
  • Mit Social-Media-Marketing wurden knapp 105.000 Menschen aus den relevanten Zielgruppen erreicht. Auch erstmals genutzte Kanäle wie Pre-Stream-Kampagnen im Radio und die LED-Wand auf dem Alten Markt erzielten massive Reichweiten.
  • Inklusive des Henry-Maske-Abends wurden die Veranstaltungen von weit mehr als 1000 Teilnehmern frequentiert.
  • Zahlreiche Mönchengladbacher Startups standen selbst auf der Bühne und dienten somit als Best-Practice-Beispiele – etwa Meet Pablo, Masasana, EEDEN und Fil Mea.
  • Die Rückmeldungen aus der Zielgruppe waren ausnehmend positiv. „Und das ist schließlich das Wichtigste: dass die Angebote – vom kleinen Workshop bis zur großen Abendveranstaltung – bei den Gründungsinteressierten und Gründern gut ankommen und diese inhaltlich etwas mitnehmen können“, sagt WFMG-Projektmanager Jan Schnettler.
  • Mit den erstmals besetzten Themen Nachhaltigkeit/Sozialgründungen sowie der Einbindung der Kunst- und Kulturszene wurde der Nerv der Zeit getroffen. „Viele neue Kontakte, gute praktische Beispiele. Wir sind insgesamt sehr zufrieden“, sagt Christoph Schlee vom CO21 Coworking, das die Gründung eines Social Impact Labs vorantreibt.
  • Bei der Bewerbung und Vermarktung der Gründerwoche konnte sich die WFMG auf ein engagiertes Partnernetzwerk verlassen. „Dank gebührt allen, die auf den verschiedensten Kanälen unermüdlich dafür getrommelt haben“, sagt Schnettler.
  • Der Abschlussfilm der Gründerwoche ist auf dem städtischen Youtube-Kanal unter folgendem Link zu sehen: https://bit.ly/33rOIJy

STARTUP.STARTERKIT.MG

Auf Initiative von nextMG, WFMG und der Entwicklungsgesellschaft EWMG wurde im Herbst erstmals das „Startup.Starterkit.MG“ inklusive Gründer-WG sowie Mentoring und Coaching bundesweit ausgeschrieben und beworben. Der Hintergedanke: die ohnehin bereits quirlige örtliche Gründerszene um zusätzliche „High Potentials“ anzureichern. Die Wahl fiel auf das Startup „EEDEN“, das an einem innovativen textilen Recycling-Prozess arbeitet.

  • Das Produkt erzielte bundesweite redaktionelle Aufmerksamkeit; diese mündete etwa in ein Interview in der „Wirtschaftswoche Gründer“ sowie in einen größeren Beitrag des Branchenportals „Startup Valley“. Auch die Macher des Portals www.gruenderplattform.de – dahinter stehen das Bundeswirtschaftsministerium und die KfW – verfolgen das Konzept seitdem mit Interesse und planen zeitnah einen Besuch in Mönchengladbach, um es aus nächster Nähe kennenzulernen.
  • Auch überregionale Bewerbungen liefen ein. Das letztlich erfolgreiche Gründerduo stammt aus Hamburg und Mönchengladbach; auf den Plätzen landeten Mitbewerber aus Leverkusen sowie Gladbach und Würzburg.
  • WFMG und EWMG denken bereits über eine Ausweitung nach. „Mietkostenfreies Wohnen auf Zeit in aktuell ungenutzten städtischen Immobilien kommt bei den Startups gut an“, sagt Schückhaus. „Deswegen wollen wir, sofern wir entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung haben, das Angebot gerne ausweiten.“

GRÜNDERSTIPENDIUM

Mehr als 1100 Förderempfehlungen, knapp 200 Jurysitzungen, 100 Anlaufstellen von 38 Gründungsnetzwerken: Das sind die beeindruckenden Zahlen zum Gründerstipendium NRW. Darüber erhalten bis zu drei Gründer pro Team ein Jahr lang je 1.000 Euro monatlich. Über die Gründerregion Niederrhein (Startercenter / IHK Mittlerer Niederrhein) ist die WFMG mit einem Sitz in der Jury vertreten.

