PM Erstes Starter-Paket für Startups geht an Gründer-Duo aus Hamburg und Mönchengladbach

Bundesweit hatten der Mönchengladbacher Digitalisierungs- und Gründerverein nextMG e.V., die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG) und die ebenfalls städtische Entwicklungsgesellschaft (EWMG) Gründer dazu aufgerufen, sich für das erstmals ausgeschriebene „Startup.Starterkit.MG“ zu bewerben. Nun ist die Entscheidung gefallen: Das Startup EEDEN wird ein Jahr lang in einer Gründer-WG in der Mönchengladbacher Innenstadt wohnen, bei Bedarf Ausstellungsfläche zur Verfügung gestellt bekommen, Marketing-, Netzwerk- und Mentoring-Support genießen, im Sportverein mittrainieren sowie von vergünstigter E-Mobilität profitieren. Einer der beiden Gründer, die ursprünglich aus Langenfeld stammen, zieht dafür aus Hamburg nach Gladbach, der andere studiert dort bereits an der Hochschule Niederrhein. Das Gründer-Duo setzte sich in einem Pitch vor einer nextMG-Jury gegen Bewerber aus Leverkusen sowie Mönchengladbach und Würzburg durch.

Auf Initiative des Mönchengladbacher Digitalisierungs- und Gründervereins nextMG e.V., der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG) und der ebenfalls städtischen Entwicklungsgesellschaft (EWMG) sowie in Kombination mit den Partnern Gladbacher Hockey- und Tennisclub e.V. (GHTC) und NEW AG wird das „Startup.Starterkit.MG“ genannte Produkt lanciert. Der Hintergedanke: die ohnehin bereits quirlige örtliche Gründerszene um zusätzliche „High Potentials“ anzureichern. „Für das Starterkit kann sich jedes Gründerteam mit einer innovativen Geschäftsidee bewerben“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer von EWMG und WFMG. „Vorzugsweise ist sie digitaler Natur, und im Idealfall steht sie sogar in Bezug zu unseren Mönchengladbacher Leitbranchen – kommt also zum Beispiel aus Bereichen wie IT-Security, Smart Textile, eCommerce oder eHealth-Care.“ Letzteres ist jedoch kein Muss. Das Angebot richte sich generell an „Startups in der Gründungsphase, die planen, mit ihrem Produkt oder Service innerhalb von zwölf Monaten im Markt zu starten“, fügt Mark Nierwetberg, Vorsitzender von nextMG, hinzu. „Wir wollen ihnen mit dem Starterkit zwölf Monate eine Rundum-Betreuung ihres Gründungsvorhabens anbieten.“

Die Geschäftsidee von Steffen Gerlach und Reiner Mantsch: Sie wollen die Textilproduktion über einen innovativen Recyclingprozess zellulosehaltiger Alttextilien nachhaltig verändern. Ziel ist es, somit möglichst viele Alttextilien der Wiederverwertung zuzuführen. Biochemisches Recycling beziehungsweise Upcycling soll dabei eine Produktqualität garantieren, die der Qualität neuer Baumwollprodukte entspricht beziehungsweise diese sogar übertrifft. Als Standort des Unternehmens wurde gezielt Mönchengladbach ausgewählt – nicht zuletzt wegen der textilen Historie der Stadt und der Möglichkeiten, die Letztere bietet. „Wir arbeiten eng mit der Hochschule Niederrhein zusammen. Der Aufbau des Recyclingprozesses findet im Labormaßstab am Standort Mönchengladbach statt. Dort kann zudem die komplette textile Kette abgebildet werden. Dies ermöglicht uns, einen schnellen Transfer erster Forschungsergebnisse auf die Entwicklung textiler Produkte vorzunehmen“, sagt Gerlach, der an der Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre studiert hat. „Die Infrastruktur in Mönchengladbach im Bereich Textil ist ein Standortfaktor, der für uns wichtig ist und den wir mit unserem Beitrag zukunftsorientiert stärken möchten“, fügt Mantsch, Studierender im Bereich Textilmanagement an der Hochschule Niederrhein, hinzu.

