Mentoring

Mentoring Programm: Checkliste/Regeln/Leitfaden/Definition

Was ist Mentoring?

Mentoring ist ein Erfahrungsaustausch zwischen einem Experten oder erfahrenen Unternehmer oder Manager und Start-ups und Gründern. Ziel eines Mentorings ist es, Erfahrungswissen weiterzugeben und den Gründerinnen und Gründern eine Art Wegweiser, Unterstützer, Kritiker, aber auch Förderer zu sein. Mentoren wollen kein Geschäft machen oder anbahnen, Mentoren haben Spaß daran, anderen zu helfen, Fehler zu vermeiden oder aus Fehlern zu lernen. Mentoring ist keine Unternehmens- oder Strategieberatung – es kann nützlich sein, Strategiefragen mit einem Mentor zu besprechen, aber es ersetzt nicht die Arbeit der Gründerinnen und Gründer, selbst über die Märkte, in denen sie agieren wollen, nachzudenken und die Modelle und Produkte, mit denen sie erfolgreich sein wollen, zu entwickeln. Weitere Informationen zum Mentoring-Begriff gibt es hier:

https://karrierebibel.de/mentoring-mentorenprogramm-mentee/

https://www.deutsche-startups.de/2012/07/09/ein-erfahrener-mentor-ist-fuer-junge-gruender-von-unschaetzbarem-wert/

Wer kann Mentor werden?

Jeder oder jede, der/die ein spezialisiertes Know-how aus seiner nachweislich langjährigen Berufs- oder Unternehmererfahrung den Gründungsinteressierten zur Verfügung stellen möchte. Der potenzielle Mentor bewirbt sich schriftlich beim Verein nextMG, mit einer kurzen Darstellung der Person sowie seinen drei bis fünf Kernkompetenzen, über die er sich als Mentor definieren möchte.

Wie werden Mentoren aufgenommen?

Der Verein nextMG entscheidet final über die Aufnahme des Mentors ins Programm und ggf. auch über Veränderungen: Wir wollen eine gute Mischung von Erfahrungen, Branchen und Persönlichkeiten unter den Mentoren. Entsprechend werden wir die Zusammenstellung ständig weiter anpassen und ggfs. Angebote auch ablehnen oder zurückstellen müssen. Eine Aufnahme und Teilnahme am Mentorenprogramm sieht zwingend eine Datenschutz-Freigabe seitens des Mentors voraus – dem Verein nextMG wird hierbei durch den Mentor bis auf Widerruf gestattet, das überlassene Material im Zusammenhang mit dem Mentorenprogramm frei zu verwenden.

Was mache ich als Mentorin oder Mentor?

Mentoren brauchen vor allem eins: die Bereitschaft sich vertrauensvoll auszutauschen! Jedes Gespräch zwischen Mentor und Mentees ist vertraulich. Ein nextMG-Mentor sollte nicht mehr als zwei Mentoring-Projekte gleichzeitig haben. Mentor und Mentee definieren selber am Anfang, wie sie zusammenarbeiten wollen. Wir empfehlen regelmäßige (monatlich oder zweimonatliche) Treffen. Ein Mentoren-Projekt sollte auf sechs Monate angelegt sein. Ausnahmen können individuell zwischen Mentor und Mentee vereinbart werden. Bei beidseitigem Interesse kann das Mentoring beliebig oft verlängert werden.

Wie und wo werden die Mentoren vorgestellt?

Anbieter des Mentorenprogramms ist der Verein nextMG. Die Mentoren werden daher auf der Internetseite des Vereins nextMG vorgestellt: mit Foto, einer kurzen Darstellung der Person, seinen drei bis fünf Kernkompetenzen, über die er sich als Mentor definieren möchte, sowie seiner Vorstellung, wie er als Mentor agieren möchte (Leitfaden am Ende dieses Dokuments). Des Weiteren wird die Aufnahme des Mentorenprogramms über die Kommunikations- und Marketingkanäle von nextMG und WFMG kommuniziert.

Wie kommen Mentor und Mentee zusammen?

Aus der Mentoren-Übersicht auf der Internetseite von nextMG wird ersichtlich sein, welcher Mentor mit seinen definierten Kernkompetenzen der passende Ansprechpartner für einen Gründungswilligen wäre. Ist sich der Gründungswillige diesbezüglich unsicher, kann er sich ratsuchend an den Verein nextMG wenden, der eine Empfehlung ausspricht oder ggf. zur Klärung an die Mentoren verweist. Es wird kein Vertragsverhältnis eingegangen. Nimmt ein Mentor ein Mentoring auf, ist der Verein nextMG davon in Kenntnis zu setzen, in Form folgender, von Mentor und Mentee unterschriebener Erklärung: „Ein Mentoring ist ein informeller Know-how-Austausch, der dazu dient, Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven zu bieten. Es entsteht kein Beratungs- oder Dienstvertrag, aus dem etwaige Haftungen entstehen könnten oder urheberrechtliche Ansprüche auf Ideen oder Konzepte entstehen. Die Mentees können die Erfahrungen des Mentors nach eigener Prüfung nutzen.“ Hieran wird sich noch der Passus zur Datenschutz-Freigabe anschließen.

Was umfasst die Mentoren-Tätigkeit?

Neben der Bereitschaft, Know-how mit den Schützlingen zu teilen, sollte einem Mentor auch bewusst sein, dass ggf. auch außerhalb üblicher „Arbeitszeiten“ Kontakt zustande kommen kann, der im Optimalfall auch zeitnah erwidert oder beantwortet werden sollte. Ein Mentor hat auch eine gewisse soziale Verantwortung und sollte sich dieser bewusst sein, er kann als Vorbild, als psychologische Unterstützung oder auch berufliche Unterstützung wirken. Ausgeschlossen sind in jedem Fall Leistungen, die der Mentor den Mentees in Rechnung stellt – Mentoring ist keine Geschäftsanbahnung. A und O für einen Mentor ist es, offen für neue Ideen zu sein: Er/sie sollte kritisch sein und in Erfahrungen Einblick geben, aber auch bereit dazu sein, sich, gerade bei neuen Geschäftsideen, erst einmal von den eigenen üblichen Strukturen zu trennen – im Rahmen des Mentorings.

Darf ein Mentor mit seinen Schützlingen direkt ein Geschäft generieren?

Nein, ein Mentor sollte nicht während des Mentorings das Ziel haben, ein Geschäft mit seinen Schützlingen zu „generieren“. Es handelt sich um ein ehrenamtliches Angebot ohne persönliches wirtschaftliches Ziel. Der Mentor verpflichtet sich deswegen, auch drei Monate nach Beendigung des Mentorings diese intensive Zusammenarbeit nicht aktiv für seine persönlichen wirtschaftlichen Ziele zu nutzen. Sollte jedoch der Schützling aktives Interesse äußern, innerhalb dieser ersten drei Monate nach Beendigung des Mentorings eine zahlungspflichtige Leistung bei seinem ehemaligen Mentor in Anspruch zu nehmen, bedarf dies der Freigabe durch den Verein nextMG. Dies dient dem Schutz beider Seiten und soll wirtschaftliche Abhängigkeiten vermeiden. Werden diese Verpflichtungen gebrochen, erfolgt ein umgehendes Verbot, sich weiter als Mentor zu betätigen.

Wann und wo findet das Mentoring statt?

Das Mentoring hat keine festen Lokalitäten oder Zeiträume, das Wann und Wo ist zwischen Mentor und Schützlingen individuell zu vereinbaren. Natürlich sollten Orte und Uhrzeiten im verträglichen Rahmen für beide Seiten stehen.

Welche „Kontrolle“ gibt es für das Mentoring?

Das Mentoring-Programm hat das primäre Ziel, den Schützlingen zu helfen, aber es soll auch dem Mentor Spaß zu machen. Das impliziert, dass, sobald es Probleme jeglicher Natur auf einer der beiden Seiten gibt und diese nicht gemeinsam gelöst werden können, der Verein nextMG informiert werden sollte. Entweder um Probleme ggf. miteinander zu lösen oder auch, um für einen saubere „Trennung“ zu sorgen. Darüber hinaus befragt der Verein nextMG die Mentees regelmäßig zur Qualität des Mentorings und evaluiert diese.

Leitfaden zur Mentoren-Vorstellung

  • Name
  • Funktion / Beruf
  • Foto
  • 3 bis 5 Kernkompetenzen, für die sich der Mentor als Experte bezeichnet (z.B. Steuerrecht)
  • Ich möchte Mentor sein, weil … (1 Satz)
  • Meine Aufgabe als Mentor definiere ich wie folgt (1 Satz)
  • Link zu Xing- und/oder LinkedIn-Profil

Mentoren

Mark Nierwetberg

  • Funktion/Beruf: Senior Vice President Transformation Techologie & Innovation Deutsche Telekom AG / Vorstand nextMG
  • Kernkompetenzen als Mentor: Geschäftsmodellentwicklung, Strategie, Marketing und Kommunikation, Teamentwicklung
  • Ich möchte Mentor sein, weil…: …auch gute Ideen Hilfe brauchen und Erfahrung oft Theorie schlägt und wir in Mönchengladbach mehr Macherinnen und Macher brauchen.
  • Meine Aufgabe als Mentor definiere ich wie folgt: Kritischer Unterstützer und Türöffner.