  • Nahezu alle Bewilligten im Gründernetzwerk haben Gladbach-Bezug. Sechs von bisher neun Gründerteams, für die die Jury eine Förderempfehlung an den Projektträger Jülich aussprach, stammen direkt aus Mönchengladbach. Zwei weitere haben in der Vitusstadt zwar nicht ihren Wohn-, wohl aber ihren Geschäftssitz. Folglich können sich nach den ersten fünf Jurysitzungen in 2019 bereits acht Mönchengladbacher Startups über eine Förderung ihres Lebensunterhalts freuen.
  • Gladbachs Startups sind innovativ. Der Innovationsgrad der Geschäftsidee ist das ausschlaggebende Kriterium für eine Förderung durch das Gründerstipendium. Die eingereichten Geschäftsmodelle sind vorwiegend digitaler Natur, aber nicht nur: So haben sich bisher beispielsweise auch ein Cateringunternehmen, ein neuartiges Ladenlokal sowie in der jüngsten Sitzung ein Lebensmittelproduzent, der in einem weiteren Schritt die Einrichtung einer Produktionsstätte im Nahbereich plant, durchsetzen können.
  • Gladbacher Gründer haben das Potenzial des Instruments erkannt. Obwohl die Gründerregion auch Ansprechpartner für Gründer aus Krefeld und dem Kreis Viersen ist, kommt der Großteil der Interessenten aus Gladbach. Insgesamt gab es bisher 19 Bewerbungen, 17 Einladungen – und besagte neun Bewilligungen, von denen alleine acht auf Gladbacher Innovationskraft zurückgehen.

STARTUP-IMAGEFILM

Im Frühjahr hatten nextMG mit dem Sponsor Stadtsparkasse junge Filmemacher dazu aufgerufen, ein Konzept für einen Imagefilm für die örtliche Startup-Szene einzureichen. Die Wahl fiel schließlich auf ein Duo: Nils Bongartz und Çağdaş Yüksel, der mit seinem Startup Cocktailfilms schon mehrfach prämiert wurde und jüngst zusätzlich den Kreativwirtschaftspreis der Bundesregierung erhielt. Der Film feierte im Mai Premiere, lief danach unter anderem in den Bussen der NEW und ist auf dem städtischen Youtube-Kanal unter https://bit.ly/2R1tUpM abrufbar.

STARTUP-STECKBRIEFE

Im Zuge des Relaunchs der WFMG-Website wurde eine neue Gründer-Rubrik eingeführt. Neben einer Übersicht über Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie Anlaufstellen enthält sie ein Glossar der Startup-Szene – und insbesondere eine prominente und wachsende Übersicht der ortsansässigen Startups im Steckbrief-Format. Unter www.wfmg.de/fuer-gruender/start-ups-in-mg/ erzählen bereits rund 20 Gründerteams, wie sie zu ihrer Geschäftsidee gelangten, was sie anderen Gründern raten und warum sie sich für Mönchengladbach als „Home Base“ entschieden haben.

VERANSTALTUNGEN

Auch 2019 hat nextMG wieder elf monatliche Meetups veranstaltet – zum Teil in ungewöhnlichen Locations wie dem Museum Abteiberg oder einem Gelenkbus der NEW. Der Jahresabschluss ist am 12. Dezember, 18.30 Uhr, im neuen CO21 am Alten Markt (www.meetup.com/de-DE/meetupMG/).
In Kombination mit der WFMG sowie in Kooperation mit wechselnden Partnern wie dem Digihub Düsseldorf/Rheinland oder dem Startplatz Düsseldorf haben außerdem mehrere Großveranstaltungen stattgefunden, zu einer Reihe von Megatrends wie Smart Textiles, Virtual/Augmented Reality, Digital Health und Food Tech. „Ziel dabei ist es immer, keine Show-Veranstaltungen ohne Nachhaltigkeit zu produzieren, sondern Events, die der Vernetzung von Startups untereinander und natürlich hin zum Mittelstand dienen“, sagt Rafael Lendzion, Teamleiter Digitalisierung bei der WFMG. Auch diese Anstrengungen zeitigen mittlerweile sichtbare Erfolge: Erste Kooperationsprojekte zwischen jungen Startups und etablierten Unternehmen laufen derzeit an.