Mit der Auswahl von EEDEN geht die Idealvorstellung von Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer von EWMG und WFMG, in Erfüllung, dass die prämierte innovative Geschäftsidee idealerweise in Bezug zu den Mönchengladbacher Leitbranchen steht, zu denen die Textil- und Bekleidungsindustrie zählt. Auch ein weiteres Finalistenteam hatte mit seiner Geschäftsidee einen Textil- bzw. Fashion-Bezug; der dritte Bewerber war mit der Idee einer B-2-B-Sport-App ins Rennen gegangen. Mark Nierwetberg, Vorsitzender von nextMG, verband die Juryentscheidung mit einem Aufruf an die städtischen Akteure, das Angebot an kostengünstigem Wohnraum auszuweiten, der explizit für Startups zur Verfügung gestellt wird – die erste Ausschreibung des Starterkits habe schnell und deutlich gezeigt, dass der Markt dafür und der Bedarf daran durchaus gegeben seien.

Hintergedanke des Starterkits, das nextMG, WFMG und EWMG gemeinsam mit den Partnern Gladbacher Hockey- und Tennisclub e.V. (GHTC) und NEW AG lanciert haben: die ohnehin bereits quirlige örtliche Gründerszene um zusätzliche „High Potentials“ anzureichern oder aber diese in der Stadt und Region zu halten. An der Mönchengladbacher Hindenburgstraße wurde dafür eigens eine 66 Quadratmeter große „Gründer-WG“ bereitgestellt, die bereits von EEDEN bezogen worden ist. Bei Bedarf können auch Arbeitsplätze sowie Ausstellungsfläche in einem städtischen Ladenlokal zur Verfügung gestellt werden. nextMG steuert Gratis-Jahresmitgliedschaften und damit den Zugang zu seinem Mentorenprogramm bei, Marketing-Support und Netzwerk-Betreuung erfolgen durch WFMG und nextMG. Darüber hinaus können verschiedenste Beratungs- und Coaching-Angebote aus dem Partnernetzwerk von WFMG und nextMG zugeschaltet und auf die individuellen und konkreten Bedürfnisse des Startups zugeschnitten werden. Der GHTC stellt Gratis-Jahresmitgliedschaften zur Verfügung, der örtliche Nahverkehrsanbieter NEW AG pro Kopf und Monat 120 Freiminuten für seine Mobilitätsplattform Wheesy.

EEDEN wird umgehend in die Aktivitäten der örtlichen Gründerszene eingebunden: So wird das Startup etwa bei der Mönchengladbacher Gründerwoche (16.-24. November, www.gruenderwoche-mg.de) einen Vortrag halten. Hinweis: Um eine parallele Förderung durch das Gründerstipendium NRW nicht zu gefährden, haben sich die Gewinner bereiterklärt, von der ursprünglich im Rahmen des Starterkits angebotenen Mietkostenfreiheit abzurücken.

Zur Gründerszene in Mönchengladbach:

Das „Startup.Starterkit.MG“ knüpft an eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Startup-Szene an, die nextMG, WFMG und weitere Partner initiiert haben. So wurden etwa im Frühjahr das Gründerzentrum WESTEND.MG eröffnet und ein Imagefilm für die lokale Startup-Community an den Start gebracht. Die bundesweite Gründerwoche wird in Mönchengladbach auch 2019 mit einem üppigen Programm durchgeführt. Neben regelmäßigen Community-Events wie Meetups und Fuckup-Nights werden auch Highlight-Veranstaltungen mit Partnern wie dem Digihub Düsseldorf/Rheinland angeboten, dessen Gesellschafter die WFMG ist. Auf der neuen Internetpräsenz der WFMG findet sich eine prominente und wachsende Übersicht der ortsansässigen Startups im Steckbrief-Format. Mehrere Gladbacher Gründerteams erhielten zuletzt Zuschläge für das Gründerstipendium NRW. Und auch das Mentoring-Programm des Vereins nextMG wird verstärkt nachgefragt.

Mit freundlichen Grüßen

WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH / nextMG e.V.

Ansprechpartner

Jan Schnettler / WFMG | Telefon 02161 82379-885 | E-Mail: schnettler@wfmg.de  

Mark Nierwetberg / nextMG | Telefon 0160 97858282 | E-Mail: mnierwetberg@gmail.com

