Das Polizeipräsidium – schlummerndes Potential für den Innovationstransfer in Mönchengladbach

Am Wirtschaftsstandort Mönchengladbach schlummert Potential, tief und fest. Mönchengladbach hat als einer der Standorte der Hochschule Niederrhein rund 8.000 Studentinnen und Studenten in verschiedenen Fachrichtungen, die jeden Tag in der Stadt lernen und ihr Wissen erweitern. Was geschieht mit diesem Potential? Viele der Studierenden werden die Stadt verlassen, weil sie in anderen Städten attraktive Arbeitgeber finden, einige werden bleiben und am Standort Arbeit finden. Wie können wir letzteres verstärkt für die Stadt nutzen?

Was wir in Mönchengladbach dazu brauchen ist ein Ökosystem, dass Gründungen aus der Hochschule heraus fördert und den technik- und wissensbasierten Innovationstransfer in die ansässigen Unternehmen unterstützt. Dabei geht es nicht nur um technisch-orientierte Studiengänge. Textilien werden immer mehr als Material in der Industrie als technische Textilien eingesetzt, Mönchengladbach hat die entsprechenden Nachwuchskräfte und Innovationsträger; der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik in Mönchengladbach gehört zu den größten Studienorten für den textilen Ingenieurnachwuchs in Europa. Smarte Textilien, die mit Sensoren ausgestattet sind und so Daten erheben oder sich steuern lassen, gelten als Zukunftsthema. Ein anderer Bereich, der an der Hochschule Niederrhein stark ist, wird in Zukunft eine immer größere Bedeutung bekommen: Ernährung. Der entsprechende Fachbereich an der Hochschule Niederrhein, Oecotrophologie, ist mit rund 900 Studierenden der größte Oecotrophologie-Fachbereich an deutschen Fachhochschulen.

Was Mönchengladbach braucht, um dieses Potential für die Stadt unternehmerisch nutzbar zu machen, ist ein Ort an dem sich verschiedene Kreise treffen – Experten sprechen von der Triple Helix (siehe auch Präsentation). Die drei Elemente, Hochschule, Wirtschaft und Politik schaffen durch einen stärkeren Austausch ein positives Umfeld, um wissensbasierte Innovationen zu befördern und nutzbar zu machen.

Mit dem freiwerdenden Polizeipräsidium an der Theodor-Heuss-Straße, in der unmittelbaren Nähe zur Hochschule, hat Mönchengladbach die einmalige Chance, einen solchen Ort zu schaffen. Dort könnten Unternehmen, Studierende und Gründer einen Austausch in Gang setzen, der sich am Ende nur positiv auf den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach, seine Innovationsfähigkeit und seine Beschäftigung auswirken wird. Als nextMG würden wir eine entsprechende Planung begrüßen, damit sich ein dynamisches Ökosystem für Gründer und eine Basis für wissensbasierten Innovationstransfer in der Stadt nachhaltig entwickeln kann.

 

 

Online-Ansicht

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Arbeitet für die Deutsche Telekom als Manager im Bereich Technologie und Innovation. Er war Mitglied des Aufsichtsrats der Hrvatski Telekom (Kroatien) und hat für die Nachrichtenagentur Dow Jones über Tech-Unternehmen berichtet. Zudem ist er einer der Gründer der Dialog- und Blogplattform fluxMG (www.flux-mg.org). Mark Nierwetberg hat nextMG im Dezember 2016 mitgegründet.

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