MENTORING

Stärker nachgefragt als noch 2018 wird mittlerweile das Mentoring-Angebot von nextMG (https://nextmg.org/aktivitaeten/startups-foerdern/mentoring). Noch sind einige Plätze für Gründer oder Gründungsinteressierte frei, die in spezifischen Bereichen Support benötigen.

AUSBLICK

Im Januar stehen bei nextMG die ersten turnusmäßigen Vorstandsneuwahlen an. Zielsetzung auch bei möglichen Neubesetzungen wird es sein, den Vorstand auf mehr Schultern zu verteilen, stärkere Präsenz vor Ort zu gewährleisten sowie einen noch höheren Professionalisierungsgrad der Arbeit auch in den (neben Gründung) anderen beiden Säulen Digitale Transformation und IT-Bildung zu erreichen.
Ziele sind des Weiteren die noch stärkere Vernetzung und der weitere Ausbau der Gründerszene, die Anreicherung um weitere externe Startups sowie eine stärkere räumliche Konzentration der Gründungsangebote. Außerdem soll sichergestellt werden, dass die Positionierung Mönchengladbachs auf der bundesweiten Gründer-Landkarte 2019 keine Eintagsfliege bleibt.

Mit freundlichen Grüßen
WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH / nextMG e.V.

Ansprechpartner

i.A. Jan Schnettler / WFMG Mark Nierwetberg
Telefon 02161 82379-885 Tel. 0160 9785-8282
E-Mail: schnettler@wfmg.de E-Mail: mnierwetberg@gmail.com

PM: Im freien City-WLAN surfen und tolle Preise mit dem MG WiFi Adventskalender gewinnen

Mönchengladbach, 29. November 2019

In der Vorweihnachtszeit darf ein Adventskalender nicht fehlen: Der voll digitale Mönchengladbacher Adventskalender, der jedem mit einem Smartphone frei zugänglich ist, bringt noch mehr vorweihnachtliche Freude mit sich.

Mit der zweiten Auflage des MG-WiFi-Online Adventskalender bieten die MGMG – Marketinggesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH und die WFMG – Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mönchengladbach GmbH in Kooperation mit der lokalen Gründer- und Digitalinitiative nextMG e.V. unter dem Motto „Von Mönchengladbachern für Mönchengladbacher“, unterstützt von dem lokalen Einzelhandel und der Gastronomie auch in diesem Jahr wieder tolle Gewinne an.

Denn hinter jedem digitalen Türchen werden Produkte von Mönchengladbacher Unternehmen (vorwiegend Einzelhändler und Gastronomen) in dem lokalen Adventskalender angeboten. Ziel der Aktion ist es, die vielfältigen Angebote unserer Stadt, verknüpft mit dem kostenfreien MG WiFi Angebot, näher an die Kunden zu bringen und damit auch die Kundenfrequenzen und somit die Attraktivität in den Innenstädten zu steigern.

„Das Projekt zeigt, dass eine Verknüpfung des lokalen Einzelhandels mit digitalen Anwendungen, über das MG WiFi Netz als Infrastruktur zur erfolgreichen Vermarktung von lokalen Produkte beitragen kann.“, freut sich Alice Welters-Dahmen, Bereichsleiterin Marketing bei der MGMG – Marketinggesellschaft Mönchengladbach mbH.

Seit 15 Monaten können Besucher der Innenstädte in Mönchengladbach im kostenlosen WLAN-Netz „MG WiFi“ surfen. „Wir wollen das WLAN – Netz um weitere Orte mit hoher Aufenthaltsqualität in der Stadt erweitern und den Bürgern die Mehrwerte nahebringen und die Möglichkeit geben die Vorteile des kostenfreien MG-WiFi-Netzes zu nutzen.“ sagt Rafael Lendzion, Teamleiter für Digitalisierung bei der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH.

In Mönchengladbach ist das Netz vom Hauptbahnhof bis in die Altstadt verfügbar, auch in Rheydt wurde es vom Marktplatz bis zur Bahnhofstraße ausgerollt. Aufgrund der großen Reichweite der Access Points wird das Netz vereinzelt, um ausgewählte Standorte erweitert. So kann mit Unterstützung der Caritas Mönchengladbach jetzt auch am Adenauerplatz gesurft werden. Auch der Tiergarten Mönchengladbach wurde zuletzt mit einem MG WiFi Hot Spot versorgt.

Zufrieden mit der Entwicklung zeigt sich auch, Sebastian Leppert, als Vorstand der lokalen Gründer- und Digitalinitiative nextMG e.V.: „Ein W-LAN Netz wird oft als ergänzender Baustein der digitalen Infrastruktur betrachtet und trägt zur Digitalisierung der Stadt bei.“ Da es sich bei der Infrastruktur um gigabitfähige Router handelt, kann es in Mönchengladbach ebenfalls zur Ergänzung der Strategie der Gigabit City MG beitragen und somit als unterstützendes Modul auf dem Weg zu einer flächendecken Versorgung mit Glasfaserinfrastruktur in Mönchengladbach dienen.

Mit über 50.000 Logins monatlich erfreut sich das Netz hoher Beliebtheit und wurde von Anfang an, gut angenommen. „Mönchengladbach geht mit einem guten Beispiel voran und steigert mit den Aktionen auch die Nutzungsfrequenz des WLAN-Netzes“: bestätigt Christoph Kuchenreuther, zuständiger Projektleiter von The Cloud Networks. Mönchengladbach gehört bereits seit Beginn der Zusammenarbeit zu den am stärksten frequentierten Städten mit einer hohen Nutzerakzeptanz bei The Cloud Networks.

In den Sommermonaten Juli und August hat das MG WiFi Netz mit den rund 90.000 Logins pro Monat und 20.000 Einzelnutzern die meistgenutzten Zugriffe seit dem Start des Projekts im September 2018 verzeichnet. In der Vorweihnachtszeit rechnet die WFMG und der Anbieter The Cloud auch erneut mit einer Steigerung der Nutzerzahlen, da auch die auswärtigen Besucher aus der Region und den benachbarten Niederlanden auf den Weihnachtsmärkten in Rheydt und Mönchengladbach das kostenfreie MG WiFi Angebot nutzen werden.

Um die Bekanntheit weiter zu steigern, werden vor Weihnachten kleine Hinweisschilder in den WiFi-Gebieten platziert und machen die Besucher der Innenstädte auf das kostenfreie Angebot der Stadt aufmerksam.

Hintergrundinformation zu MG WiFi Netz:

Basierend auf einem Stadtratsbeschluss, als Vorschlag der Großen Koalition der Fraktionen CDU und SPD wurde das MG WiFi Netz in den Innenstädten von Rheydt und Mönchengladbach auf der Grundlage einer Konzeption der WFMG über den Anbieter The Cloud für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren aufgebaut.

Neben der Infrastruktur besteht zudem über die Landing Page vom MG WiFi die Möglichkeit, Besucher auf aktuelle Veranstaltungen oder Projekte hinzuweisen. So wurde vor einigen Wochen über das Netz eine Umfrage des Niers-Instituts zur Gestaltung des Rheydter Marktes verlinkt, in welcher Bürger ihre Wünsche schildern konnten.

MG Handel und Gastronomie im MG WiFi Netz: I. Degenhardt (Buchhandlung Degenhardt), C. Kuchenreuther (The Cloud), A. Welters-Dahmen (MGMG), E. Eichenberg, R. Lendzion (WFMG), M. Nierwetberg (nextMG e.V.), B. Schmidt (städtischer Breitbandkoordinator) bei der Buchhandlung Degenhardt auf der Friedrichstraße

Mit freundlichen Grüßen
WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH / nextMG e.V.

Ansprechpartner

Rafael Lendzion / WFMG | Telefon 02161 82379-75 | E-Mail: lendzion@wfmg.de