#meetup.MG 10/19: Meetup goes Rheydt III

Noch bis Mitte Oktober läuft die diesjährige Schauzeit Rheydt“: Seit dem 31. August wird in Rheydt zum „Trip in Hugos Heimat“ eingeladen. Während der Schauzeit werden leerstehende Ladenlokale in der Rheydter Innenstadt von Akteuren mit innovativen und kreativen Geschäftsideen neu belebt.
Sozialunternehmer haben das Potenzial, nachhaltige und systemische Veränderung in der Gesellschaft durch soziale Innovation mit zu gestalten und damit breitflächige soziale Wirkung zu erzielen. Oft gehen die Innovationen zusätzlich mit positiven finanziellen Effekten einher, etwa durch geringere Behandlungs- oder Folgekosten dank einer frühzeitigen Beseitigung der Ursache des jeweiligen gesellschaftlichen Problems statt einer späteren kostspieligen Behandlung der Symptome.
Mönchengladbach hat eine lange soziale Tradition, der bekannt geworden ist unter dem Stichwort „Rheinischer Kapitalismus“. Mit Vorbildern wie dem Volksverein für das katholische Deutschland, Louise Gueury, Hans Jonas und der Sozial-Holding. Soziale Verantwortung und soziales Unternehmertum wurden gestärkt und ausgebaut. Doch wie sieht es heute mit dem sozialen Potential und den sozialinnovativen Ideen in Mönchengladbach aus und wie kann man sie erkennen, fördern und etablieren? Menschen aus dem sozialen Bereich gründen anders. Wie kann eine neue Gründerkultur im soziokulturellen Bereich in Mönchengladbach etabliert werden und wie wird man Unternehmer im sozialen Bereich?

Wann: 10.10.2019 von 18:30 bis 21:00 Uhr
Wo: SCHAUZEIT Zentrale, Am Neumarkt 11, 41236 Mönchengladbach

Das Berufskolleg Volksgartenstraße stellt uns sein Ghana Projekt vor. Die Schulfirma engagiert sich seit Jahren sozial in Afrika und erzählt ein spannende Geschichte von Entwicklungsgeschichte auf Augenhöhe.

Beschreibt Euch in drei Hashtags.

#Ghana-Beyond-Aid #Ghana-Partnerschaft #Diaspora-Erfolgsstory

Was ist Eure Vision?

Um Fluchtursachen zu bekämpfen, schaffen wir langfristig Jobs in Ghana.
Durch hochwertige Bildung, modere IT-Infrastruktur, einem GuestHouse für Einheimische und dem Aufbau von Fair-Tourismus.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Wir gehen mit offenen Augen durch die Welt und versuchen auf gegebene Situationen realistische Verbesserungen zu finden. Our „think tank“ never sleeps!!!

Wie war Euer Werdegang, wo kommt Ihr her?

Erfahrungen aus dem Projekt „Schule ohne Rassismus / Schule mir Courrage“ – Ab 2011.
Erfahrungen aus dem Projekt „Schule der Zukunft“ – Ab 2013
Erfahrungen aus dem Projekt „Fairtrade Schule“ – Ab 2013
Erfahrungen aus dem Projekt „INTERESIERT/MITARBEITENDE UNESCO-Projekt-Schule“ – Ab 2015

Wie wird Euer Angebot angenommen? Wie waren die Reaktionen auf Eure Idee?

Das Projekt existiert seit 2017/2018. Das GuestHouse wurde 2018 nur vom BKVGS-Ghana-Team und Mitbürgern der Diaspora genutzt. Seit 2018/2019 stellen wir unser StarUp bei jeder Gelegenheit vor. Langsam kommen von anderen Schulen des Landes NRW konkrete Anfragen, die unser Angebot (Bildung/IT-Infrastruktur/GuestHouse/Fair-Tourismus)  ab dem Jahr 2020 unterstützen und nutzen werden.

Was war Euer größter Misserfolg oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Da wir Ghana seit ca. 5 Jahren kennen, operieren wir nur „Schritt für Schritt“. Es ist wichtig, die Bevölkerung mitzunehmen und Sie in die Projekte mit einzubeziehen. Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe. 

Was bedeutet es für Euch, Euer eigener Chef zu sein?

Freiheit heißt Verantwortung.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Wir schaffen Realität.

Was steht als Nächstes für Euer Startup an?

Eine sichere und nachhaltige Energieversorgung für das GuestHouse.

Mit wem würdet Ihr gerne einmal ein Bier trinken?

BMZ-Bundesminister Dr. Gerd Müller, da sein „Marshallplan mit Afrika“ richtige Antworten enthält.

Deine Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

  • Ziele lt. der SMART-Regel setzen.
  • Projekte „Schritt für Schritt“ realisieren.
  • Das Leben ist lebensgefährlich.

nextMG fördert Imagefilm der Szene

nextMG hat in Kooperation mit der Stadtsparkasse Mönchengladbach einen Imagefilm für die Mönchengladbacher Startup-Community produzieren lassen. Dieser wurde im Rahmen der Eröffnung des WESTEND.MG erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Werk der beiden Gladbacher Filmemacher Cagdas Yüksel und Nils Bongartz ist hier zu sehen: