PM: Habt Mut!

Mönchengladbach, 19. März 2020

Not macht bekanntlich erfinderisch. Die Anweisung der Landesregierung, die Schulen dicht zu machen und den Unterricht dennoch fortzuführen, hat viele Schulen vor enorme Herausforderungen gestellt. Die in Mönchengladbacher Schulen vielfach angewandte Lösung, den zu erlernenden Stoff mit Angaben zu den Büchern und runterzuladenden Arbeitsblättern auf Schulwebseiten zu veröffentlichen, ist indes wenig erfinderisch und leider noch weniger zielführend. Welcher Jugendliche kann sich angesichts von Sonnenschein und steigenden Temperaturen schon zum Lernen motivieren? Seien wir ehrlich: Welcher Erwachsene kann es?

Gleichzeitig offenbart dieser Ansatz zwei eklatante Versäumnisse der Vergangenheit: Zum einen haben wir nicht sichergestellt, dass die Jugendlichen rein technisch in der Lage sind, den Lernstoff auf diese Weise abzurufen und zu bearbeiten. Hat jeder Schüler einen Drucker zuhause? Kann er überhaupt die Daten herunterladen? Ruft er seine Mails ab? Zum anderen dürfte das Gros der Eltern nicht darauf vorbereitet sein, ihren Kindern die dafür nötige Hilfestellung zu geben. Weder technisch noch didaktisch.

Das Meistern der Corona-bedingten Lernkrise hängt somit wieder vom Engagement einzelner Schulen und vor allem Lehrer ab. Erfolgversprechend sind wieder Modelle, die sich die Digitalisierung zu Nutze gemacht haben. Das zeigen Schulen wie die Privatschule HEBO, das Gymnasium am Geroweiher, die Gesamtschule Hardt oder auch das Gymnasium Odenkirchen. Sie waren schon vor der heutigen Situation den Umgang mit neuen Medien und Kommunikationskanälen gewohnt. In regelrechtem New Work Style motivieren sie jetzt mit Video-Chats, Skypen oder Software wie Discord ihre Schülerinnen und Schüler zum selbständigen Lernen des anstehenden Stoffes. „Ich hatte noch nie eine so hohe Anwesenheitsquote wie jetzt“, berichtet Felix Nattermann, Leiter der größten IT-AG der Stadt und schlicht auch Lehrer des Gymnasiums am Geroweiher, von seinem letzten Chat-Unterricht. „Meine Schüler sind den Umgang mit diesen Medien schlicht gewohnt und können ihn leicht für andere Fächer nutzen.“ Denn war ihn besonders freute, war, dass er nun auch viele Kollegen für diese neue Art des Unterrichtens begeistern konnte. „Wir schreiben alle Erfahrungsberichte, die wir gerne auch anderen Lehrern zur Verfügung stellen werden.“ Schließlich müsse Lernen auch für Lehrer eine Selbstverständlichkeit sein.

Learning by doing

Das Modell von jetzt auf gleich auf andere Schulen zu übertragen, ist indes Illusion. Selbst der neu gewählte Vorstand von nextMG brauchte Übung, um in neuer Besetzung innovative digitale Kommunikations- und Arbeitstools zu nutzen. Was aber alle Vorstandsmitglieder hatten und haben, ist das Fehlen jeglicher Angst vor Fehlern in der Welt des Digitalen. Dafür ist ihnen qua Funktion Lust und Mut zu eigen, Neues auszuprobieren. Eine Einstellung, die nextMG gerne auf die Bildungswelt übertragen würde und dafür laufend Empfehlungen für E-Learning-Tools an kooperierende und anfragende Schulen weitergibt. Nicht, um diese jetzt sofort alleinig zur Lösung der Not einzusetzen. Aber um die Not zu nutzen, zu experimentieren, Neues kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln.

Es bleibt jedoch die Notwendigkeit der Diskussion, wie Schülerinnen und Schüler für Unterricht im Jahr 2020 ff. ausgestattet sein sollten. War es vor wenigen Jahren der grafikfähige Taschenrechner, der ob der hohen Anschaffungskosten von den Schulgemeinschaften zu stemmen war, muss es jetzt die Frage sein, ob nicht jeder Jugendliche ab der 5. Klasse einen Laptop und auch eine eigene von der Schule bereitgestellte Mailadresse mit entsprechendem Zugang haben muss. Bei einem verfügbaren Einkommen, das in Mönchengladbach mit rund 20.700 € pro Jahr an Platz 6 hinter Krefeld und nur noch knapp vor Essen und Duisburg rangiert, kann man sich den Aufschrei der Elternschaft nicht nur vorstellen, sondern durchaus nachvollziehen. Denn auch eine Vielzahl an Eltern und Pädagogen muss noch weitergebildet und begeistert werden für den Umgang mit der wachsenden Digitalisierung. Doch niemand weiß, wie hoch der Unterstützungsbedarf wirklich wäre. Lasst ihn uns doch herausfinden! Die Notwendigkeit war noch nie so offensichtlich wie jetzt. Dementsprechend hatte auch Mönchengladbach noch nie so gute Argumente für finanzielle Unterstützung wie jetzt.

Wenn die Lernkrise am Ende etwas Gutes gehabt haben soll, sollten wir alle jetzt Neues wagen. Unter Druck ist der Mensch zu so manchem fähig, vielleicht sogar zur Einführung stadtweit einheitlicher, funktionstiefer und motivierender Lernplattformen für innovatives Lehren und Lernen. „Trial & Error“ war schon zu Platos Zeiten das Grundprinzip des Unterrichtens. Solange man aus Fehlern lernt.

Für Rückfragen:

Ute Schmeiser
Vorstand Kommunikation
Telefon: 0175 502 2017
Mail: ute.schmeiser@nextmg.org

Mitglieder im Gespräch: Michael Bahrke (Die Eisdealer)

Die Eisdealer – die beliebteste Eismanufaktur der Stadt
Susan und Michael Bahrke haben eigentlich andere Jobs, aber in ihrer Freizeit sind sie „DIE EISDEALER“. Neben ihren Vollzeitjobs haben sie aus ihrer Leidenschaft für Eis und gutes Essen ein kleines Unternehmen gegründet, das besonderes Eis herstellt. Mal vegan, mal ungewöhnlich wie Sesam-Karamell, Milchreis – auch El Presidente genannt – oder Spekulatiuseis für den weihnachtlichen Nachtisch. Dazu gibt es selbstgebackene Waffelhörnchen, auch mal in schwarz mit Bio-Kokosnuss-Kohle gefärbt. Mit diesem Konzept wurden sie nach einem Jahr bereits die beliebteste Eisdiele der Stadt. Sie sind seit 2018 Mitglied bei nextMG.

nextMG: Wie ist eure Idee entstanden? Was treibt zwei Menschen, die Vollzeit arbeiten, dazu eine Eis-Manufaktur zu gründen?

Susan: Der Wunsch nach mehr Freizeit war es sicherlich nicht…

Michael: Aber mal im Ernst, die Eisdealer sind das komplette Gegenmodell zu unseren eigentlichen Jobs. Während ich im Büro Exceltabellen quäle und Powerpointfolien erstelle, kann ich im Eislabor meiner Leidenschaft frönen und unsere eigenen Eissorten kreieren. Ein Kindheitstraum!
Fast noch wichtiger ist für mich aber das unmittelbare Kundenfeedback. Einem Gast der Eisdealer einen Probierlöffel mit einer neuen Kreation zu reichen und dann seine Reaktion im Gesicht abzulesen, ist einfach unbezahlbar. Zum Glück sind diese Reaktionen meist sehr positiv und dass bei über 100 verschiedenen Sorten, die wir in den ersten beiden Jahren getestet haben.

nextMG: Was sind eure Erfolgsfaktoren gewesen – ihr wart im vergangenen Jahr in aller Munde?

Michael: Unser Erfolg beruht sicherlich auf unserer Leidenschaft für das was wir machen. Natürlich muss so ein Projekt auch betriebswirtschaftlich funktionieren, aber es steht nicht im Mittelpunkt. Das erlaubt es uns bei der Qualität keine Kompromisse eingehen zu müssen.
In unser Vanilleeis kommt eine mexikanische Gourmetvanille und sonst nix. Kein künstlich hergestelltes Aroma wie Vanillin, keine Farbstoffe und keine Konservierungsstoffe. Wir verwenden Milch die direkt vom Bauernhof kommt, nicht ultrahocherhitzt, nicht homogenisiert – ein echtes Naturprodukt. Dadurch sind unsere Rohstoffkosten erheblich teurer als bei anderen Eisdielen, aber das ist es uns wert, da man den Unterschied schmeckt.

Susan: Mit unserer Präsens beim Greta- und Claus-Markt, in der Kulturküche beim „eat & chill“, auf Kultur- und Musikfestivals arbeiten wir mit sehr vielen Menschen zusammen, die eine ähnliche Leidenschaft wie wir haben. Es ist toll ein Teil davon zu sein.

nextMG: Was hat euch das Gründen gebracht – welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wie hat es euch verändert, vielleicht auch mit Blick auf eure „anderen Jobs“?

Michael: Die Selbstständigkeit bringt sehr viel Eigenverantwortung und Entscheidungen mit sich. Es gilt Ideen umzusetzen, mit Partnern zu kooperieren, sich und andere zu motivieren, aus Fehlern zu lernen und so ein Projekt mit innovativen Ideen immer weiter voranzubringen. In welchem Job kann man solche Erfahrungen nicht brauchen?

nextMG: Was würdet ihr jungen Gründern raten?

Susan: Glaubt an euch, glaubt an eure Idee, traut euch und setzt sie mit Leidenschaft um.

Michael: Testet eure Idee im Vorfeld der Gründung ausgiebig. Fragt Leute mit Erfahrung, die im Idealfall nicht aus eurem direkten Umfeld kommen. Stellt eure Idee zum Beispiel beim „meetupMG“ vor, diese Erfahrung und das Feedback bringen euch garantiert weiter.

nextMG: Gründen in Mönchengladbach, weil …

Susan & Michael: …die Stadt ist so herrlich unperfekt und gestaltbar! Daraus ergeben sich einfach viele Möglichkeiten und Projekte die man umsetzen kann. Und man ist nie allein. In Mönchengladbach finden sich sehr schnell Mitstreiter, wenn es darum geht Dinge auszuprobieren und die Stadt so ein Stückchen lebenswerter zu machen.

Mitglieder im Gespräch: Stefano Picco (spicOne)

Kommunikation gestalten – digital und analog

Stefano Picco ist der Kopf hinter der spicOne multimedia e.K. – er hat die Agentur für Kommunikations-Design 1999 gegründet. Stefano war auch Mitgründer der Bürogemeinschaft Sektor M an der Sophienstraße in der Alten Spinnerei, die 2007 gegründet wurde – einer der ersten Co-Working-Angebote in Mönchengladbach. Er ist Gründungsmitglied von nextMG.

nextMG: Stefano, was macht eine Agentur für Kommunikations-Design?

Stefano: Die Kernaufgabe ist es, die Sichtbarkeit von Unternehmen wortwörtlich greifbar zu machen oder diese zu optimieren. Das beste Produkt oder die genialste Dienstleistung kann nicht gefunden werden, wenn sie kein Erscheinungsbild hat – Stichwort Corporate-Design. Neben der Entwicklung oder auch Überarbeitung einer Wort-Bild-Marke, gilt es natürlich auch alle weiteren Elemente des Corporate-Designs, wie die Typografie und die Farben konzeptionell zu entwickeln und festzulegen. Websites, Apps, weitere Drucksachen, Branding, Merchandising etc. pp oder auch der Auftritt in sozialen Netzwerken gehören genauso dazu.

nextMG: Warum hast du gegründet – warum kein komfortabler Job in einer großen Agentur?

Stefano: Kreative Freiheit – ich habe in der Vergangenheit bereits in diversen Agenturen gearbeitet, sei es als Praktikant bis hin zum Leiter der Design-Abteilung mit Mitarbeitern. Dabei wurde schnell klar, dass es ab und an größeren Diskussionsbedarf gab, der nicht immer zielführend war und meiner persönlichen Vorstellung von guter Gestaltung entsprach. Und dann muss man sich entscheiden, auf vermeintliche Sicherheit setzen und unzufrieden werden oder das Wagnis der Selbstständigkeit starten.

nextMG: Du bist Teil vom Sektor M an der Sophienstraße – eine kreative Bürogemeinschaft – was sind die Vorteile einer solchen Gemeinschaft?

Stefano: Auch hier steht die Kreativität im Mittelpunkt, denn der kreative Austausch mit anderen Personen und anderen Branchen gibt einem einen großen Mehrwert und eröffnet neue Perspektiven. So entstehen Ideen und vor allem Lösungsansätze, auf die man alleine höchstwahrscheinlich nicht gekommen wäre. Kommunikation leben ist hier ein wichtiger Punkt. Aber es gibt natürlich auch ganz pragmatische Dinge, die speziell anfangs helfen. Eine gemeinsame Infrastruktur erleichtert und unterstützt die berufliche Entwicklung – in jeglicher Hinsicht. Ebenfalls ist der Aufbau des eigenen Netzwerks und letztendlich auch von Klienten, mit entsprechenden Synergieeffekten ein großer Benefit.

nextMG: Wenn du zurückblickst: was würdest du heute anderes machen und was würdest du jungen Gründern in deinem Feld raten?

Stefano: Das ist ganz schnell auf den Punkt gebracht. Speziell Kreative sollten sich frühzeitig und intensiv mit kaufmännischen Fragen beschäftigen oder sich direkt einen entsprechenden Partner ins Boot holen. Vieles muss bedacht und sorgfältig geplant werden. Denn am Ende steht und fällt viel mit den Finanzen – ob man das will oder nicht.

nextMG: Digitalisierung ist, …

Stefano: … eine großartige Erleichterung in vielen Bereichen und Steigerung der Effizienz. Es ist natürlich in Teilbereichen auch eine große Herausforderung – selbst im kreativen Bereich – aber wenn man es anpackt und sich dafür Zeit nimmt, profitiert man relativ schnell davon. Mehr Zeit und Energie für Konzeption, Gestaltung und neue Ideen.

PM: Duo Sebastian Leppert und Susanne Feldges leitet ab sofort den Digital- und Gründerverein nextMG

Vorstandsneuwahlen und Bilanz der ersten drei Jahre

Mönchengladbach, 10. Februar 2020

Ende 2016 war die Mönchengladbacher Digitalisierungs- und Gründerinitiative nextMG e.V. aus der Taufe gehoben worden, nun standen die ersten turnusmäßigen Vorstandsneuwahlen mit einer Reihe von Neubesetzungen an. Sebastian Leppert (elements of art) rückt vom Stellvertreterposten auf den des Vorsitzenden, Susanne Feldges (Alldesign) komplettiert das Führungsduo. Künftig wird des Weiteren jedem Arbeitsbereich ein inhaltlich verantwortliches Vorstandsmitglied zugeordnet. Außerdem strebt der Verein künftig die Gemeinnützigkeit an. Der ausscheidende Vorsitzende Mark Nierwetberg zog eine positive Bilanz der ersten drei Jahre Vereinsarbeit.

Neben Nierwetberg, der aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheidet, diesem aber in beratender Funktion im erweiterten Vorstand erhalten bleibt, stellte sich auch Prof. René Treibert von der Hochschule Niederrhein nicht zur Wiederwahl. Erneut in das Gremium berufen wurde hingegen Rafael Lendzion (WFMG) als Kassenwart. Zusätzlich neu berufen wurden bei der Mitgliederversammlung im Studio der Stadtsparkasse am Bismarckplatz des Weiteren: Michael Bahrke (Die Eisdealer) für den Bereich Gründung; Thorsten Unger (Wegesrand GmbH & Co. KG) für den Bereich Digitale Transformation; Heike Grünert (ITZ Rhein-Maas) für den Bereich IT-Bildung; sowie Ute Schmeiser (Schmeiser Marketing) für Kommunikation. Über eine Beisitzer-Struktur – die jeweiligen Akteure sollen durch den neuen Vorstand berufen werden – soll die Expertise insbesondere von Institutionen wie Industrie- und Handelskammer sowie Hochschule Niederrhein mit in die Vorstandarbeit einbezogen werden. Die Prüfung der Gemeinnützigkeit wird angestrebt, um dem Verein im Idealfall künftig größeren finanziellen Spielraum zu ermöglichen.

Nierwetberg schilderte in seinem Grußwort zum einen die erfreuliche Entwicklung des Vereins seit dessen Gründung: Die Mitgliederzahl ist von knapp 30 auf mittlerweile 70 gestiegen. Darunter sind 32 Unternehmen und Institutionen, 15 Startups, 14 Einzelpersonen und neun Mentoren. Unter den drei Säulen der Vereinsarbeit (Gründung, Digitale Transformation, IT-Bildung) habe sich speziell der Bereich Gründung sehr positiv entwickelt, auch in Sachen IT-Kompetenz habe nextMG wichtige Impulse setzen können. Sebastian Leppert schilderte in seinem Ausblick für die künftige Vereinsarbeit, dass es im Zuge des Strukturwandels die wichtigste Aufgabe sein werde, die bereits eklatante „MINT-Lücke“ zu schließen und für ausreichend Fachkräftenachwuchs in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu sorgen. Man wolle weiterhin alle Beteiligten aus dem Kreis der Bürgerinnen und Bürger, aus Politik, Verwaltung und der lokalen Wirtschaft herzlich dazu einladen, mit nextMG zusammen die bevorstehenden und hochgradig verändernden Transformationen auf allen Ebenen zu begleiten, so Leppert weiter. „Der Verein wird aber auch von sich aus – wie in den letzten drei Jahren – die Initiative ergreifen und in allen Bereichen der Stadt die digitale Transformation voranbringen. Dies geschieht aus der tiefen Überzeugung, für die Heimatstadt und die Region einen sicheren und guten Platz unter den Städten der Zukunft zu ermöglichen.

Für Rückfragen:

Ute Schmeiser
Vorstand Kommunikation
Telefon: 0175 502 2017
Mail: us@schmeiser-marketing.de

Foto: Der neue Vorstand von nextMG (v.l.): Rafael Lendzion, Sebastian Leppert, Susanne Feldges, Heike Grünert, Thorsten Unger und Michael Bahrke. Es fehlt Ute Schmeiser. Foto: nextMG e.V.

 

#meetup.MG 03/20: So funktioniert das NRW-Gründerstipendium

Unser MeetUp ist aus der Weihnachtspause zurück und startet mit viel frischem Wind ins neue Jahr. Wir beginnen das Meetup Jahr mit dem NRW-Gründerstipendium. Dieses Förderungsangebot wurde bereits über 1.000-mal vergeben und auch acht Gladbacher Startups nutzen diese finanzielle Unterstützung. Bei unserem ersten Meetup am 06. Februar um 18:30 Uhr pitchen Michael Feinauer und Jia Sun, die ein Startup für Tofu-Produktion gründen.  Auch sie haben sich vorab schon unserer Fragerunde gestellt. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher bei FIL MEA, Annakirchstraße 63!

Beschreibt Euch in drei Hashtags.

#Weltbürger, #ErgänzenStattErsetzen, #Allrounder

Was ist die Vision von Eurer Gründung?

Tofublätter als Proteinquelle in den alltäglichen Speisenplan der Verbraucher in Deutschland zu integrieren, und als Teil der Lösung zur bequemen Reduktion von CO2 Emissionen beitragen.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Die genaue Idee hat sich über einen längeren Zeitraum herauskristallisiert, im Hinterkopf war sie eigentlich schon viele Jahre.

Wie war Euer Werdegang, wo kommt Ihr her?

Dipl.-Medienwirtin (FH) aus China + Industriemechaniker aus der Pfalz.

Wie sind die Reaktionen auf Eure Idee?

Distanziert -> Aktzeptiert -> Positiv

Was waren Eure größten Misserfolge oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Nicht früher für Gründung entschieden zu haben.

Was bedeutet es für euch,  euer eigener Chef zu sein?

Endlich uns selbst gefunden.

Was steht als Nächstes für euer Startup an?

Geeignete Produktionsräume und die Finanzierung.

Mit wem würdet Ihr gerne mal ein Bier trinken?

Mit Freunden und uns selbst auf dem 10-jährigen Jubiläum unseres Unternehmens!

Eure Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

Durchhaltevermögen! Durchhaltevermögen! Durchhaltevermögen!

 

#meetup.MG 02/20: So funktioniert das NRW-Gründerstipendium

Unser MeetUp ist aus der Weihnachtspause zurück und startet mit viel frischem Wind ins neue Jahr. Wir beginnen das Meetup Jahr mit dem NRW-Gründerstipendium. Dieses Förderungsangebot wurde bereits über 1.000-mal vergeben und auch acht Gladbacher Startups nutzen diese finanzielle Unterstützung. Benita Görtz von der IHK Mittlerer Niederrhein stellt bei unserem Meetup am 06. Februar um 18:30 Uhr das Gründerstipendium im Detail vor. Vorab hat sie uns schon die wichtigsten Rahmenpunkte zum Gründerstipendium genannt. Wir freuen uns auf das erste Meetup in 2020 bei  FIL MEA, Annakirchstraße 63!

Das Gründerstipendium ist eine Förderung vom Land NRW für Gründungswillige und Gründer. Deren Gründung noch keine 12 Monate zurückliegt. Gerne dürfen die Bewerber sich als Team mit maximal 3 Personen bewerben. Das Land fördert mit dem Stipendium Gründer, die sich in Vollzeit auf ihre Gründung konzentrieren wollen mit 1.000 € pro Monat. Das Geld können Gründer für maximal 12 Monate beziehen.

Gefördert werden Ideen, die innovativ sind, d.h. in besonders zukunftsversprechenden Technologiezweigen angesiedelt sind oder die Verbesserung einer bestehenden Technologie darstellen. Die Idee braucht ein Alleinstellungsmerkmal. Um das Stipendium zu erhalten, müssen die Gründer ein Ideenpapier einreichen und ein Pitch vor einer Jury halten. Wenn die Jury die Idee empfiehlt, können die Gründer sich beim Projektträger Jülich für das Gründerstipendium bewerben.

 

 

 

#meetup.MG 01/20: So funktioniert das NRW-Gründerstipendium

Unser MeetUp ist aus der Weihnachtspause zurück und startet mit viel frischem Wind ins neue Jahr. Wir beginnen das Meetup Jahr mit dem NRW-Gründerstipendium. Dieses Förderungsangebot wurde bereits über 1.000-mal vergeben und auch acht Gladbacher Startups nutzen diese finanzielle Unterstützung. Auch Gizem Bulut und Judith Grünwald sind Stipendiatinnen und berichten bei unserem Meetup am 06. Februar um 18:30 Uhr von ihren Erfahrungen. Sie haben gemeinsam den Unverpackt-Laden FIL MEA eröffnet und wollen so den Alltag der Gladbacher nachhaltiger gestalten. Auch sie haben sich vorab schon unserer Fragerunde gestellt. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher bei FIL MEA, Annakirchstraße 63!

Beschreibt Euch in drei Hashtags.

#femaleentrepeneur #sustainablebusiness #greeneconomy

Was ist die Vision von FIL MEA?

Nachhaltigkeit ist kein Nischenthema mehr. Wir wollen Umweltbewusstsein neu kommunizieren: Weniger erhobene Zeigefinger, mehr Augenhöhe. Damit wollen wir Nachhaltigkeit wirklich in die Mitte der Gesellschaft bringen.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Wir haben bereits 2 Jahre vor der Planung von FIL MEA begonnen, unseren Alltag nachhaltiger zu gestalten. In unserer Wohnung in Köln wurde der Plastikmüll drastisch reduziert – durch bewusste Vermeidung von in Plastik verpackten Produkten. Das fiel uns in Köln nicht schwer, denn Unverpacktläden sind dort keine Seltenheit. Bei den regelmäßigen Besuchen in unserer Heimatstadt Mönchengladbach fiel uns aber unweigerlich auf, dass es hier wesentlich schwieriger war, auf Plastik zu verzichten. Viele verpackungsfreie Alternativen waren dort einfach nicht erhältlich.

Die Verbundenheit zu unserer Heimatstadt addiert mit dem Wunsch, müllfreie Produkte zugänglicher zu machen sowie der Drang nach einem Job mit Sinn führten letztlich dazu, dass wir den vollständigen Sprung in die Selbstständigkeit wagten. FIL MEA war geboren. Wichtig ist uns im Zuge der Nachhaltigkeits-Thematik vor allem eines: Weniger erhobene Zeigefinger und dafür mehr Daumen hoch.

Wie war Euer Werdegang, wo kommt Ihr her?

Wir sind beide in Mönchengladbach geboren und haben uns auf dem potpourri festival kennengelernt, das von Gizem mitbegründet und von Judith moderiert wurde. Wir sind beide in Köln zusammengezogen und haben dort studiert: Judith hat ihren Abschluss in Medienmanagement, Gizem in Gesundheitmanagement.

Wie wird das Angebot angenommen? Wie waren die Reaktionen auf einen Unverpackt-Laden?

Das Angebot wird erstaunlich gut angenommen. Sehr viele Interessierte wollen einen ersten Schritt in ein nachhaltigeres Leben machen und lassen sich nicht nur von uns beraten sondern teilweise auch beruhigen: Denn die Informationsflut zum Thema „Nachhaltigkeit“ kann überfordernd und auch abschreckend sein. Da ist es von Vorteil, zu hören, dass jede_r Einzelne_r ja irgendwo anfangen muss und niemand perfekt ist – da zählen wir uns auch zu! Die Reaktionen sind durchgehend positiv. Viele freuen sich und haben nur darauf gewartet, für andere ist es total spannendes Neuland.

Was waren Eure größten Misserfolge oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Den einen großen Fehler können wir nicht wirklich benennen. Es ist schon vieles anders gelaufen als geplant. Eigentlich wollten wir zum Beispiel gar nicht in den stationären Handel – denn das war in unseren Augen viel zu unsicher und finanziell ein zu großes Risiko –, sondern einen mobilen Unverpacktladen führen, mit dem wir dann von Wochenmarkt zu Wochenmarkt fahren wollten. Ein Rückschlag folgte dem anderen und naja, nun haben wir den besten Laden, den wir uns hätten vorstellen können! In unserem Fall war jeder Fehler und jeder Rückschlag im Umkehrschluss gut für uns. Wir hoffen, dass es so weitergeht!

Was bedeutet es für euch,  euer eigener Chef zu sein?

Ganz viel Freiheit und ganz viel Verantwortung.

Was steht als Nächstes für euer Startup an?

Wir wollen dieses Jahr im größeren Stil mit Kooperationen mit Institutionen wie Schulen und Kindergärten starten. Am liebsten wäre es uns, wenn wir auch schon dieses Jahr anfangen könnten, Unternehmen und Ämter dabei zu unterstützen, den Arbeitsalltag nachhaltiger zu gestalten. Außerdem überlegen wir schon fleißig, wo wir unseren nächsten Laden eröffnen könnten. Wir haben viel vor!

Mit wem würdet Ihr gerne mal ein Bier trinken?

Mit Tupoka Ogette und Serena Williams.

Eure Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

    1. Rückschläge sind wichtig und werden dich stärker und resilienter machen.
    2. Sei authentisch und stehe wirklich hinter deiner Idee: Wenn du es nur für die Selbstständigkeit tust, lass es lieber sein. In der x-ten schlaflosen Nacht voller Arbeit wird dich wahrscheinlich nur die Leidenschaft und absolute Überzeugung durchhalten lassen.
    3. Lass dir helfen! Es gibt viele Beratungsstellen oder Förderungen, die dich und deine Idee in der Anfangsphase (oder auch darüber hinaus) entlasten können. Nimm diese Unterstützung an!

Mitglieder im Gespräch: Dr. Norbert Miller (Scheidt & Bachmann)

Tradition mit Gründerspirit: Scheidt & Bachmann

Wer an einer Shopping Mall in Nairobi parkt, in Toronto Bus und Bahn nutzt oder in Berlin, Bern oder Mönchengladbach tankt, hat vermutlich schon einmal Scheidt & Bachmann Produkte benutzt. Das Familienunternehmen wurde 1872 gegründet und befindet sich derzeit unter der Führung von Dr.-Ing. Norbert Miller in der mittlerweile fünften Generation der Gesellschafterfamilie. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus fast 50 Nationen arbeiten weltweit an Lösungen für eine mobile Welt. Scheidt & Bachmann ist seit 2017 Mitglied von nextMG.

nextMG: Warum ist für ein Traditionsunternehmen wie Scheidt & Bachmann das Thema Gründung wichtig?

Dr. Norbert Miller: Wir leben in einer Zeit, in der sich die Marktanforderungen im Technologie-Sektor rasend schnell verändern. Durch die Gründung spezialisierter Unternehmen sind wir in der Lage, flexibel und kurzfristig auf diese Änderungen zu reagieren. Zum einen können sich die kleinen, somit agileren Strukturen besser auf neue Zielsetzungen konzentrieren, zum anderen hat es sich bewährt, durch gemeinsame Gründung mit ähnlich orientierten Unternehmen Know-how zu bündeln, um dadurch schneller Lösungen für neue Marktanforderungen zu finden.

nextMG: Sie haben eine lange Tradition – was verändert sich aus Ihrer Sicht gerade in der Wirtschaft?

Dr. Norbert Miller: Die technologischen Weiterentwicklungen bieten zahlreiche Möglichkeiten für neue, kundenfreundlichere und umweltentlastende Lösungen, vor allem im Mobilitätssektor. Hier nicht nur Schritt zu halten, sondern Vorreiter zu sein, ist unser Ziel. Wir hinterfragen unsere eigenen Systeme fortlaufend und investieren in unsere Innovationskraft. Eine große Veränderung findet zudem in der Unternehmenskultur allgemein statt. So sind heute zum Beispiel eine ausgeglichene Work-Life-Balance sowie ein flexibles Arbeitsumfeld Grundvoraussetzungen dafür, Mitarbeiter langfristig für sich zu gewinnen. Fachkräfte werden in Zeiten der digitalen Revolution und Internet 4.0 stark umworben. Somit sind heute wir Unternehmen am Zug, uns attraktiv aufzustellen, um die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf uns aufmerksam zu machen.

nextMG: Wie denken Sie muss sich der Standort Mönchengladbach entwickeln, um sich auf diese Veränderungen auszurichten?

Dr. Norbert Miller: Für Mönchengladbach wird es wichtig sein, attraktiven Lebensraum anzubieten, denn der ist für junge Fachkräfte genauso wichtig wie die Attraktivität der Unternehmen selbst, wenn es darum geht, ob sie in Mönchengladbach oder eher in Berlin oder München heimisch werden.

nextMG: Sie haben 2018 die Mehrheit an dem Start-up evopark erworben. Was war der Grund für eine solch enge Zusammenarbeit mit einem Start-up?

Dr. Norbert Miller: Scheidt & Bachmann entwickelt und produziert bereits seit 1966 Lösungen für das Parkraummanagement. Das Produkt „evopark“ eignet sich hervorragend für die Integration in unser Portfolio und stellt eine wichtige Komponente im Bereich der intelligenten Parkraumbewirtschaftung dar. Die enge Zusammenarbeit mit evopark, die schließlich zum Erwerb von Mehrheitsanteilen führte, war somit eine naheliegende Entscheidung und ein Beispiel für das eben angesprochene Investieren in unsere Innovationskraft.

nextMG: Digitalisierung bedeutet für Ihr Unternehmen …

Dr. Norbert Miller: Die Digitalisierung bestimmt nahezu unser gesamtes unternehmerisches Handeln, denn sie steckt in jedem unserer Systeme und hat im Umsatz die mechanischen Komponenten weit hinter sich gelassen. Alleine die Digitalisierung des Schienenverkehres in Deutschland „Digitale Schiene Deutschland“ wird durch unseren Geschäftsbereich „Systeme für Signaltechnik“ maßgeblich beeinflusst werden. Auch für die internen Prozesse bietet die Digitalisierung große Möglichkeiten. Das Vernetzen unserer Mitarbeiter weltweit und das Teilen von Wissen ist eine wichtige Voraussetzung für unseren zukünftigen Erfolg. Neben der Digitalisierung zahlreicher Prozesse haben wir beispielsweise gerade eine Mitarbeiter App eingeführt, die für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit eine Zeitenwende in der Kommunikation bedeutet und ohne die Digitalisierung nicht möglich wäre.

#meetup.MG 12/19: Gipfelstürmer und Weihnachtsmarkt 3.0

Das letzte Meetup des Jahres 2019 steht an. Am Donnerstag, dem 12.12.2019 um 18:30 Uhr im  CO21 Coworking (Rathausstraße 1, Mönchengladbach) pitcht Gründer Benjamin Toycu als dritter Gipfelstürmer mit dem Startup START:DIGITAL MG. Die Ausgründung der Gladbacher Steuerberatungskanzlei Karnatz & Berger hat die Digitalisierung von Belegen, von Geschäftsprozessen und weitere Digitalisierungsleistungen für Steuerberater und Unternehmer im Portfolio. Benjamin Toycu berichtet, wie die Gründung angelaufen ist und wo es mit Start Digital MG mittelfristig hingehen soll.

Beschreibe Dich in drei Hashtags.

#zukunftshungrig #problemlöser #gladbacher

Was ist die Vision deines Startups?

Unsere Vision, besser gesagt unsere Mission ist es, klein- und mittelständischen Unternehmen in unserer Region die Möglichkeit zu bieten, nach und nach ihre belegbehafteten Geschäftsprozesse so weit zu digitalisieren und automatisieren, dass sich zeitliche Freiräume ergeben, um wieder aktiv an der Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens zu arbeiten.

Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Als Mitarbeiter der Steuerberatungsgesellschaft Karnatz & Berger hier in Mönchengladbach ist mir schnell klargeworden, dass unsere Mandanten schlichtweg überfordert sind von den verschiedenen Möglichkeiten Geschäftsprozesse zu automatisieren und aus Angst, etwas falsch zu machen, im schlimmsten Fall gar nichts mehr verändern möchten. Gleichzeitig spüren wir als Steuerberater auch den Veränderungsdruck der auf den verschiedensten Branchen lastet und zügiges Handeln erfordert. Daher und weil ich die technische Entwicklung in verschiedenen Vorsystemen ungemein spannend finde, lag der Entschluss, hier tätig zu werden und Unternehmern zu helfen, nahe.

Wie war dein Werdegang, wo kommst Du her?

Ich bin in Mönchengladbach geboren und aufgewachsen, konnte hier verschiedene mittelständische Unternehmen kennenlernen und bin dadurch schon früh mit innovativen Geschäftsmodellen in Kontakt gekommen. Letztendlich habe ich mich für eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten entschieden und versuche nun für unsere Mandanten und Kunden einerseits die steuerrechtlichen Vorgaben und andererseits die technische Machbarkeit unter einen Hut zu bekommen.

Wie waren die Reaktionen auf deine Idee?

Der überwiegende Teil der Reaktionen war ausgesprochen positiv und nachdem ich das Geschäftsmodell herausgearbeitet habe, waren meine Chefs dazu bereit, in diese Idee zu investieren.

Was war dein größter Misserfolg oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Größere Misserfolge oder Fehler konnten bisher, auch dank der umfassenden Begleitung, zum Glück vermieden werden.

Was bedeutet es für dich, dein eigener Chef zu sein?

Ganz klar die Freiheit meine Ideen in die Tat umzusetzen und gleichzeitig die Verantwortung zu haben, meinen Kunden einen echten Mehrwert zu bieten.

Was steht als Nächstes für dein Startup an?

Bisher haben wir zumeist die interessierten Bestandsmandanten der Steuerberatungsgesellschaft auf den ersten Schritten der Digitalisierung begleitet und im nächsten Jahr möchten wir unseren Kundenkreis darüber hinaus ausweiten. Damit einher gehen verstärkte Werbemaßnahmen und der schrittweise Aufbau eines Netzwerks.

Mit wem würdest Du gerne mal ein Bier trinken?

Wenn man mir die Wahl lässt, würde ich sehr gerne einmal mit Prof. Dueck oder Richard David Precht ein Bier trinken gehen, weil beide eine äußerst interessante Sicht auf die anstehenden Veränderungen der nächsten 5 bis 15 Jahre haben und ich gerne mehr über die persönlichen Einschätzungen erfahren würde.

Sollte außerhalb dieses Kreises jemand Lust auf ein Bier haben, kann er sich trotz allem gerne melden 😉

Deine Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

  1. Nicht so viel planen, dass man sich in der Folge zu sehr einengt. Kurz: Agilität behalten!
  2. Wenn man von seiner Idee überzeugt ist, kann man auch andere überzeugen an einem zu glauben.
  3. Früh in Kontakt mit anderen Gründern treten, um die eigenen Erfahrungen und Fragen mit anderen teilen zu können

 

 

#meetup.MG 12/19: Von Gipfelstürmern und Weihnachtsmarkt 2.0

Das letzte Meetup des Jahres 2019 steht an. Am Donnerstag, dem 12.12.2019 um 18:30 Uhr im  CO21 Coworking (Rathausstraße 1, Mönchengladbach) haben wir die engagierten Gewinner des ersten Startup.Starterkit.MG zu Gast. Reiner Mantsch und Steffen Gerlach stellen ihr Startup EEDEN vor. Die beiden entwickeln einen Recyclingprozess, um Alttextilien wieder verwertbar zu machen und so aus der textilen Kette einen textilen Kreislaufzu machen. Interessanter Ansatz – wir freuen uns auf den Pitch!

Beschreibe Euch in drei Hashtags.

#UPCYCLING #KREISLAUFWIRTSCHAFT #STARTUP.STARTERKIT.MG

Was ist die Vision Eures Startups?

Die Vision ist eine Wertsteigerung der weitestgehend ungenutzten Ressource Alttextilien erwirken zu können. Dies soll mittels eines innovativen Recyclingprozesses im Industriemaßstab realisiert werden.

Wie seit Ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee entstand bei der Suche nach einem Forschungsthema für die Studienabschlussarbeit von Reiner Mantsch (Student HS Niederrhein). Durch eine starke Affinität für Naturwissenschaften und ein vorangegangenes Biologiestudium (4 Semester -> dann Wechsel zu HS NR) erkannte Reiner das Potenzial im Textilrecycling

Wie war euer Werdegang, wo kommt Ihr her?

Reiner Mantsch: Student Textilmanagement HS Niederrhein, mit Schwerpunkten Polymerchemie, textile Technologien, Veredelung & Ökologie

Steffen Gerlach: B.Sc. Betriebswirtschaftslehre der Uni Hamburg, mit Schwerpunkt Marketing, Management und Corporate Governance, zuletzt bei AIRBUS Hamburg im A320 Programm beschäftigt.

Wie waren die Reaktionen auf die Idee?

Überwiegend sehr positiv:

  • Zukunftsorientiert,
  • Innovativ,
  • am Puls der Zeit,
  • dringend notwendig
  • Teilweise skeptische Rückfrage bzgl. des Umfangs des Projektes

Was war der größter Misserfolg oder Fehler auf dem Weg zur Gründung?

Wir haben uns vergleichsweise schwergetan, den richtigen Zeitpunkt für die tatsächliche Unternehmensgründung festzulegen und sind bis heute nicht ganz sicher, ob die Förderung in einer verlängerten Vorgründungsphase besser auf die Unternehmung zugeschnitten wäre.

Was bedeutet es für euch, eure eigenen Chefs zu sein?

Zum einen eine Menge Freiheiten den Tag selbst zu strukturieren.

Zum anderen sagt einem keiner was zu tun ist. Entscheidungen zu treffen kann manchmal schwerer sein, als gedacht. Vor allem, wenn davon potenziell Erfolg oder Misserfolg abhängen kann.

Was steht als Nächstes für EEDEN an?

Wir arbeiten mit Hochdruck am Aufbau des Recyclingprozesses zur Produktion bewertbarer Fasern. Diese könnten in ersten Prototypen textiler Produkte verarbeitet werden

Mit wem würdet Ihr gerne mal ein Bier trinken?

Steffen: Toto Wolff, Team Chef/ Manager & Shareholder bei Mercedes AMG Petronas Formel 1 Team

Reiner: Andras Thorkildsen, norwegischer Speerwerfer, Europameister, Weltmeister und Sieger bei den Olympischen Spielen

Eure Top 3 Tipps für Gründer/Gründungsinteressierte?

  • Vor einer Gründung hinsichtlich verschiedener Förderprogramme gut informieren/ beraten lassen, strategisch herangehen und beste Lösung für das Projekt identifizieren
  • Hinterfragen, ob man in der richtigen Stadt gründet. Es gibt Städte, die tun mehr als andere. Wir haben festgestellt, dass gute Voraussetzungen in einer Stadt beschleunigend wirken.
  • Eigene Stärken und Schwächen im Team besprechen, reflektieren und den Umgang im Team kontinuierlich verbessern.